Die letzte Meile per Ducktrain – im Entenschritt marsch

  

Startup aus Aachen zeigt neue Lösung für urbane Lieferverkehre 


3,5 Milliarden Post- und Paketlieferungen jedes Jahr. Tendenz massiv steigend. Dieses Mengengerüst überfordert zuweilen die Infrastruktur vieler Innenstädte. Der immer noch exponentiell wachsende Onlinehandel und das Gedränge auf der sogenannten letzten Meile der Anlieferung beschäftigt Verkehrsplaner, Politiker und Unternehmen gleichermaßen. Das Aachener Startup Ducktrain der DroidDrive GmbH zeigt einen Lösungsbaustein für eine zukunftsorientierte urbane Logistik. Mit dem Ducktrain kündigt sich eine weitere vielversprechende Innovation aus der Innovations- und Kaderschmiede aus dem Umfeld der RWTH Aachen an.

Flexible Koppelung zu ganzen Zügen mit dem benötigten Ladevolumen

 

Das teilautonome Lieferkonzept von Drucktrain kombiniert autonome Fahrzeuge mit einem menschlichen Zusteller und bildet dabei einen halbautonomen Routen-Zug. Das Konzept eignet sich nicht nur für Post- und Paketlieferungen. Auch Speditions-Anwendungen sind möglich. Ein Ducktrain kombiniert bis zu vier palettentaugliche Kleinfahrzeuge mit eigener Batterie und Elektroantrieb. Diese koppeln sich untereinander und mit einer Führungsperson an der Spitze durch ein optisches System. Bis zu vier autonome Fahrzeuge folgen so ihrem Bediener durch die Stadt. Das Transportvolumen eines solchen Ducktrains liegt je nach Anzahl der Fahrzeuge bei zwei bis acht Kubikmetern. 

Das neue Fahrzeugkonzept ermöglicht durch eine zielgerichtete Automatisierung die Elektrifizierung des Antriebsstrangs wirtschaftlich zu gestalten. Der elektrische Antriebsstrang trägt zudem zur Emissionsreduktion des Verkehrssektors bei, während die Automatisierung die Wirtschaftlichkeit der Prozesse sicherstellt. Der Entwicklungsfokus für das neue Fahrzeugkonzept lag darauf, ein Produkt zu entwickeln, das einfach und emissionsfrei zu fertigen sei – sowie sich robust und kundenorientiert zu bewegen vermag. Zudem bietet Ducktrain eine hohe Prozesseffizienz, denn jeder „Duck“ ist extrem manövrierfähig und kann direkt vor die Haustür des Kunden fahren: Kein Parken in zweiter Reihe, keine Barrieren durch Poller in der Stadt, flexible Koppelung zu ganzen Zügen mit dem benötigten Ladevolumen. So können die Kosten pro Sendung auf der letzten Meile reduziert werden. Außerdem vermindert Ducktrain das Verkehrsaufkommen denn große Transporter werden durch den Einsatz des Ducktrains nicht mehr benötigt.