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Fahrbericht
Modellpflege für Toyota Yaris und Yaris Verso

Toyotas Bonsaiauto entpuppt sich zunehmend zu einem Verkaufshit. Bereits seit 1999 sorgt der Yaris Jahr für Jahr für steigende Verkaufszahlen. Im Minutentakt rollt im französischen Toyota-Werk in Valenciennese ein Yaris vom Band.


YARIS: Toyotas Kleinster entwickelt sich zum Bestseller

Nun wurde der niedliche Kleine reforbished und überarbeitet. Neue Optik, mehr Ausstattung und saubereren Motoren düften für noch mehr Freude bei Toyota sorgen. Im vergangenen Jahr konnte Toyota den Yaris und seinen Kompaktvan-Zwilling Yaris Verso über 200.000 Mal verkaufen. Insbesondere das frische Design und das gute Preis-/Leistunsgverhältnis sorgten für den guten absatz. Allein in Europa wurden seit Beginn der Produktion inzwischen über 750.000 Fahrzeuge abgesetzt. Insbesondere an die Italiener, die in 2002 fast 60.000 Yaris orderten. In Deutschland waren es rund 18.000 Autos.

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Toyota stellte auf der Auto Mobil International (AMI) in Leipzig dieser Tage erstmals die überarbeiteten Yaris-Modelle vor. Die Optik wurde - nicht zuletzt wegen des grossen Erfolges - nur dezent aufgefrischt, insbesondere fallen die neugeformten Klarglasscheinwerfer ins Auge, die außerdem hinsichtlich der Lichtausbeute verbessert wurden. Neu sind auch die Stoßstangen und der Kühlergrill beim Minivan-Ableger Verso.

Wir hatten die Gelegenheit auf Toyotas Citytour die überarbeitete Versionen zu fahren. Nachfolgend ein kleiner Fahrbericht.



Radio im Lenkrad: Der Innenraum des Toyota Yaris wurde kräftig aufgefrischt

Serienmäßig sind ab sofort in allen Modellen CD-Radio, Zentralverriegelung mit Fernbedienung und elektrische Fensterheber vorne. Der bisherige Bestseller im Modellangebot, der Yaris "Sol", wird durch die serienmäßige Klimaanlage, das Lederlenkrad mit Audio-Bedienelementen sowie durch Innenraumapplikationen im Chrom-/Aluminium-Design nochmals attraktiver gestaltet. Prinzipiell die gleichen Änderungen hat Toyota auch beim Yaris Verso vorgenommen. Hier gibt es außerdem bei bestimmten Varianten eine Höhenverstellung für die Sitze - je nach Modell serienmäßig oder als Extra. Auch der mittlere Sitzplatz im Fond ist nunmehr mit einem 3-Punkt-Sicherheitsgurt ausgestattet - auch wenn dort bequem maximal zwei Erwachsene sitzen können. Praktische Schlaufen erleichtern das Vor- und Zurückklappen bzw. das Versenken der hinteren Außensitze im Fahrzeugboden. Insgesamt wirken die dunkler gehaltenen Materialien ggü. der Vorgängerversion sicht- und fühlbar hochwertiger. Die Qualitätsanmutung halten wir für einen Kleinwagen akzeptabel aber durchaus noch weiter verbesserungsfähig.

 
Der mittig platzierte Tunnel-Display zeigt nun neben Tachometer, Drehzahlmesser, Spritanzeige und Wegstreckenzähler. Das ebenfalls modifizierte Lenkrad trägt je nach Ausstattungsversion Bedientasten fürs Radio. Im Bild die helle Tachoversion der TS-Version (Toyota Sport).


Sämtliche benzingetriebenen Aggregate wurden an Kolben, Abgaskrümmern, Katalysatoren und Motor-Management überarbeitet und erreichen nun die Abgaswerte der Euro 4-Norm. So umweltfreundlich zeigt sich der 1,4-Liter-Diesel mit 75 PS noch nicht. Dafür aber mit einem sauberen Durchzug dank eines modernen Common-Rail-Triebwerks mit satten 170 Newtonmeter Drehmoment. Die Leistung des 1,0 VVT-i-Triebwerks wurde geringfügig auf 48 kW (65 PS) angehoben. Bei gleichenbleibenen Fahrleistungen konnten die Verbrauchs- und Emissionswerte jedoch deutlich verringert werden. Der 1,3 Liter-Benziner ist ein neuentwickelter Motor, der von der kleineren Maschine abgeleitet wurde. Der neue Motor ist um 1 kW leistungsstärker als das Vorgängermodell, und entwickelt sein maximales Drehmoment von 122 Nm bereits bei 4.200/min. Auch hier soll der Verbrauch gesenkt worden sein.

Ab Werk ist der Yaris, den es als Drei- und Fünftürer gibt, mit allen wesentlichen Sicherheits- und Komfortfeatures ausgestattet. Es gibt die Versionen Yaris C und Yaris sowie den Yaris linea sol, der bislang am häufigsten geordert wurde und jetzt mit serienmäßiger Klimaanlage, Lederlenkrad mit Audio-Bedienung und Chrom-Alu-Applikationen aufgewertet wurde. Daneben rangiert noch ein sportliches Modell Yaris TS, dem auch das 1,5-Liter-Triebwerk vorbehalten bleibt. Wir fuhren dieses soprtliche Modell. Das TS steht für Toyota Sport. An der unteren Seite des Angebotsspektrums soll im Sommer noch ein sparsames und 10.250 Euro günstiges Einstiegsmodell Yaris linea eco folgen. Angeführt wird die Yaris-Preisliste vom fünftürigen Topmodell 1,5 TS für 16.650 Euro.



Neu ist auch ein sogenanntes Multi-Mode-Getriebe für die 1-Liter-Motorisierung: Neben dem sequenziellen Schaltmodus ohne Kupplungspedal bietet die Box auch einen Automatik-Modus.
 


Das so genannte Multi-Mode-Getriebe schaltet die fünf Gänge automatisch, wobei jeder Wechsel allerdings mit einer kurzen Gedenk(schalt-)sekunde verbunden ist. Im sequenziellen Modus kann der Fahrer aber auch die Schaltpunkte selbst bestimmen. Im Stadtbetrieb, wo der Yaris am häufigsten anzutreffen ist, sorgt das automatisierte Schaltgetriebe für entspanntes Fahren.

Selbst mit dem kleinsten Motor ist man im Yaris genügend flott unterwegs. Allerdings ist das Aggregat sehr laut. Bis circa 110 km/h sind die Fahrleitungen ausreichend. Soll es schneller - zum Beispiel auf der Autobahn - zur Sache gehen sind ihm die Anstrengungen deutlich anzuhören.




Ganz anders beim 1,5 TS - der Wagen hängt immer souverän - nicht zuletzt wegen des ausgezeichneten Leistungs-/Gewichtsverhältnisses - am Gas. Dieser sportlich ausgelegte Yaris macht einfach Spass.
 



Der Mechanismus, mit dem die Rücksitzbank verschoben werden kann, ist nun auch vom Kofferraum zugänglich. Auffällig: Am Heck tragen die Rückleuchten eine neue Geometrie und veränderte Farbeinteilung.


Hersteller: Toyota
Fahrzeugtyp Yaris 1.5 TS
Motor: Vierzylinder 1,5 Liter
Lesitung
77kw/105PS bei 6000U/min
Hubraum 1497 ccm
Treibstoff Super bleifrei
Höchstgeschwindigkeit 190 km/h
Getriebe 5-gang, Frontantrieb
0-100 km/h 9,0 sek
Sitzplätze 5
Typklasse HF, TK, VK   18/32/21
Preis ab 16.500 Euro



Sehr gelungen: Die großglubschigen treu schauenden Schweinwerfer-Augen sind noch ein wenig größer geworden und ziehen sich nun tropfenförmig bis zum Stoßfänger herunter.

Außerdem funkeln sie noch stärker durch ihre verchromten Innenflächen.
 

Weitere Informationen unter: www.toyota.de

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