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Frost & Sullivan Mobility Team: Selbstlernende künstliche Intelligenz beschleunigt die Entwicklung autonomer Fahrzeuge und transformiert die gesamte Automobilindustrie

Bild: Frost & Sullivan

 

IT-Unternehmen werden voraussichtlich zu den neuen Tier-1 Automobilzulieferern

Deep Learning kann die Zukunft selbstfahrender Fahrzeuge verändern, indem es die Entwicklung massiv beschleunigt, prognostiziert das Frost & Sullivan Mobility Team

Selbstlernende künstliche Intelligenz (engl. artificial intelligence, AI) in Autos ist der Schlüssel, der das volle Potenzial von autonomen Fahrzeugen freisetzt und den Wert für Endnutzer durch virtuelle Assistenz steigert. Durch Lizensen, Partnerschaften und neue Mobilitätsdienste bietet sie den Erstausrüstern (engl. original equipment manufacturers, OEMs) neue Einkommensquellen. Gleichzeitig locken die Beispielszenarios selbstlernender AI in Autos verschiedene Technologieunternehmen, Unternehmen aus dem Bereich des Internet der Dinge (engl. Internet of Things, IoT) sowie Mobilitätsdienstleister in die Automobilbranche. Die Technologie hat zudem aufgrund ihres Potenzials, Lebensweisen zu verbessern und wirtschaftlichen Wert zu schaffen, das Interesse und auch Investitionen aus staatlicher Hand angeregt.

Google und NVIDIA werden zu wichtigen Zulieferern

Die neue Frost & Sullivan-Studie Executive Analysis of Self-learning Artificial Intelligence in Cars, Forecast to 2025 analysiert selbstlernende Technologie in Fahrzeugen und ihren Wertbeitrag zur Automobilindustrie.

Bis zum Jahr 2025 werden vier verschiedene Stufen in Bezug auf selbstlernende Technologien die Automobilindustrie disruptiv verändern. Die Eigentümerschaft von selbstlernenden Autos auf Level 4 wird für neue Mobilitätsunternehmen entscheidend sein und Partnerschaften mit OEMs anfachen. Diese investieren bereits jetzt strategisch in die Akquisition von selbstlernender Technologie auf Level 3 sowie Level 4. Im Markt gibt es bereits einige herausragende Startups.

„Technologieunternehmen werden voraussichtlich zu den neuen Tier-1 Automobilzulieferern für OEMs in Hinblick auf Deep Learning Technologien,” erklärt Frost & Sullivan Intelligent Mobility Research Analyst, Sistla Raghuvamsi. „Google und NVIDIA werden die wichtigsten Unternehmen in dieser Sparte sein und den Markt bis 2025 dominineren. In der Zwischenzeit werden 13 OEMs mehr als sieben Milliarden US-Dollar in die Entwicklung von verschiedenen AI-Anwendungsfällen investieren. Hyundai, Toyota und GM werden 53,4 Prozent des Investitionsanteils auf sich vereinen.”

Für Technologieentwickler liegt die Herausforderung darin, die notwendigen Daten zu sammeln, mit der die AI derart programmiert werden kann, dass sie selbstfahrende Fähigkeiten unterstützt. Hieraus ergibt sich wiederum die Notwendigkeit, künstliche Simulationen zu kreieren, mit deren Hilfe die AI geschult werden kann. Gleichermaßen müssen kostengünstige Level-2-Systeme zur Analytik von Fahrverhalten und Fahrerassistenz entwickelt werden, die letztendlich Daten zum Erreichen von Level 3 und 4 zur Verfügung stellen können.

„Hohe Verarbeitungsfähigkeiten mit einem niedrigen Energieverbrauch werden von großer Bedeutung sein, um die verschiedenen Entwicklungsstufen selbstfahrender Fahrzeuge zu realisieren,” bemerkt Raghuvamsi. „Bis zum Jahr 2025 werden selbstlernende Autos auf Level 4 das Zuhause, den Arbeitsplatz und kommerzielle Netzwerke integrieren und damit den Wert für Endnutzer steigern.”

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