
Fahrbericht
Angetestet: Der Lifestyle-Kombi Peugeot
407 SW HDi FAP 110
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- Dynamische Formen
und serienmäßiges Panorama-Glasdach
- Designerkombi für
elegantes Understatement und Lifestyle auf Rädern
- Im Kurztest: 1,6-Liter-Common-Rail
FAP 110
- Mit Lifestyle-Kombis
will Peugeot weiter wachsen
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Beinamen "SW"
Der Trend zum sportlichen, flott designten Kombi ist insbesondere
in Deutschland weiterhin stetig im Aufwärtstrend. Die einstigen
Gefährt für Gewerbetreibende haben sich in lifestyle-orientierte
Fahrzeuge mit gleichzeitig grosser Zulademöglichkeit gewandelt.
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Die Variante des 407 mit dem
langen Heck hört auf den Beinamen "SW", was etwas
seltsam anmutet, da SW eigentlich die Peugeot-Bezeichnung
für Vans ist, während Kombis traditionell "Break"
heißen - bzw. hießen.
Wir hatten Gelegeheit den Peugeot 407 SW mit dem neuen 1.6
HDi Dieselaggregat probezufahren und schildern nachfolgend
knapp unsere ersten Eindrücke. Zu einem späteren Zeitpunkt
wird dann vermutlich noch ein ausführlicher Fahrbericht
folgen.
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Die Entscheidung zwischen Limousine und Kombi fällt insbesondere
dem deutschen Autokäufer sehr leicht. Jenseits der optischen
Reize kommt die besserer Karosserievariabilität hinzu. Zwar
kostet der Kombi bei ähnlicher Ausstattung 1.300 Euro mehr,
aber dafür erhält der Käufer auch das praktischere und -
wie viele meinen - schönere Auto.
Zwei Drittel aller 407 sollen in Deutschland als "SW"-Variante
fahren
Peugeot hat sich mit dem 407 SW hohe Ziele gesetzt. Von
dem neuen Kombi wollen die Franzosen in Deutschland mehr
Fahrzeuge absetzen als von der Limousine. Die Chancen dafür
stehen gut, denn der 407 SW wird weniger als Sport-Kombi
wahrgenommen denn als architektonisches Kunstwerk und bietet
weit mehr als nur ein ansprechendes Äußeres.
Peugeot rechnet im ersten vollen Verkaufsjahr 2005 mit immerhin
16 000 Einheiten. Davon über 50% Prozent mit Selbstzündern
bestückt.

Regelrechter Designer-Kombi mit der Anmutung eines Glaspavillons
Die Automobilhersteller zeigen
wieder mehr Gesicht: Der neue 407 mit seiner extrem langen
Schnauze, dem riesigen Lufteinlass (Haifisch-Maul), forsches
kinn und den aggressiv angewinkelten Scheinwerfern betonen
den Charakter dieses Fahrzeuges. Während im Frontbereich
bei beiden Versionen der tief heruntergezogene Kühlergrill
das dominierende Element ist, wirkt - wie bei vielen Mittelklasse-Modellen
- das Kombi-Heck harmonischer und gelungener. Hinzu kommen
beim SW das serienmäßig eingebaute große Panorama-Dach sowie
eine schicke Dachreling.
Auch sein mutig gezeichnetes Heck ist einzigartig. Die stilistisch
sehr gekonnt inszenierte Heckscheiben- und Rückleuchten-Grafik
bildet eine stilistisch passende Silhouette. Auffallend
ist vor allem die Grafik der hinteren Seitenscheiben - das
dritte Fenster ist ungewohnt kurz und schräg nach oben abgeschnitten,
während die Heckscheibe optisch weit in die C-Säule hineinreicht.
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Drei Ausstattungsversionen
Der neue Peugeot 407 SW wird
in drei Ausstattungsversionen angeboten. Zur Auswahl stehen
SW, SW Prémium und SW Platinum. Bei allen Ausstattungsniveaus
gehören zur Serienausstattung ABS und Notbremsassistent
sowie ESP, die Einschaltautomatik des Warnblinklichts bei
einer Vollbremsung und neun Airbags. Für das Angebot an
eingebauter Sicherheit hat 407 bereits im EuroNCAP-Crashtest
mit fünf Sternen die höchste Auszeichnung erhalten. Neben
vier Benzin-Motoren mit einem Leistungsspektrum zwischen
85 kW (116 PS) und 155 kW (211 PS) stehen zwei HDi-Motoren
mit 80 kW (109 PS) oder 100 kW (136 PS) zur Auswahl. Allen
Motoren im 407-Programm sind auf die Abgasnorm Euro4 ausgelegt,
die beiden HDi-Motoren zudem serienmäßig mit dem Partikelfiltersystem
FAP ausgerüstet.
Da sieht die Konkurrenz
alt aus
Auch sonst bietet bereits
das Basismodell Peugeot 407 SW 1.6 HDI eine komplette Ausstattung:
sei es Elektrische Fensterheber rundherum, Klimaautomatik,
Panorama-Glasdach mit elektrischer Jalousie oder Bordcomputer
sowie Sonnenrollos - alles serienmässig. Da sieht nicht
nur die deutsche Konkurrenz rel. alt aus.
Wer mehr will, entscheidet
sich für die luxuriöseren Varianten Premium oder Platinum.
Dann gibt es unter anderem elektrische Ledersitze, Xenonlicht
oder 17-Zoll-Alufelgen.
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Licht
und Raum in neuer Dimension
Das Innenraumgefühl ist angenehm, das Platzangebot besonders
wegen des langen Radstandes umfangreich. Die Außenlänge
des 407 SW ist auf 4,76 m angewachsen, wofür der gegenüber
der Limousine um 8,7 Zentimeter längere hintere Überhang
verantwortlich ist. Die Höhe wächst der Dachreling wegen
um gut vier Zentimeter auf knapp 1,49 Meter.
Über den Köpfen der Passagiere befindet sich ein riesiges
Glasdach von Webasto. Das Panoramadach von Webasto sorgt
für ein gutes Platzgefühl auf allen Sitzen, öffnen kann
man das Dach jedoch nicht, darauf haben die Ingenieure
wegen des störenden Querträgers verzichtet. |
Trotz der 1,6 Quadratmeter Glasdachfläche soll sich
der Innenraum nicht übermäßig aufheizen, da das Dach 88
Prozent der Energie des Sonnenlichtes absorbiert. Die neunstufige
elektrische Jalousie sperrt die Sonne auf Wunsch von oben
aus.
Mit insgesamt 4,28 Quadratmetern Glasfläche wird der 407
SW somit zum rollenden Wintergarten. Um die Passagiere im
Sommer vor dem sicheren Hitzekollaps zu bewahren, ist ein
elektrisches Sonnensegel an Bord, das sich bei Bedarf vom
hinteren Dachbereich aus entfaltet. Das Panorama-Glasdach
besitzt der 407 SW als einziges Fahrzeug seiner Klasse serienmäßig.
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Auf Knopfdruck gibt
der eben noch geschlossene Dachhimmel den Blick auf
die Sterne frei. Das große Panorama-Glasdach ist 1,6
Quadratmeter groß, lässt sich aber nicht öffnen -schade!
Doch auch in den Fond kommt viel Licht von oben.
Und auch drinnen fühlt
sich der Fahrer direkt wohl. Die Passagiere sind in
der ersten Reihe gut aufgehoben. Der Höhen-Verstellhub
des Fahrersitzes ermöglicht allen Staturen eine optimale
Sitzposition. Ungewöhnlich tief ist allein die Gürtellinie
des 407 -so sitzt es sich subjektiv relativ hoch.
Der Sitz ist
komfortabel, die Anordnung der Instrumente funktionell.
Kkurzum: alles am rechten Platz.
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Hinten bietet der SW zwar nur genauso
knappen Knieraum wie die Limousine, aber ein dennoch angenehmeres
Sitzgefühl wegen der größeren Fahrzeughöhe. Innenraum-Design,
Haptik und Materialien machen einen positiven Eindruck,
was auch für die Verarbeitung gilt. Lobenswert sind Komfortausstattung
(Klimaautomatik auch bei Basisversion-Serie) und vor allem
die Sicherheitsbestückung: Zu den üblichen Airbags kommen
im 407 zwei zusätzliche Seitenairbags hinten sowie ein Knieairbag
für den Fahrer hinzu, was serienmäßig neun potenziell lebensrettende
Luftkissen bedeutet.
Die Bedienung des 407 ist - abgesehen vom überladenen Blinkerhebel
und den unzeitgemäßen Satelliten für Tempomat und Soundsystem
- einwandfrei. Die Bedienelemente der Mittelkonsole könnten
jedoch übersichtlicher sein. Die weit herum gezogene Kofferraumklappe
öffnet weit und die niedrige Ladekante macht das Beladen
angenehm. Mittlerweile etabliert: die Glasscheibe kann separat
geöffnet werden.

Die Heckscheibe lässt sich mit einem elektrischen Griff
am Heckscheibenwischer-Befestigungspunkt separat von der
Klappe öffnen - das in engen Parklücken praktische BMW-Feature
findet immer mehr Freunde. Apropos Heckscheibe: Oben sitzt
hier auch die dritte Bremsleuchte in LED-Technik, womit
Peugeot dem allgemeinen Trend, diese ins Blech einzulassen,
nicht folgt - und dem Auto damit ein mehr elegantes als
sportliches Outfit verpasst. Außerdem integriert ist eine
von zwei Radioantennen, die andere sitzt hinten mittig auf
dem Dach - eine seltsame Lösung, wo andere Hersteller doch
ganz ohne sichtbare Antenne auskommen.
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Der neue 1,6-Liter-Common-Rail FAP 110
Peugeot bietet seinen 407 mit zwei Benziner-Vierzylindern
(1,8 Liter 116 PS, 2,0 Liter 136 PS, 2,2 Liter 158 PS) sowie
zwei Dieseln (1,6 Liter 109 PS, 2,0 Liter 135 PS) an. Spitzenmotorisierung
ist der Dreiliter-Benziner mit 211 PS (V6). Alle Motoren
erfüllen die Euro-4-Norm und beide Diesel haben serienmäßig
den Partikelfilter.
Der jetzt von uns gefahrene
erstmals im 407 vorgestellte 1,6-Liter-Common-Rail FAP 110
macht seine Sache in der recht großen und schweren Limousine
gut. Gleichmäßige Kraftentfaltung und sehr kultivierter
leiser Motorlauf sind hier als seine stärken hervorzuheben.
Mit wuchtigen 240 Newtonmetern ist man ordentlich motorisiert.
Dazu kommt ein butterweich zu schaltendendes und gut abgestuftes
Fünfgang-Getriebe, das Freude macht. Einziger Wwehrmutstropfen:
im Drehzahlkeller macht sich das Fehlen der 300 bis 400
Kubikzentimeter zuweilen bemerkbar. Weitere Kennzeichen
dieses Treibwerks sind Luft-Luft-Wärmetauscher, Turbolader
mit variabler Einlassgeometrie und ein Common-Rail-System
der neuen Generation mit einem Einspritzdruck von 1600 bar.
Dieser Motor aus dem Konzernregal
hat serienmäßig einen Rußpartikelfilter und erfüllt die
Abgasnorm Euro 4. Er beschleunigt den 407 SW in unspektakulären
12,1 Sekunden auf Tempo 100. Bei etwas über 189 Kilometern
pro Stunde ist dann Schluss. Den Verbrauch gibt Peugeot
mit 5.6 Litern im Drittelmix pro 100 Kilometern an. Ein
guter Wert, wenn er stimmen sollte.

Fahrwerk und Lenkung
Gelungen zeigt sich die Fahrwerksabstimmung des 407 SW,
dass eine gelungene Mischung aus Fahrspaß und Komfort darstellt.
Die Lenkung arbeitet relativ präzise, allein die Schaltung
könnte etwas knackiger ausgelegt sein. Die Bremsen packen
kraftvoll zu und passen gut zum Sicherheitskonzept des 407.
Das Fahrwerk des Peugeot 407 SW ist eine gute Kombination
von Fahrsicherheit und Komfort. Bodenwellen werden geschmeidig
abgefedert, der Geradeauslauf ist auch bei höherem Tempo
gut. In schnellen Kurven schiebt der SW leicht über die
Vorderräder, verhält sich jedoch durchweg gutmütig. Auch
der Fronantrieb ist gut gelungen – nennenswerte Antriebseinflüsse
in der Lenkung waren nicht feststellbar. Sie hat Peugeot
praktisch komplett eliminiert - selbst im drehmomentstarken
Diesel.