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2019 erneutes Rekordjahr für Caravaningbranche und weiter positive Aussicht für 2020

Bildnachweis: Caravaning Industrie Verband e.V. (CIVD)

  

Höhenflug des Caravaning ungebrochen

Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland mehr Reisemobile und Caravans neu zugelassen als jemals zuvor. Das gab der Caravaning Industrie Verband (CIVD) heute auf seiner Jahrespressekonferenz in Stuttgart bekannt. Auch in Europa stiegen die Neuzulassungen von Freizeitfahrzeugen erneut an. Entsprechend gut lief das Exportgeschäft der deutschen Hersteller. Da auch das Geschäft mit gebrauchten Fahrzeugen und Zubehör weiter wuchs, erzielte die Branche mit knapp 11,7 Mrd. Euro das beste Ergebnis ihrer Geschichte. Die Branche blickt daher trotz mancher Unwägbarkeit optimistisch auf 2020.

Die Neuzulassungen von Freizeitfahrzeugen in Deutschland stiegen im vergangenen Jahr um knapp 14 Prozent. Rund 81.000 Fahrzeuge bedeuten einen neuen Rekord. 2019 war bereits das sechste Jahr in Folge, in dem die Branche wuchs.

Caravaning liegt auch in Europa voll im Trend

Der europäische Markt für Freizeitfahrzeuge verbuchte ein Plus von 4 Prozent und erzielte mit über 210.000 Neuzulassungen das zweitbeste Ergebnis seiner Geschichte. Nahezu alle nationalen Märkte lagen im Plus.

Die deutschen Reisemobil- und Caravanhersteller steigerte ihre Produktion 2019 zum sechsten Mal in Folge. Insgesamt verließen knapp 125.000 Fahrzeuge die Werke – mehr als je zuvor. Die Nachfrage ist auch im Ausland weiterhin hoch: über 51.000 Fahrzeuge gingen in den Export. Um diese enorme Nachfrage bedienen zu können, bauen die Hersteller und deren Zulieferer ihre Produktionskapazitäten aus und suchen dazu Fachkräfte, Auszubildende und Quereinsteiger, insbesondere mit technischen und handwerklichen Fertigkeiten.

2019 setzte die deutsche Caravaningbranche knapp 11,7 Milliarden Euro um und erzielte das beste Ergebnis ihrer Geschichte. Der Umsatz stieg um knapp 4 Prozent. Alle drei Geschäftsbereiche – Neufahrzeuge, Gebrauchtfahrzeuge und Zubehör – entwickelten sich positiv. Das vergangene Jahr ist bereits das sechste in Folge, das die Branche mit einem Bestwert abschloss.

Das lässt die deutsche Caravaningindustrie optimistisch auf 2020 blicken. Die Hersteller erwarten eine erneute Steigerung der Absatzzahlen in Deutschland und ein gutes Auslandsgeschäft. Das enorme Potenzial der Urlaubsform belegt auch eine repräsentative Studie der GfK. Das Marktforschungsinstitut hat herausgefunden, dass sich 22 Prozent der Befragten vorstellen können, Urlaub mit Reisemobil oder Caravan zu machen. Das entspricht 14,2 Millionen Erwachsenen in Deutschland. Dabei zeigten sich insbesondere Millennials zwischen 23 und 37 sowie Personen mit überdurchschnittlichem Einkommen als Caravaning-affin.

Gründe für den Megatrend

Doch warum ist Caravaning so beliebt? Es steht für selbstbestimmtes und unabhängiges Reisen und bietet zahlreiche Freizeitmöglichkeiten: von Entspannen über Sport bis Kultur. Damit kommt Urlaub mit Reisemobil und Caravan dem Wunsch von immer mehr Deutschen nach Freiheit und Individualität nach. Auch der Outdoor-Trend trägt zur steigenden Beliebtheit bei. Und die Entwicklung der Fahrzeuge trägt ihren Teil zur Attraktivität der Urlaubsform bei. Die Hersteller bieten kompakte, individuell gestaltbare Modelle, die immer komfortabler und intuitiv bedienbar werden.

Vom Trend zum Caravaning profitiert auch die deutsche Wirtschaft. Eine Studie des Deutschen Wirtschaftswissenschaftlichen Instituts für Fremdenverkehr e. V. (dwif) belegt die steigende ökonomische Bedeutung von Caravaning-Tourismus. Urlauber mit Reisemobil, Caravan oder Zelt bescherten der heimischen Wirtschaft 2018 einen Umsatz von 14 Mrd. Euro. Das sind 11,5 Prozent mehr als vor zwei Jahren. Der Caravaning Industrie Verband fordert von der Politik, die Rahmenbedingungen weiter zu verbessern, um das Potenzial von Caravaning-Tourismus voll auszuschöpfen – vor allem im ländlichen Räumen und strukturschwachen Regionen. Im Zentrum steht dabei der Ausbau der Caravaning-Infrastruktur.

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