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Die Kraft der drei Herzen: BYD Seal U DM-i Design AWD im Test

BYD Seal U-DM-i Design PHEV 18,3 kWh im Fahrbericht - Bildnachweis: MOTORMOBILES

  
Luxus-SUV zum Kampfpreis

Die automobile Weltkarte verschiebt sich im Jahr 2026 spürbar und die einstige Skepsis gegenüber Fahrzeugen aus der Volksrepublik China ist einer realistischen Marktbetrachtung gewichen. Standen chinesische Hersteller vor wenigen Jahren noch für reine Kopien europäischer Designikonen, so agiert Build Your Dreams kurz BYD heute als globaler Taktgeber in der Batterietechnologie. In Deutschland hat sich die Marke fest etabliert und der Ausblick für das Jahr 2026 ist von einer massiven Expansion geprägt. Mit dem Ziel die Marke von 50.000 Neuzulassungen pro Jahr zu knacken und dem Aufbau lokaler Produktionskapazitäten in Europa wird BYD zunehmend zu einem ernstzunehmenden Konkurrenten für Volkswagen, Ford und Toyota. Besonders im Fokus steht dabei der BYD Seal U DM-i in der hochwertigen Design-Ausstattung mit Allradantrieb, der als Brückentechnologie zwischen der alten Verbrennerwelt und der neuen Elektro-Ära fungiert. Wer heute durch deutsche Innenstädte fährt sieht immer häufiger das markante Markenlogo am Heck der wuchtigen SUVs was unterstreicht dass BYD längst kein Exot mehr ist sondern ein integraler Bestandteil des Straßenbildes geworden ist. Das Segment der Mittelklasse-SUVs mit Plug-in-Hybridantrieb und Allrad ist hart umkämpft doch der Seal U schickt sich an durch ein aggressives Preis-Leistungs-Verhältnis und eine technische Finesse zu punkten die man so bisher eher in der Oberklasse vermutete. Der Ausblick für das Jahr 2026 untermauert diesen Anspruch durch den massiven Ausbau des Händlernetzes und die Inbetriebnahme eigener Produktionsstätten auf europäischem Boden, was die Lieferfähigkeit und Servicequalität auf ein neues Niveau gehoben hat. Mitten in diesem spannenden Marktumfeld positioniert sich der BYD Seal U DM-i als technologische Speerspitze der Plug-in-Hybride, wobei insbesondere die Design-Version mit Allradantrieb jene Kunden anspricht, die keine Kompromisse bei Leistung und Traktion eingehen wollen.

BYD Seal U-DM-i Design PHEV 18,3 kWh im Fahrbericht – Bildnachweis: MOTORMOBILES

Die technische Einordnung des Seal U DM-i offenbart die enorme Kompetenz des Konzerns der ursprünglich als Batteriehersteller startete. Während viele europäische Konkurrenten ihre Hybrid-Modelle auf bestehenden Verbrenner-Plattformen aufbauen wurde der Seal U mit einem klaren Fokus auf die elektrische Antriebskomponente entwickelt. Das Kürzel DM-i steht für Dual Mode Intelligent und beschreibt eine Systemarchitektur die primär elektrisch fährt und den Verbrennungsmotor oft nur als Generator nutzt. In der hier getesteten Allradvariante Design paart BYD einen 1,5-Liter-Turbo-Vierzylinder mit zwei Elektromotoren was zu einer beachtlichen Systemleistung von 324 PS führt. Die Konkurrenz wie der Volkswagen Tiguan eHybrid oder der Toyota RAV4 Plug-in müssen sich hier warm anziehen denn BYD liefert eine Leistungsspezifikation die Fahrleistungen ermöglicht die früher reinen Sportmodellen vorbehalten waren. Mit einem maximalen Drehmoment von 550 Newtonmetern sprintet der Koloss in nur 5,9 Sekunden von Null auf Einhundert was für ein Familien-SUV dieser Größenordnung mehr als souverän ist.

BYD Seal U-DM-i Design PHEV 18,3 kWh im Fahrbericht – Bildnachweis: MOTORMOBILES

Wer heute ein Fahrzeug sucht, das den sanften Übergang in die Elektromobilität ohne die Fesseln einer reinen Ladeabhängigkeit ermöglicht, kommt an diesem SUV kaum vorbei. Es ist die Kombination aus gewachsener Markenpräsenz und technologischem Vorsprung in der Batterietechnik, die BYD eine Sonderstellung im hart umkämpften Segment der Mittelklasse-SUVs verschafft hat.

BYD Seal U-DM-i Design PHEV 18,3 kWh im Fahrbericht – Bildnachweis: MOTORMOBILES

Marktsegment und strategische Wettbewerber

Der BYD Seal U DM-i tritt in einem Segment an, das als das Herzstück des europäischen Automobilmarktes gilt. Als Plug-in-Hybrid (PHEV) mit Allradantrieb zielt er direkt auf die Platzhirsche wie den Volkswagen Tiguan eHybrid, den Toyota RAV4 oder den Hyundai Tucson ab. Doch die Zielgruppe ist weit gefasster als nur die klassische Familie mit Platzbedarf. Besonders für Flottenmanager und Fuhrparkverantwortliche ist das Fahrzeug im Jahr 2026 eine hochinteressante Option geworden. Die steuerliche Begünstigung der privaten Nutzung durch die Null-komma-fünf-Prozent-Regelung bleibt ein gewichtiges Argument, das durch die hohe elektrische Reichweite des Seal U untermauert wird. In einem Umfeld, in dem Total Cost of Ownership und Restwertstabilität die entscheidenden Kennzahlen sind, punktet der Chinese durch eine aggressive Preispolitik bei gleichzeitig überkompletter Ausstattung. Während europäische Mitbewerber oft lange Aufpreislisten für Assistenzsysteme oder Komfortfeatures führen, liefert BYD ein Gesamtpaket, das die Kalkulation für Unternehmen deutlich vereinfacht. Privatkunden wiederum schätzen die Sicherheit des Allradantriebs und das Image eines technologisch fortschrittlichen Fahrzeugs, das sich optisch wohltuend vom Einerlei der etablierten Marken abhebt, ohne dabei zu provokant zu wirken.

BYD Seal U-DM-i Design PHEV 18,3 kWh im Fahrbericht – Bildnachweis: MOTORMOBILES

Technische Einordnung und Plattformphilosophie

Unter dem Blech des Seal U DM-i steckt eine Architektur, die den Fokus radikal auf Effizienz und eine Präferenz auf elektrischen Antrieb legt. Das Kürzel DM-i steht für Dual Mode Intelligent und beschreibt ein System, das primär als Elektroauto mit Reichweitenverlängerer fungiert, anstatt wie klassische Hybride einen Verbrenner lediglich zu unterstützen.

BYD Seal U-DM-i Design PHEV 18,3 kWh im Fahrbericht – Bildnachweis: MOTORMOBILES

In der Design-Variante wird dieses Konzept durch einen zweiten Elektromotor an der Hinterachse ergänzt, was eine Systemleistung von insgesamt dreihundertvierundzwanzig PS generiert. Die technische Basis unterscheidet sich grundlegend von herkömmlichen Plattformen, da BYD seine Expertise als Batteriehersteller nutzt, um den Energiespeicher als tragendes Element in die Fahrzeugstruktur zu integrieren. Dies sorgt nicht nur für einen niedrigen Schwerpunkt, sondern verbessert auch die strukturelle Integrität des gesamten Fahrzeugs. Im Vergleich zu reinen Verbrenner-Plattformen, die nachträglich elektrifiziert wurden, profitiert der Seal U von einer Raumausnutzung, die keine Tunnel im Innenraum oder massive Einschränkungen im Kofferraum erfordert. Es ist dieser ganzheitliche Ansatz, der den Wagen technisch von vielen Konkurrenten abhebt, die oft noch mit den Erbtiteln alter Plattformstrategien zu kämpfen haben.

BYD Seal U-DM-i Design PHEV 18,3 kWh im Fahrbericht – Bildnachweis: MOTORMOBILES

Exterieur-Design und optische Präsenz

Das Design des Seal U folgt der sogenannten Ocean-Aesthetics-Sprache, die unter der Leitung des ehemaligen Audi-Designchefs Wolfgang Egger entwickelt wurde. Das Ergebnis ist eine Linienführung, die fließende Bewegungen und organische Formen zitiert, was dem Fahrzeug trotz seiner stattlichen Länge von fast 4,8 Metern eine gewisse Leichtigkeit verleiht. Die Frontpartie wird durch markante LED-Scheinwerfer geprägt, die tief in die Kotflügel ragen und eine unverwechselbare Lichtsignatur erzeugen. In der Design-Ausstattung rollt der Wagen serienmäßig auf 19 Zoll großen Leichtmetallfelgen, die im Windkanal optimiert wurden, um den Luftwiderstand zu minimieren.

BYD Seal U-DM-i Design PHEV 18,3 kWh im Fahrbericht – Bildnachweis: MOTORMOBILES

Ein Blick auf die Details offenbart die Liebe zum Detail, wie den Türgriffen mit dezenten Chrom-Applikationen, die den Premium-Anspruch unterstreichen. Die Torsionssteifigkeit der Karosserie macht sich bereits beim ersten Blick über die kleinen Spaltmaße bemerkbar, was auf eine hochmoderne Fertigung in den BYD-Werken hindeutet. Das Heck wird durch ein durchgehendes Leuchtenband dominiert, das bei Nacht eine breite und sichere Präsenz auf der Autobahn garantiert, ohne dabei ins Kitschige abzugleiten.

BYD Seal U-DM-i Design PHEV 18,3 kWh im Fahrbericht – Bildnachweis: MOTORMOBILES

Qualität und haptische Erlebnisse im Innenraum

Wer den Innenraum des BYD Seal U zum ersten Mal sieht, wird von einer Materialgüte überrascht, die mancherorts die deutsche Premiumkonkurrenz in Bedrängnis bringt. Die Oberflächen sind großflächig mit weichen Soft-Touch-Materialien und veganem Leder bezogen, das sich nicht nur gut anfühlt, sondern auch exzellent verarbeitet ist.

BYD Seal U-DM-i Design PHEV 18,3 kWh im Fahrbericht – Bildnachweis: MOTORMOBILES

Die Nähte sind präzise gesetzt und die Haptik der Bedienelemente vermitteln optisch und haptisch ein hohes Maß an Solidität. Besonderes Augenmerk verdient die Mittelkonsole mit ihrem kristallartigen Wählhebel für die Fahrstufen, der von physischen Tasten für die wichtigsten Fahrfunktionen umgeben ist. Diese haptische Rückmeldung ist im Jahr 2026, in dem viele Hersteller alles in Menüs verstecken, eine wohltuende Abwechslung. Die Geräuschdämmung ist ein weiteres Kapitel, in dem der Seal U glänzt. Doppelt verglaste Seitenscheiben vorne sorgen dafür, dass Wind- und Abrollgeräusche weitgehend draußen bleiben, was die Hochwertigkeit des Fahrerlebnisses massiv steigert. Nichts knarzt oder vibriert, selbst wenn man über schlechte Wegstrecken fährt, was die bereits erwähnte hohe Torsionssteifigkeit des Rahmens im Alltag spürbar macht.

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Raumökonomie und Variabilität

In Sachen Platzverhältnisse spielt das SUV seine Größe voll aus. Dank eines Radstands von 2,77 m genießen die Passagiere auch im Fond eine Kniefreiheit, die normalerweise Fahrzeugen der Oberklasse vorbehalten ist. Auch die Kopffreiheit ist trotz des serienmäßigen Panorama-Glasschiebedachs selbst für großgewachsene Erwachsene mehr als ausreichend.

BYD Seal U-DM-i Design PHEV 18,3 kWh im Fahrbericht – Bildnachweis: MOTORMOBILES

Die Sitzposition vorne ist langstreckentauglich, wobei die Sitze sowohl beheizbar als auch belüftet sind und eine elektrische Verstellung bieten, die eine ergonomisch perfekte Haltung ermöglicht. Der Kofferraum bietet mit vierhundertfünfundzwanzig Litern ein ordentliches Basisvolumen, das sich durch Umlegen der Rückbank auf bis zu 1.440 Liter erweitern lässt. Der Ladeboden ist dabei nahezu eben, was das Beladen mit sperrigen Gütern erleichtert. Die Variabilität wird durch zahlreiche Ablagefächer im Innenraum ergänzt, wobei insbesondere das Fach unter der schwebenden Mittelkonsole reichlich Platz für Taschen oder größere Utensilien bietet. Für Familien ist die einfache Zugänglichkeit der Isofix-Halterungen ein weiteres Plus, das den Alltag mit Kindern spürbar erleichtert.

BYD Seal U-DM-i Design PHEV 18,3 kWh im Fahrbericht – Bildnachweis: MOTORMOBILES

Infotainment und digitale Vernetzung

Das Herzstück der Interaktion zwischen Mensch und Maschine ist ohne Zweifel der gigantische 15,6 Zoll große Touchscreen, der sich auf Knopfdruck elektrisch vom Quer- ins Hochformat drehen lässt. Diese Funktion ist nicht nur ein Show-Effekt, sondern bietet echte Vorteile, etwa bei der Navigation durch enge Innenstädte im Hochformat oder beim Betrachten von Medien im Querformat während der Ladepausen. Das System basiert auf einer Android-Architektur, die eine flüssige Bedienung und performanten Zugriff auf Apps ermöglicht. Die Sprachsteuerung klappt halbwegs präzise und steuert Funktionen wie die Klimaanlage oder das Schiebedach. Konnektivität wird durch kabelloses Android Auto und Apple CarPlay großgeschrieben, wobei zwei induktive Ladeschalen in der Mittelkonsole dafür sorgen, daß den Smartphones nie der Saft ausgeht. Abgerundet wird das digitale Erlebnis durch ein Infinity-Soundsystem mit zehn Lautsprechern, das durch einen klaren Klang und ein kräftiges Fundament überzeugt und jede Fahrt zu einem akustischen Genuß macht. Die dazugehörige BYD-Smartphone-App erlaubt zudem die Vorklimatisierung und Überwachung des Fahrzeugstatus aus der Ferne, was im Winter wie im Sommer ein unverzichtbares Komfortmerkmal darstellt.

BYD Seal U-DM-i Design PHEV 18,3 kWh im Fahrbericht – Bildnachweis: MOTORMOBILES

Antriebsdynamik und Fahrleistungen

Der Antrieb des Seal U DM-i Design AWD ist ein technisches Meisterwerk der Systemintegration. Ein 1,5 Liter großer Turbobenziner arbeitet im Verbund mit zwei Elektromotoren, wobei die Hinterachse exklusiv elektrisch angetrieben wird. Dies ermöglicht einen variablen Allradantrieb, der in Millisekunden die Kraft dorthin schickt, wo sie am meisten gebraucht wird.

BYD Seal U-DM-i Design PHEV 18,3 kWh im Fahrbericht – Bildnachweis: MOTORMOBILES

Der Null-Hundert-Paradesprint gelingt in beeindruckenden 5,9 Sekunden, was für ein SUV dieser Gewichtsklasse eine Ansage ist. Viel wichtiger als die reinen Zahlen ist jedoch die Art der Kraftentfaltung. Der Übergang zwischen rein elektrischem Fahren und dem Zuschalten des Verbrenners erfolgt nahezu unmerklich. Im Hybridmodus wählt das System stets die effizienteste Strategie, was dazu führt, dass man im Stadtverkehr meist rein elektrisch und flüsterleise unterwegs ist. Auf der Autobahn wiederum sorgt der Verbrenner für die nötige Ausdauer und Souveränität bei Überholvorgängen. Die Höchstgeschwindigkeit von 180 Stundenkilometern wird ohne Mühe erreicht.

BYD Seal U-DM-i Design PHEV 18,3 kWh im Fahrbericht – Bildnachweis: MOTORMOBILES

Fahrwerk und Fahrverhalten

Das Fahrwerk des Seal U ist klar auf Komfort getrimmt, ohne dabei schwammig zu wirken. Unebenheiten und Querfugen werden sauber weggebügelt, was den Wagen zum idealen Begleiter für lange Strecken macht. Die Lenkung arbeitet präzise und vermittelt ausreichend Rückmeldung über den Straßenzustand, auch wenn sie insgesamt eher leichtgängig abgestimmt ist, was vor allem beim Rangieren in der Stadt von Vorteil ist. In schnell gefahrenen Kurven zeigt sich die gut ausbalancierte Gewichtsverteilung der Batterie im Fahrzeugboden, die Wankbewegungen effektiv minimiert. Die Bremsanlage packt kräftig zu und läßt sich fein dosieren, wobei die Rekuperation, also die Energierückgewinnung beim Verzögern, in zwei Stufen eingestellt werden kann. Dies ermöglicht es, im Alltag oft auf das Bremspedal zu verzichten, was nicht nur die Effizienz steigert, sondern auch den Bremsenverschleiß reduziert. Insgesamt wirkt das Fahrverhalten sehr erwachsen und sicher, was durch eine Armada an Assistenzsystemen unterstrichen wird, die vom adaptiven Tempomaten bis zum aktiven Spurhalteassistenten alles bieten, was den Fahrer entlastet.

BYD Seal U-DM-i Design PHEV 18,3 kWh im Fahrbericht – Bildnachweis: MOTORMOBILES

Batterietechnologie und Ladecharakteristik

Ein zentraler Punkt des Seal U DM-i ist die Blade-Batterie mit einer Kapazität von 18,3 kWh. Während in der Industrie oft über die Zellchemie NCM, also Nickel-Cobalt-Mangan, diskutiert wird, geht BYD einen eigenen Weg und setzt auf Lithium-Eisenphosphat, kurz LFP. Diese Entscheidung bringt massive Vorteile in der Langlebigkeit und Sicherheit mit sich, da LFP-Batterien als extrem zyklenfest gelten und selbst bei Beschädigungen nicht zum thermischen Durchgehen neigen.

BYD Seal U-DM-i Design PHEV 18,3 kWh im Fahrbericht – Bildnachweis: MOTORMOBILES

Die elektrische Reichweite nach WLTP liegt bei 70 Kilometern, was im realen Alltag für die meisten Pendelstrecken völlig ausreicht. Geladen wird der Akku entweder über den 11 kW-fähigen On-Board-Lader an einer Wallbox in etwa zwei Stunden oder via Gleichstrom-Schnellladung mit bis zu 18 Kilowatt. Letzteres ist für einen Plug-in-Hybriden ein echter Mehrwert, da man so während eines kurzen Einkaufs nennenswert Reichweite nachladen kann. Ein weiteres Highlight ist V2L (Vehicle-to-Load-Funktion), die es ermöglicht, externe elektrische Geräte mit bis zu 3,3 Kilowatt über den Fahrzeugakku zu betreiben, was den Seal U zur mobilen Powerbank für Camping oder Arbeitseinsätze macht.

BYD Seal U-DM-i Design PHEV 18,3 kWh im Fahrbericht – Bildnachweis: MOTORMOBILES

Effizienz und realer Verbrauch

In Sachen Effizienz zeigt der BYD Seal U DM-i zwei Gesichter, die beide zu überzeugen wissen. Im rein elektrischen Betrieb verbraucht das Fahrzeug je nach Fahrweise und Außentemperatur etwa 22 kWh/100 km, was für ein Allrad-SUV dieser Größe ein respektabler Wert ist. Ist der Akku leer gefahren, übernimmt der Hybridmodus die Regie. Hier pendelt sich der Benzinverbrauch im gemischten Betrieb bei etwa 7,5 Litern ein. Wer jedoch das volle Potenzial des PHEV-Systems nutzt und regelmäßig lädt, kann den kombinierten Kraftstoffverbrauch auf Werte unter zwei Litern senken. Die Gesamtreichweite von bis zu 880 Kilometern nimmt jeglichen Druck von der Reiseplanung und macht den Wagen zu einem echten Langstreckenprofi. Für Flottenmanager ist dieser Aspekt besonders wichtig, da er die Flexibilität für die Mitarbeiter garantiert, während gleichzeitig die CO2-Bilanz des Unternehmens durch hohe Elektroanteile im Kurzstreckenbetrieb verbessert wird.

BYD Seal U-DM-i Design PHEV 18,3 kWh im Fahrbericht – Bildnachweis: MOTORMOBILES

Preise, Ausstattungsvarianten und Wirtschaftlichkeit

Die Preisgestaltung von BYD ist gewohnt transparent und kundenfreundlich. Der Seal U DM-i in der Design-Ausstattung wird für rund 46.000 Euro angeboten, was angesichts der gebotenen Leistung und der schieren Fülle an Serienausstattung ein echter Kampfpreis ist. Es gibt praktisch keine Aufpreisliste, da Merkmale wie das Head-up-Display, das Panoramadach, die belüfteten Sitze und das umfassende Paket an Fahrassistenten bereits im Grundpreis enthalten sind. Lediglich bei der Lackierung und der Innenraumfarbe können Kunden noch individuelle Akzente setzen. Im Vergleich zu europäischen Wettbewerbern, die bei ähnlicher Ausstattung oft jenseits der sechzigtausend Euro liegen, bietet der Seal U einen Preisvorteil, der kaum zu ignorieren ist. Hinzu kommt die umfangreiche Herstellergarantie von 6 Jahren oder 150.000 Kilometern, die das Vertrauen in die Marke untermauert und die Unterhaltskosten kalkulierbar macht. Für gewerbliche Kunden ist die steuerliche Einstufung das Zünglein an der Waage, das den Seal U oft zur wirtschaftlichsten Wahl im Fuhrpark macht.

Technische Daten BYD Seal U-DM-i Design PHEV 18,3 kWh 2026
Hersteller:BYD
Karosserie:Kompakt-SUV fünfsitzig
Luftwiderstandsbeiwert (cW):0,34
Motor:Plug-in Hybrid (PHEV)
Getriebe:1-stufig (automatisch)
AntriebAllradantrieb
Batterie: LFP (Lithium Eisenphosphat)
Leistung Elektromotoren:Vorne: 150 kW Hinten: 250 kW
Drehmoment Elektromotoren:Vorne: 300 Nm Hinten: 250 nM
Leistung des Verbrennungsmotor:96 kW
Drehmoment Verbrennungsmotor:220 Nm
Drehzahl bei maximaler Leistung:5.200 U/min
Maximale Gesamtleistung des Systems:238 kW
Maximales Gesamtdrehmoment des Systems:550 nM
Batterie-Kapazität:18,3 kWh
Batterie-Nennspannung:339,2 V
Zell-Chemie:LFP
AC Ladegeschwindigkeit: 11 kW (Onboardlader dreiphasig)
DC Ladegeschwindigkeit: 18 kW
AC-Ladezeit (11 kW-Ladegerät 3-phasig) 15 - 100 %120 Min
DC Ladezeit SoC 30 bis 80%35 Min
Elektrische Reichweite - kombiniert (km):70 km
Gesamtreichweite - kombiniert (km):870 km
Beschleunigung von 0 auf 100 km/h:5,9 s
Höchstgeschwindigkeit:180 km/h
Stromverbrauch (WLTP):23,5 kWh / 100 km
Verbrauch kombiniert (WLTP):7,4 l / 100 km
Verbrauch gewichtet kombiniert (WLTP):1,2 l / 100 km
Abgasnorm:Euro 6e
Tankinhalt:60 Liter
Kofferraum:425 bis 1.440 Liter
Leergewicht:2.100 kg
Min. Wendekreis: 5,5 m
Räder:19 Zoll
Max. Dachlast: 75 kg
Länge/Breite/Höhe/Radstand:4.775/2.085/1.670/2.765 mm
Testwagenpreis (Design):45.990 Euro
Testwagenpreis (Design) nach maximaler Förderung:36.390 Euro


Fazit: Ein Reifegrad, der aufhorchen lässt

Der BYD Seal U DM-i Design AWD beweist eindrucksvoll, daß chinesische Fahrzeughersteller im Jahr 2026 nicht mehr nur über den Preis, sondern mittlerweile auch durch technologische Reife und Qualität zu überzeugen wissen, die keinen Vergleich scheuen muss. Das Fahrzeug ist ein harmonisches Gesamtpaket für alle, die Platz, Komfort und modernste Technik suchen, ohne dabei auf die Sicherheit eines Allradantriebs und die Flexibilität eines Hybrids verzichten zu wollen. Die Blade-Batterie verspricht Sicherheit und Langlebigkeit, während das Infotainment und die UX-Gestaltung zeigen, wie modern digitale Interaktion im Auto heute aussehen kann. Wer bereit ist, über den Tellerrand der etablierten Marken hinauszuschauen, findet im Seal U ein SUV, das in nahezu allen Disziplinen punktet und das Potenzial hat, die Rangordnung in der gehobenen Mittelklasse nachhaltig zu verschieben. China kann nicht nur Massenware, sondern auch anspruchsvolle Qualität mit einem Antrieb, der die Brücke in die Zukunft schlägt.

BYD Seal U-DM-i Design PHEV 18,3 kWh 2026