10.000 Stellen: Auch bei Daimler massiver Personalabbau beschlossen

1. Dezember 2019 13:03 Autor:
Mercedes GLE Coupé 2020 – Bildnachweis: Mercedes/ Daimler

Schmerzarme Personalreduktion per natürlicher Fluktuation

Nachdem bereits Audi sich mit dem Gesamtbetriebsrat (GBR) auf einen massiven Stellenabbau geeinigt hat folgt nun auch bei Daimler eine Verschlankung der Konzernstruktur, die mit einem massiven Stellenabbau einhergeht. Die Automobilindustrie steckt in der größten Transformation ihrer Geschichte. Die Entwicklung hin zur CO2-neutralen Mobilität erfordert hohe Investitionen, deshalb hatte Daimler Mitte November angekündigt, ein Programm zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit, der Innovationskraft und der Investitionskraft zu starten. Ein Bestandteil dieses Programms ist es, die Personalkosten bis Ende 2022 um rund 1,4 Mrd. Euro zu senken und unter anderem die Zahl der Management-Stellen weltweit um zehn Prozent zu kürzen.

Um Effizienz und Flexibilität zu steigern wurden mit dem GBR gemeinsam Maßnahmen zur Kostensenkung und zur sozialverträglichen Reduzierung von Arbeitsplätzen vereinbart. Daimler wird demnach die natürliche Fluktuation nutzen, um freiwerdende Arbeitsplätze abzubauen. Zudem werden die Möglichkeiten zur Altersteilzeit erweitert und in Deutschland ein Abfindungsprogramm angeboten, um Stellen in der Verwaltung zu reduzieren. Die Umsetzung der Eckpunkte-Vereinbarung wird in den nächsten Wochen mit den Arbeitnehmervertretern weiter ausgearbeitet.  

Angebote an die Belegschaft, die wöchentliche Arbeitszeit zu reduzieren

Daimler strebt an, bis Ende 2022 weltweit tausende Stellen zu kürzen. Der  zugesagte und vereinbarte Schutz vor betriebsbedingten Kündigungen in Deutschland bis Ende 2029 bleibt davon unberührt.

Neben den Maßnahmen zur Verschlankung einigten sich Daimler und die Arbeitnehmervertreter zudem darauf, weitere Personalkosten zu senken. Dazu wird es unter anderem Angebote an die Belegschaft geben, die wöchentliche Arbeitszeit zu reduzieren. Das Unternehmen wird auslaufende Arbeitsverträge von Zeitarbeitskräften in der Verwaltung nur noch sehr restriktiv verlängern. Ebenso restriktiv werden befristete 40 Stunden-Verträge der Stammbelegschaft zugelassen.

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