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Fuhrparkverband: Hängepartie bei E-Auto-Prämie mehr als kontraproduktiv“

Bildnachweis: Bundesverband Fuhrparkmanagement e.V.

Für den Fuhrparkverband deswegen sehr unverständlich, dass nach dem Beschluss der Bundesregierung offensichtlich zwei Monate verstrichen sind, ohne dass die Umsetzung konkret eingeleitet wurde

 

Geziele Verzögerung?

Die Bundesregierung hat nach Medienberichten offenbar erst am 20. Januar erste konkrete Daten zum bereits am 18. November beschlossenen neuen Umweltbonus an Brüssel geliefert. Eine offizielle Notifizierung stehe aber noch aus, wird die EU-Kommission zitiert. Die Kommission muss die staatliche Beihilfe billigen und für zulässig erklären. Deswegen ist der Termin für die Erhöhung nach wie vor offen. „Mobilitäts-Entscheider in Unternehmen planen mit Vorlauf. Die Verzögerung ist deshalb mehr als kontraproduktiv und erschwert eine Umsetzung“, sagt Axel Schäfer, Geschäftsführer des Bundesverbandes Fuhrparkmanagement e. V. (BVF).

 

BVF-Geschäftsführer Schäfer – Bildnachweis: Bundesverband Fuhrparkmanagement e.V.

  

Fuhrparks sind wichtige Multiplikatoren und Treiber neuer Technologien

Im November hat der BVF die Absichten der Bundesregierung noch als vielversprechend bezeichnet. Vorausgesetzt den Ankündigungen würden auch zügig Taten folgen. Wenn die Sachlage richtig dargestellt wurde ist es für den Fuhrparkverband deswegen sehr unverständlich, dass nach dem Beschluss der Bundesregierung offensichtlich zwei Monate verstrichen sind, ohne dass die Umsetzung konkret eingeleitet wurde. Lediglich die Verlängerung der Förderung bis 2025 ist klar. Das passe nicht zu Aussagen der höchsten Priorität. Nachdem der Beschluss bekannt wurde, haben viele Unternehmen mit Fuhrparks in der Jahresplanung unter Berücksichtigung des höheren Umweltbonus kalkuliert und waren durchaus bereit, dort wo es Sinn macht auf Elektro-Autos umzustellen. Da gewerbliche Fuhrparks sehr wichtige Multiplikatoren und Treiber neuer Technologien sind, war das eine neue Chance, Elektromobilität nach vorne zu bringen, nachdem es bereits 2019 Rückschläge durch eine mangelnde Verfügbarkeit von Fahrzeugen gab.

Für die deutsche Automobilindustrie könnte es durch die Verzögerungen des Umweltbonus eng werden, denn seit diesem Jahr gelten strengere CO2-Vorschriften, die im Flottendurchschnitt nur mit einer wachsenden Zahl von E-Fahrzeugen und Plug-in-Hybriden zu erreichen sind – wenn auch nicht alleinig. Ihr CO2-Ausstoß wird mit 0 g/km gewertet und doppelt gezählt. 2021 drohen für einzelne Hersteller Milliardenstrafen an die EU. Manche Hersteller – v.a. Importeure – beginnen daher durch eigene Rabatte den Umweltbonus aufzustocken und vorerst selbst zu übernehmen.

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