MOTORMOBILES

Das Automagazin im Internet

Autoversicherung: Neue Regio­nal­klas­sen für 11 Mil­lio­nen Auto­fah­rer

Besonders gute Schadenbilanzen erreichten Autofahrer in Brandenburg, Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern – Bildnachweis: gettyimages / GDV


2019 ändert sich die Einteilung für rund ein Viertel aller Fahrer

Neben der Pkw-Typklasse zählt die Regionalklasse zu den wichtigsten Merkmalen bei der Beitragsberechnung der Kfz-Versicherung. Wo verursachen Autofahrer viele und teure Schäden, wo kracht es nur selten? Um das herauszufinden, berechnet der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) jedes Jahr die Schadenbilanzen der rund 400 Zulassungsbezirke in Deutschland und teilt die Bezirke in Regionalklassen ein.

Nach der heute in Berlin veröffentlichten unverbindlichen Regionalstatistik des GDV profitieren zukünftig rund 5,4 Millionen Autofahrer in 63 Bezirken von besseren Regionalklassen in der Kfz-Haftpflichtversicherung, rund 5,5 Millionen Fahrer in 55 Bezirken werden heraufgestuft.

In 295 Zulassungsbezirken beziehungsweise für knapp 30 Millionen Kfz-Haftpflichtversicherte bleibt es bei den Regionalklassen des Vorjahres. Grundsätzlich gilt: Je besser die Einstufung in der Regionalklasse, desto günstiger wirkt es sich auf den Versicherungsbeitrag aus. Allerdings lässt sich über eine Veränderung bei der Regionalklasse keine Aussage über die Entwicklung des gesamten Kfz-Versicherungsbeitrages treffen.

Besonders gute Schadenbilanzen erreichten Autofahrer in Brandenburg, Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern. Die bundesweit beste Schadenbilanz in der Kfz-Haftpflichtversicherung errechneten die Statistiker des GDV für die Uckermark in Brandenburg – hier waren die Schäden fast ein Drittel niedriger als im bundesweiten Durchschnitt. Hohe Regionalklassen gelten insbesondere in Großstädten sowie in Teilen Bayerns. Die schlechteste Schadenbilanz hatte Berlin, wo die Schäden rund ein Drittel höher waren als im Bundesdurchschnitt.