
Viele Autofahrer wechseln gerade auf Sommerreifen
Um sicher in das Frühjahr zu starten, sollte man aber überprüfen, ob sich diese überhaupt noch für eine weitere Saison eignen. Wichtigster Anhaltspunkt beim Reifencheck ist die Profiltiefe. Der Gesetzgeber schreibt 1,6 Millimeter vor. Allerdings empfehlen Fachpresse und Automobilclubs für Sommerreifen mindestens drei Millimeter. Damit sinkt die Gefahr für Aquaplaning erheblich. Klassische „Münzmessmethoden“ sollten zur Ermittlung der Profiltiefe nicht mehr angewendet werden, da diese ungenau sind. Orientierung geben auch die integrierten Profiltiefenmesspunkte eines Reifens (Tread Wear Indicator). Für präzise Messergebnisse sollte man jedoch besser den Reifenprofi im Handel befragen. Dieser verfügt über ein Messgerät zur Profiltiefenmessung – entweder per Laser oder manuell. Zeigt dieses 1,6 Millimeter oder darunter an? Oder hat eine Fachwerkstatt Beschädigungen wie einen eingefahrenen Nagel oder einen Anprallschaden entdeckt? Dann sind aus Sicherheitsgründen neue Reifen notwendig. Von der Selbstmontage sollte jedoch abgesehen werden. Durch fehlendes Wuchten verschleißen die Reifen schneller und der Komfort nimmt ab.
Ferner ist eine regelmäßige Kontrolle des Luftdrucks unerlässlich. Zu niedrige Werte – etwa aufgrund undichter Ventile – führen zu erhöhtem Verschleiß und Spritverbrauch sowie zu schlechterem Handling. Reifendruckkontrollsysteme (RDKS) können ungenau sein. Es ist ratsam, manuell zu kontrollieren, bei einer Außentemperatur bis circa 20 Grad ohne vorherige längere Fahrt. Sonst drohen verfälschte Werte. Luftdruck-Vorgaben finden sich im Tankdeckel, in den vorderen Türeinstiegen oder im Handbuch des Autoherstellers.
Und wie pflegt man Reifen? Bei Hochdruckreinigern gilt ein Sicherheitsabstand von 40 cm. Am besten greift man zu Wasser und Bürste. Dazu kann man Pflegemittel wie milde Seife oder Spülmittel verwenden. Reifenspray ist für die Lauffläche tabu: Sonst droht trotz genügend Profiltiefe und Luftdruck eine Rutschpartie.

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