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Stuttgart macht den Anfang
Ab dem kommenden Jahr werden in Stuttgart besonders belastete Straßen für viele Diesel gesperrt, die nicht die Abgasnorm Euro 6 erfüllen. Dies hat am Dienstag die grün-schwarze Landesregierung beschlossen. Baden-Württembergs Landeshauptstadt ist berüchtigt für ihre miserable Luftqualität. Mit der Ankündigung des Fahrverbots greift die Landesregierung einem drohenden Gerichtsbeschluss zur Verhängung von Fahrverboten vor. Nach Oslo und Paris ist Stuttgart nnun bereits die dritte Stadt in Europa mit einem entsprechendem Fahrverbot.
Das Instrument des Feinstaubalarms, das Stuttgart im Januar 2016 erstmals eingeführt hat, habe sich bewährt. Der OB sagte: „Der Feinstaubalarm ist ein taugliches Mittel, so verlässlich wie möglich Tage mit erwartbar hoher Schadstoffbelastung vorherzusagen.“ Damit sei klar, dass verkehrsbeschränkende Maßnahmen nicht dauerhaft kommen, sondern nur an Tagen mit Feinstaubalarm, im Wesentlichen gültig für den Stuttgarter Talkessel und auch nur für Dieselfahrzeuge schlechter als Euro 6.
Nach Stuttgart dürften weitere Städte folgen
Nach wie vor falle es vielen Autofahrern schwer, bei Feinstaubalarm auf ihr Auto zu verzichten, so Kuhn. Doch jeder, egal ob Stuttgarter oder Pendler aus der Metropolregion, wisse nun, was für Verkehrsbeschränkungen ab 2018 kommen können. Bei Fahrverboten in Stuttgart dürfte es nicht bleiben. Gerichtsentscheidungen könnten schon bald Einfahrtsverbote für Autos mit Verbrennungsmotoren in weiteren deutschen Innenstädten herbeiführen. Düsseldorf, Frankfurt, München, Berlin – überall ziehen Anwohner von Hauptverkehrsstraßen und Umweltverbände mit guten Erfolgsaussichten vor Gericht.

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