Kia EV4 GT-Line Limousine - Bildnachweis: Kia
Vielseitige Elektromobilität in Limousine und Schrägheckmodell
Mit der Vorstellung des Kia EV4 erweitert die Marke ihre Elektrofahrzeugpalette und setzt neue Maßstäbe in der Mittelklasse.

Das Modell ist sowohl als Limousine als auch als Schrägheckvariante erhältlich und bietet fortschrittliche Technik, hohe Reichweiten und moderne Fahrerassistenzsysteme. Ergänzend dazu wurde auf dem Kia EV Day 2025 auch die Konzeptstudie EV2 präsentiert, ein kompakter B-Segment-Crossover, der die urbane Mobilität neu definieren soll.

Design und Aerodynamik
Das Design des Kia EV4 folgt der Markenphilosophie „Opposites United“ und kombiniert eine niedrige Front mit einer lang gestreckten Silhouette. Die vertikal ausgerichteten Scheinwerfer und das „Tigergesicht“ prägen die Frontansicht, während die breite Karosserie und das flache Heck einen modernen und dynamischen Auftritt garantieren. Mit einem cW-Wert von 0,23 ist die Limousinen-Version besonders aerodynamisch und trägt so zur hohen Effizienz bei.

Antrieb und Reichweite
Der Kia EV4 basiert auf der 400-Volt-Version der E-GMP-Plattform und wird mit zwei Batterievarianten angeboten: einer 58,3-kWh-Standardbatterie und einem 81,4-kWh-Langstreckenakku. Der 150 kW (204 PS) starke Elektromotor ermöglicht eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 7,4 bis 7,7 Sekunden, abhängig von der gewählten Batteriegröße.

Die maximale Reichweite beträgt bis zu 630 Kilometer (nach WLTP, mit Langstreckenbatterie und 17-Zoll-Rädern). Die Schrägheckversion bietet eine Reichweite von bis zu 590 Kilometern. An einer Schnellladestation kann der Akku in nur 31 Minuten von 10 auf 80 Prozent geladen werden. Zudem ist das Fahrzeug für bidirektionales Laden (Vehicle-to-Load, V2L) sowie für die zukünftige Integration in das Stromnetz (Vehicle-to-Grid, V2G) vorbereitet.

Fahrwerk und Fahrkomfort
Das Fahrwerk des EV4 wurde für ein optimales Gleichgewicht zwischen Komfort und Fahrdynamik konzipiert.

Eine MacPherson-Vorderachse und eine Multilink-Hinterachse mit der dritten Generation frequenzselektiver „SFD3“-Ventile sorgen für eine Reduzierung von Geräuschen und Vibrationen. Die verstärkte Karosseriestruktur verbessert die Kurvenstabilität, während die Auswirkungen von Fahrbahnunebenheiten auf die Lenkung um bis zu 50 Prozent reduziert wurden.

Innenraum und Konnektivität
Das Interieur des EV4 kombiniert moderne Technik mit hohem Komfort. Highlights sind der digitale Autoschlüssel (Digital Key 2.0), das Infotainmentsystem ccNC mit einem 31,2 cm (12,3 Zoll) großen Touchscreen und Over-the-Air-Updates. Ein weiteres Feature ist Vehicle Smart TV, das Streaming-Dienste wie YouTube, Netflix und Disney+ unterstützt. Für ein immersives Klangerlebnis sorgt ein Harman/Kardon-Soundsystem mit acht Lautsprechern.

Zusätzlich bietet das Fahrzeug innovative Ablage- und Stauraumlösungen, darunter eine drehbare Armlehne und eine ausziehbare Ablagefläche in der Mittelkonsole. Die Ambientebeleuchtung und „Relaxation“-Sitze tragen zu einer angenehmen Atmosphäre bei.

Fahrerassistenz und Sicherheit
Der Kia EV4 ist mit einer umfangreichen Palette an Fahrerassistenzsystemen ausgestattet, darunter:
- Autobahnassistent 2.0 mit Spurwechselunterstützung
- Frontkollisionswarner 2.0 mit Quer- und Gegenverkehrerkennung
- Navigationsbasierte adaptive Geschwindigkeitsregelanlage 2.0 mit Stop-and-go-Funktion
- Totwinkelassistent mit Monitoranzeige
- Fernbedienbarer Parkassistent
- 360-Grad-Kamera und Head-up-Display (12 Zoll)
Zusätzlich sorgt eine hochstabile Karosseriestruktur für größtmöglichen Insassenschutz. Kia strebt Bestnoten in europäischen und US-amerikanischen Sicherheitstests wie Euro NCAP und IIHS an.

Preise und Markteinführung
Der Kia EV4 wird in Korea produziert, das Schrägheckmodell hingegen in Europa. Die Markteinführung der Limousine erfolgt im März 2025 in Korea, während das Schrägheckmodell in der zweiten Jahreshälfte folgt. Preise wurden noch nicht offiziell bestätigt, jedoch wird das Modell voraussichtlich unterhalb des Kia EV6 positioniert sein.

Ähnliche Berichte
Schönes Nashorn: KGM Musso EV gewinnt Red Dot Award
Venus und Earth statt Ziffern: Wie Hyundai die Elektromobilität im Reich der Mitte neu ordnet
Weltpremiere: Der Cupra Raval stellt sich der 25.000-Euro-Herausforderung, um spanische Schärfe für den Massenmarkt zu ermöglichen