Extrem schneller Nippon-Renner: Honda Civic Type R mit perfektioniertem Frontantrieb im Test

5. Januar 2019 22:44 Autor:
Japanischer GTI: Im Test der neue Honda Civic Type R mit 320 PS – Bildnachweis: MOTORMOBILES

Ein Breitensportler mit Fahrdynamik die begeistert?

Die Vorgängergeneration des Honda Civic Type R kam im Spätsommer 2015 auf den Markt. Nach etwas über 2 Jahren Bauzeit erhielt der intern FK2 genannte Type R bereits einen erheblich nachgeschärften und würdigen Nachfolger. Den Antrieb übernimmt wie schon beim Vorgänger der bewährte Zweiliter-Vierzylinder-Turbo. Geschaltet wird über ein manuelles Sechsgang-Getriebe. Die 320 PS und 400 Nm Drehmoment werden ausschließlich auf die Vorderräder geleitet. Wir haben den neuen Civic Typ R in der gehobenen GT-Ausstattung einem ausführlichen Fahrbericht unterzogen.

Design

Die Optik des Autos ist japanisch verwegen. Dies dürfte nicht jedem Mitteleuropäer auf den ersten Blick zusagen. Das Design hat hier aber auch eine Funktion. Alle Linien, alle aerodynamischen Details vereinen sich, um die optimale Luftzirkulation, maximalen Anpressdruck und verbessertes Handling sowie höchste Stabilität bei hohen Geschwindigkeiten zu garantieren.

Honda Civic Type R 320 PS
Am Heck präsentiert sich der Civic Type R kräftig bespoilert - Bildnachweis: MOTORMOBILES
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Sportliches Flair im Innenraum

Das Interieur präsentiert sich mit schwarzen Dachhimmel, Zierleisten im Carbonlook und viel Alcantara. Beim problemlosen Einstieg fällt man regelrecht in die rot-schwarzen Sportsitze. Die in knallrotem Alcantara und grobem Netzgewebe gehüllten Sportsitze schmiegen sich hervorragend an die Statur von Fahrer und Beifahrer und gewähren auch bei hohen Tempi einen stabilen Seitenhalt. Die Sitze im Fond punkten ebenfalls mit angenehmer Konturierung. Die serienmäßigen Sportsitze bieten  den Oberschenkeln ordentlichen Halt und erweisen sich auch auf längeren Strecken als ausreichend bequem – selbst für größere Personen. Die Sitze ähneln zwar denen des Vorgängers, sind aber komplett neu konstruiert und sollen laut Honda zu einer Gewichteinsparung von rund zehn Kilogramm beitragen. Um ganze fünf Zentimeter hat Honda die Sitzhöhe des neuen Type R tiefer positioniert. Fahrer und Beifahrer sitzen damit eine ganze Etage tiefer als im Vorgänger. Der Schwerpunkt sank im Vergleich zum FK2 um 3,4 Zentimeter.

Die in knallrotem Alcantara und grobem Netzgewebe gehüllten Sportsitze schmiegen sich hervorragend an die Statur von Fahrer und Beifahrer und gewähren auch bei hohen Tempi einen stabilen Seitenhalt – Bildnachweis: MOTORMOBILES

Das Lenkrad ist in der Höhe und der Weite einstellbar, sodass sich eine geeignete Sitzposition schnell einstellen läßt. Das umstrittene Etagen-Cockpit der Vorgänger-Generation des Type R hat Honda abgeschafft. Die Geschwindigkeit wird auch im Topmodell digital mittig im Tacho angezeigt – so wie wir es von der zivilen Version des Honda Civic kennen. Insgesamt wirft das Cockpit keine Fragen auf. Zur Rechten des Fahrers befindet sich der kurze Schaltstummel des manuellen Sechsganggetriebes, das jetzt um eine Drehzahlanpassung ergänzt wurde. Der Alu-Schaltknauf liegt sehr gut in der Hand und die Schaltwege sind angenehm kurz. Die manuelle Handbremse hat Honda gegen eine elektronische Parkbremse getauscht. Haptik und Materialanmutung sind durchweg gut, wobei Honda an vielen Stellen immer noch recht viele kratzempfindliche Oberflächen aus Hartplastik verbaut. Die Materialgüte ist zwar hochwertig aber nicht bis ins Detail perfekt. Vor allem bei der Passgenauigkeit ist noch Luft nach oben. Der mittig im Armaturenbrett platzierte Sieben-Zoll-Touchscreen hat uns gut gefallen. Aber softwareseitig dürfte eine entschlackte Menüstruktur und etwas größere Tastfelder im Radiobereich für eine bessere Bedienbarkeit und Ergonomie sorgen. Nicht gefallen und nicht mehr zeitgemäß ist das ungenügend performante Navigationssystem. Sehr gut klappt mittlerweile die Konnektivität zum Smartphone via Aple CarPlay und Android Auto.

Sitze und Türtafeln sind mit Alcantara bezogen. Der Mikrofaserstoff fühlt sich nicht nur gut an, sondern unterstreicht auch die sportliche Ausrichtung des Kompaktsportlers. Im Übrigen erweist sich der Type R auch im Alltag als absolut praxis- und familientauglich. Im Normalzustand gehört der Civic zu den Kompaktautos mit den geräumigsten Innenräumen – eine Qualität, die sich das Topmodell trotz stämmig aussehender und Seitenhalt-optimierter Schalensitze bewahrt hat. Im Fond stimmen sowohl die Knie- als auch die Kopffreiheit. Der Kofferraum fasst 420 Liter und damit 40 mehr als der Statthalter Golf aus Wolfsburg. Umgeklappt läßt sich das Kofferaumvolumen über die asymmetrisch geteilte Rücksitzbank auf bis 786 Liter (gemessen bis Fensterunterkante) vergrößern.

Honda Civic Typ R erzielt Rundenrekord in Spa-Francorchamps – offizielles VBOX-Footagematerial – Werksvideo von Honda/Youtube


Motor

Den Antrieb übernimmt der 2.0-Liter-Vtec-Turbomotor. Mit seinen 320 PS stemmt er ein Drehmoment von 400 Nm auf die kurbelwelle. Leistung und Drehmoment stehen stets präsent auf Abruf bereit und sorgen für einen gewaltigen Adrenalinschub. Hierzu trägt nicht zuletzt sein kraftvoller Sound aus seinem Dreirohrauspuff bei. Die dicken Rohre sind im Übrigen nicht dazu da, möglichst viel Lärm zu machen, sondern dienen dazu einen Rückstau zu verhindern und die Abgase möglichst zügig abzutransportieren.

Auf die Vorderachse wirken rekordverdächtige 320 PS und beachtlichen 400 Nm Drehmoment. Übertragen wird die Kraft ausschliesslich auf die Vorderachse. Eine Kombination von Frontmotor und Frontantrieb galt in der Leistungskategorie bisher als kritisch. Zu häufig gingen derartige Leistungslevel mit unschönen Begleiterscheinungen wie das typische Schlagen des Lenkrades, das Hüpfen der Vorderräder als Folge der Kombination aus Antriebs- und Lenkkräften sowie eine Tendenz zum gefährlichen Untersteuern einher. Von alledem merkt man beim Honda verdammt wenig. Den Ingenieuren gelang es die meisten Probleme zu beheben. Meist missfällt bei hochgezüchteten Frontantrieblern immer irgendein Aspekt der Antriebseinheit. Entweder ist die Lenkung völlig überfordert oder das Getriebe zu ruppig, oder es ist das Gesamtkonzept bzw. deren Kompomenten nicht stimmig aufeinander abgestimmt. Beim Honda Civic Type R gelang den Japanern allerdings eine weitgehend perfekt Komposition. Und so ist es auch kein Zufall dass der Type R völlig zu recht den aktuellen Rekord des schnellsten Fronttrieblers auf der Nürburgring-Nordschleife inne hat. Den Null-Hundert-Paradesprint erledigt der Type R in 5,8 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei nicht abgeregelten 272 km/h.

Die Kraft wird über ein manuelles Getriebe übertragen. Eine Doppelkupplung oder eine Automatik den Beschleunigungswert von 5,7 Sekunden auf Tempo 100 wohl verkürzen, dem Fahrspaß wäre das nicht zuträglich. Der Motor fühlt sich überall wohl, untertourig-schaltfaules Cruisen hat er ebenso drauf wie vehementes Ausdrehen. Das geht bei diesem Turbotriebwerk in der Klaviatur hoch bis 7.000 Touren. Die hohen Umdrehungszahlen stellen für den Type R keine Qual dar, so vehement  und wohlwollend dreht er bin die oberen Regionen hoch. Während mancher hochgezüchtete Vierzylinder mit Aufladung im Turboloch erst gar nichts und darüber hinaus alles anbieten, entfaltet der Zweiliter-Benziner des Type R seine Kraft früh und sehr homogen. Bereits im niedertourigen Bereich überzeugt der Civic mit genügend Kraftreserven. Ab 2.500 Umdrehungen liegt dann soviel Ladedruck an, dass es richtig vehement vorangeht. , dass der Digitaltacho kaum mit dem Zählen hinterherkommt.

Das Kapitel Verbrauch ist breit gespreizt: Beim gemütlichen Cruisen hält sich auch die Tankrechnung im Rahmen. Dann genehmigt sich der Civic bei ruhiger Fahrt mit gemäßigtem Tempo unterhalb Richtgeschwindigkeit gerade mal 9 Liter/100km. Getreu dem Motto „Turbo läuft, Turbo säuft“ steigt der Verbrauch je nach Fahrweise und abgerufener Fahrleistung entsprechend an. Bei schneller Fahrt steigt der Verbrauch wie nicht anders zu erwarten schnell deutlich ins zweistellige. Wer es richtig fliegen lässt, schafft auch Verbräuche deutlich oberhalb 15 Liter.

Die Bremsen von Brembo liefern angemessene Verzögerungen

Ein weiterer Punkt, der für den neuen Type R spricht, sind die großen rot lackierten Festsattelbremsen von Brembo, die sich hinter den gewaltigen Leichtmetallrädern in 20 Zoll verbergen.

Vier Kolben beißen sich an der Vorderachse in 35 Zentimeter große Scheiben und zeigen auch nach mehreren Vollbremsungen keine spürbaren Ermüdungserscheinungen.

An der Vorderachse befinden sich 35 Zentimeter große Bremsscheiben. Die Bremse von Brembo zeigt auch nach mehreren Vollbremsungen keine spürbaren Ermüdungserscheinungen – Bildnachweis: MOTORMOBILES

 

Fahreigenschaften: Ein unglaublich gutes Fahrwerk

Der größte Pluspunkt – im Vergleich zum ohnehin schon sehr sportlichen Vorgänger – dürfte das adaptive Fahrwerk sein. Dies merkt man in jeder Fahrsituation. Auch auf schlechten Fahrbahnen im Sportmodus keine übertriebene Härte einhergehend mit unangenehmem Rütteln, Schlagen oder oder sogar Holpern. Erstmals bietet Honda auch einen „Komfort“-Modus an. Die breitere Spreizung der Dämpfer lässt einerseits einen noch sportlicheren „+R“-Modus und einen ausgewogenen „Sport“-Modus zu.

Der Type R  überrascht sogar bei Nässe mit überragender Traktion. Dem Sperrdifferenzial sei Dank. Zwar ist bei Nässe ein zurückhaltender Gasfuss gefragt, wenn 320 PS an den Vorderrädern zerren. Die Kraft lässt sich dann nicht komplett auf den Fahruntergrund bringen. Ansonsten zeigt er sich der Wagen im Alltag stets gut beherrschbar. Die vorderen McPherson-Federbeine wurden für den neuen Civic Type R in der Geometrie überarbeitet, um das Lenkdrehmoment und damit zusammenhängenden Lenkkräfte zu reduzieren. An der Hinterachse sorgt die neue Multi-Link-Anordnung durch steifere Querlenker für eine weitere Optimierung. Alles in allem bietet der Type R ein sportliches und sicheres Handling bei einer unglaublichen Performance.

Wahre Sportlichkeit zeigt sich in der Kurve

Das Fahrzeug läßt sich problemlos selbst im Alltag im Sport-Modus bewegen. Viel beeindruckender als die Längs- ist die Querdynamik im bisher stärksten Civic aller Zeiten. Das wahre Talent zeigt der Type R in der Kurve, und dort präsentiert sich der Kompaktsportler von einer unglaublich gut beherrschbaren Seite. Wer sein fahrdynamisches Limit ausreizen möchte, sollte dies dennoch auf der Rennstrecke tun. In der Sporteinstellung ist er noch exakter, noch direkter, bietet mit seiner Lenkung, die ihre Übersetzung in Kurven variabel anpasst, jederzeit die Möglichkeit, die Linie zu korrigieren und das Auto regelrecht in die Kurve hineinzuziehen.

 Im „R-Modus“ mutig auf dem Gas zeigt sich der Civic im wahrsten Sinne des Wortes als Kurvenräuber. Dieses Fahrzeug lenkt bereits im Komfortmodus exakt ein. Das Haftungsvermögen ist beeidruckend. Der Wagen klebt förmlich an der gewählten Ideallinie. Und dies sogar, wenn in der Kurve das Tempo erhöht wird. Dabei ist der Wagen immer einen Tick schneller, als man es für möglich gehalten hätte. Das gefürchtete Untersteuern, also das unerwünschte Schieben der Vorderräder zum Kurvenaußenrand, eine normale Reaktion vieler frontgetriebener Fahrzeuge in solchen Situationen, ist dem Typ R völlig fremd.

Ihre eindrucksvollen sportlichen Fähigkeiten zeigt die Rennversion des Honda Civic vor allem in engen Kurven. Die intelligenten Dämpfungssysteme ermöglichen dem Type R höchst beeindruckende Kurvengeschwindigkeiten. Eigentlich fühlte es sich noch nicht einmal so an, als würden wir in einem Auto mit Frontantrieb sitzen. Sollte den Fahrer doch der Mut verlassen und das Gaspedal in der Kurve lupfen, merkt wie das Heck gutmütig ganz geringfügig über den Lastwechsel eindreht, ohne dass der Civic dabei instabil wird. Der gewaltige Spoiler und Finnen sind eben doch nicht nur Show, sondern kommt eine wichtige Bedeutung zu. Das harte Sportfahrwerk mit Mehrlenker-Radaufhängung an der Hinterachse und die riesigen 20-Zöller bieten Grip ohne Ende.

Es gibt nur wenige Fahrzeuge die so viel Sicherheit vermitteln und dabei trotzdem extrem sicher auch um engste Kurven zu fahren vermögen. Hier gelingt Honda eine Glanzleistung. Die zuständigen Ingenieure haben mit der Hinterachse einen Top-Job abgeliefert.

Gut gefallen haben uns die direkte Lenkung, das sportliche Fahrwerk und der Handschalter, der durchaus auch aus einem viel teureren Sportwagen hätte stammen könnte. Der kurze, perfekt erreichbare Schaltknüppel erfordert etwas Kraftaufwand – ist dafür aber durch eine ultrakurze Gasse geführt. Und auch hier hat Honda mitgedacht: Die Fahrzeugelektronik gleicht beim Herunterschalten mit einem kurzen Zwischengasstoß die Drehzahl an. Diese manuelle Sechs-Gang-Box ist unter sportlichen Gesichtspunkten ein Traum von einem Getriebe. Eine Automatik dürfte die Zielgruppe des Honda Civic Typ R hier nicht vermissen.

 

Technische Daten Honda Civic Typ R GT 2.0 Vtec Turbo 320 PS 6-gang-Schaltgetriebe
Hersteller:Honda
Karosserie:Kompaktklasse
Motor:Vierzylinder Turboi 16V mit variabler Ventilsteuerung (Vtec) mit Start/Stopp
Getriebe:7-Gang DSG
Antrieb:Frontantrieb
Hubraum:1.966 ccm
Emissionsklasse:Euro 6
Leistung:235 kW (320 PS) bei 6.500 U/min
Drehmoment:400 Nm bei 2.500 - 4.500 U/min
Von 0 auf 100:5,8 s
Höchstgeschwindigkeit:272 km/h (nicht abgeregelt)
Kombinierter Verbrauch (ECE):7,7 Liter
CO2-Ausstoß176 g/km
Kraftstoff:Benzin
Wendekreis:11,8 Meter
Kofferraum:420 - 786 Liter
Tankinhalt:46 Liter
Leergewicht:1.380 kg
Länge/Breite/Höhe/Radstand:4.557/1.877/1.434/2.699 mm
Grundpreis Testwagen:39.490 Euro

Preise und Extras

Die Preisliste für den Type R beginnt bei 36.490 Euro für die bereits realtiv gut ausgestattete Basisversion. Die von uns gefahrene GT-Version fährt mit nahezu Vollausstattung ab 39.490 Euro vor. Viel Geld für einen Kompaktwagen, aber geradezu unverschämt günstig  für einen Kompaktsportler dieses Kalibers. Wie günstig, zeigt ein Blick auf die mehr als 300 PS starke, jedoch mehrheitlich vierradgetriebene Konkurrenz. Der ebenfalls üppig bestückte Ford Focus RS kostet mindestens 40.675 Euro. Dies ist preislich genau genau auf dem Niveau des bei der Ausstattung knausernden VW Golf R. Ein Audi S3 Sportback, der BMW M140i mit Hinterradantrieb und der Mercedes-AMG A 45 gehen bereits mit der 50.000-Euro-Marke auf Tuchfühlung. Aber es sind nicht nur die Anschaffungslkosten zu betrachten. Dass die Versicherungs- und Spritkosten sich vom üblichen Niveau der Kompaktklasse entfernen, dürfte keine große Überraschung sein. So bleibt die Krawalloptik als verbleibendes Manko des Honda Civic Type R letztlich soetwas wie eine  Geschmackssache. Der Japaner punktet v.a. mit langen Garantiefristen. Allerdings nur auf bestimmte Bauteile gewährt man den Kunden bei Honda nicht nur drei, sondern sogar zehn Jahre Garantie.

 

Fazit: Überragende Fahrdynamik plus viele praktische Qualitäten

Mit dem neues Honda Civic Type R präsentieren die Japaner ihr breitensportliches Aushängeschild. Es ist den Entwicklern erstaunlich gut gelungen, die konstruktionsbedingten Nachteile des Frontantriebs zu minimieren. Der Civic Type R ist der aktuell potenteste Serien-Fronttriebler im Markt und stellt damit momentan nicht weniger als den Benchmark im Segment der frontgetrieben Kompaktsportler. Genaugenommen hinkt der Vergleich: Der Civic Type R tritt fahrdynamisch nicht gegen Focus ST und Golf GTI, sondern eine Klasse höher an. Als direkte Wettbewerber dürften eher der Focus RS und Golf R anzusehen sein. Auf der Rennstrecke sind sie dem Honda trotz Allrad unterlegen. Der Preis des Civic Type R ist eine echte Kampfansage: Für weniger als 40.000 Euro erhält der Käufer einen kompromißlos ausgelegten Kompaktsportler mit Vollausstattung. Dieses Auto fühlt sich nebenbei gesagt noch viel schneller an, als nackte Zahlen es zu vermitteln vermögen. Besonders beeindruckend empfanden wir nicht nur die Schnelligkeit des Honda Civic Typ R, sondern auch seine kultivierte Ausgewogenheit. Und endlich polarisiert ein Sportwagen auch mal wieder optisch. Wenn der Heckspolier etwas dezenter ausfallen würde, könnte der Absatz in Europa vermutlich noch deutlich größer ausfallen. Der wild verspoilerte Type R wurde während unserer Testfahrten zumindest mehr Aufmerksamkeit zuteil, als so manchem Produkt aus Zuffenhausen.

Honda Civic Type R GT 2.0 Vtec Turbo 235 kW / 320 PS
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