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Funktionale Beständigkeit trifft grüne Akzente: Der Subaru Forester Edition Exclusive Cross

Subaru Forester Edition Exclusive Cross - Bildnachweis: Subaru

Optische Modellpflege: Japanische Tradition mit frischem Anstrich

Die automobile Landschaft befindet sich inmitten einer tiefgreifenden Transformation, in der aerodynamische Einheitsformen und rein batterieelektrische Plattformen zunehmend das Straßenbild dominieren. In diesem hochkompetitiven Umfeld bewahrt sich eine japanische Marke seit Jahrzehnten eine fast schon demonstrative Eigenständigkeit, die von einer treuen Stammkundschaft geschätzt wird. Die Rede ist von Subaru und dem Flaggschiff der Marke, dem Forester. In seiner mittlerweile sechsten Modellgeneration stellt sich der kantige SUV den Herausforderungen des europäischen Marktes, der von strengen Emissionsvorgaben und digitaler Überfrachtung geprägt ist. Um im Sommergeschäft neue Impulse zu setzen, bringt der Hersteller nun ein Sondermodell auf den deutschen Markt, das den Namen Edition Exclusive Cross trägt. Dieses Fahrzeug versucht den Spagat zwischen robustem Nutzwert und einem modisch verfeinerten Auftritt, ohne dabei die traditionellen Kernkompetenzen der Marke über Bord zu werfen. Für einen Einstiegspreis von 48.390 Euro verspricht der Hersteller ein Paket, das sowohl optische Individualität als auch eine erweiterte Komfortausstattung bietet. Doch hinter den farbigen Dekorelementen verbirgt sich eine bewährte, in manchen Punkten aber auch diskussionswürdige Fahrzeugtechnik.

Der Boxer im Designeranzug: Subaru Forester Edition Exclusive Cross – Bildnachweis: Subaru

Der optische Auftritt des Sondermodells orientiert sich an einem Designtrend, der in der gesamten SUV-Branche zu beobachten ist, nämlich der gezielten Akzentuierung durch Kontrastfarben. Der klassische Frontgrill wurde für diese Edition in ein mattes Schwarz getaucht und mit einer auffälligen grünen Spange versehen. Dieses grüne Farbthema zieht sich konsequent durch das gesamte Exterieur und findet seinen Abschluss in einem ebenfalls grünen Modellschriftzug am Fahrzeugheck. Kombiniert wird diese Farbgebung mit Leichtmetallfelgen im Format 18 Zoll, die im Farbton Dark Metallic gehalten sind. Diese Maßnahmen verleihen dem 4,67 Meter langen Fahrzeug eine durchaus präsente, aber nicht übertrieben aggressive Optik. Man merkt dem Forester an, dass er seine Herkunft als praktisches Nutzfahrzeug nicht verleugnen will, auch wenn er sich hier ein moderneres Kleid überstreift. Der Radstand von 2,67 Metern bleibt naturgemäß unverändert, was den Insassen in beiden Sitzreihen weiterhin jene großzügigen Platzverhältnisse garantiert, die man von dieser Karosserieform erwartet. Die gestreckte Silhouette sorgt zudem für eine hervorragende Übersichtlichkeit nach allen Seiten, ein Punkt, der bei modernen Lifestyle-Crossovern immer häufiger der Designphilosophie zum Opfer fällt.

Im Innenraum wird die optische Linie des Exterieurs nahtlos fortgeführt. Die Entwickler haben sich bemüht, das oft als sachlich kritisierte Subaru-Interieur durch gezielte optische Reize aufzuwerten. So präsentieren sich die Instrumententafel, das Lederlenkrad, die Mittelkonsole sowie die Türinnenverkleidungen mit markanten grünen Kontrastnähten. Die Sitze, die mit einer Kombination aus grauem und schwarzem Kunstleder bezogen sind, fügen sich in dieses Farbschema ein. Ein silberner, beleuchteter Dekorring fasst die klassischen Cockpit-Rundinstrumente ein, was dem Fahrerarbeitsplatz eine leicht technische Note verleiht. Spezielle Teppichmatten und ein dezentes Editions-Emblem sollen den exklusiven Charakter unterstreichen. Aber trotz dieser kosmetischen Korrekturen bleibt der Forester im Kern das, was er immer war, ein solides und auf Langlebigkeit ausgelegtes Werkzeug. Die Materialien wirken sauber verarbeitet und sind fühlbar robust, was im Alltag abseits asphaltierter Straßen durchaus von Vorteil ist. Luxus im klassischen Sinne einer Premium-Limousine sollte man hier jedoch nicht erwarten, vielmehr regiert eine funktionale Wertigkeit.

Ein wesentlicher Schwerpunkt dieses Sondermodells liegt auf der Aufwertung der serienmäßigen Infotainment- und Komfortausstattung. Die Edition Exclusive Cross basiert auf der bereits gut ausgestatteten Ausstattungslinie Exclusive, die die zweithöchste Stufe in der Modellhierarchie darstellt. Zusätzlich spendiert der Hersteller dem Fahrzeug ein Audiosystem aus dem Hause Harman Kardon. Dieses System verfügt über ein zentrales Display mit einer Diagonalen von 11,6 Zoll und steuert insgesamt elf Lautsprecher an, zu denen auch ein separater Subwoofer gehört. Die Integration von Smartphones erfolgt zeitgemäß kabellos über die Standards Apple CarPlay und Android Auto. Zu den weiteren Ausstattungsdetails gehören eine Lenkradheizung, eine praktische LED-Heckklappenbeleuchtung sowie ein elektrisches Panorama-Glasschiebedach. Die vorderen Sitze lassen sich elektrisch justieren, und die Heckklappe öffnet ebenfalls auf elektrischem Wege. Für das Rangieren in engen Parksituationen oder in unwegsamem Gelände erweist sich die integrierte 360-Grad-Panoramakamera als nützliches Hilfsmittel. Dieses Gesamtpaket rechtfertigt zumindest teilweise den spürbaren Preisaufschlag gegenüber den Basisversionen.

Unter der Motorhaube arbeitet die für Subaru typische Triebwerkskonfiguration, die das Fahrzeug technisch stark von der Konkurrenz abhebt. Der Zweiliter-Boxerbenziner leistet 100 kW, was einer Leistung von 136 PS entspricht. Unterstützt wird der Saugmotor von einem Mildhybrid-System, das der Hersteller als e-Boxer bezeichnet. Ein kleiner Elektromotor ist hierbei direkt in das stufenlose Lineartronic-CVT-Getriebe integriert. Diese Kombinaiton soll für ein direkteres Ansprechverhalten beim Anfahren sorgen und gleichzeitig die Effizienz des Gesamtsystems steigern. In der Praxis zeigt sich, dass der Elektromotor vor allem im Stadtverkehr und bei niedrigen Geschwindigkeiten unterstützend eingreift, um den Verbrennungsmotor zu entlasten. Deshalb darf man von diesem System jedoch keine Wunderdinge in Sachen Kraftstoffeinsparung erwarten. Der nach dem WLTP-Prüfverfahren ermittelte kombinierte Energieverbrauch liegt bei 8,1 Litern auf 100 Kilometer, was einem CO2-Ausstoß von 183 Gramm pro Kilometer entspricht. Diese Werte führen zu einer Einstufung in die CO2-Klasse G. Hier wird deutlich, dass das Konzept des frei saugenden Boxermotors in Verbindung mit einem permanenten Allradantrieb im Vergleich zu modernen Full-Hybriden oder Downsizing-Turbomotoren einen Tribut an der Zapfsäule fordert.

Die Fahrleistungen des Forester sind eher auf der gemütlichen Seite anzusiedeln. Die 136 PS haben mit dem fahrbereiten SUV, das ein stattliches Leergewicht auf die Waage bringt, spürbar zu tun. Wer sportliche Sprintwerte oder dynamische Zwischenspurts auf der Autobahn erwartet, wird enttäuscht werden. Das stufenlose Getriebe neigt bei starker Beschleunigung konstruktionsbedingt dazu, die Motordrehzahl hochzuhalten, was zu einer erhöhten Geräuschkulisse im Innenraum führt. Seine wahren Stärken spielt der Antriebsstrang aus, wenn man eine gelassene Fahrweise bevorzugt. Die Kraftentfaltung erfolgt sehr linear und harmonisch, was perfekt zum entspannten Charakter des Fahrzeugs passt. Zudem sorgt die Bauweise des Boxermotors für einen tiefen Fahrzeugschwerpunkt, was sich positiv auf das Kurvenverhalten und die Wankneigung der Karosserie auswirkt. Die mechanische Laufruhe des Vierzylinders ist konzeptbedingt hoch, solange man sich im mittleren Drehzahlbereich bewegt.

Das eigentliche Prunkstück des Subaru Forester bleibt auch in dieser Sonderedition der permanente Allradantrieb, der unter dem Namen Symmetrical AWD vermarktet wird. Im Gegensatz zu vielen Mitbewerbern, die im Normalbetrieb nur eine Achse antreiben und die zweite Achse erst bei Schlupf elektronisch zuschalten, verteilt das System von Subaru die Antriebskräfte permanent auf alle vier Räder. Dies sorgt für eine unerschütterliche Fahrstabilität und Traktion auf fast jedem Untergrund. Unterstützt wird die Mechanik durch das erweiterte Allrad-Assistenzsystem X-Mode. Dieses System erlaubt es dem Fahrer, per Knopfdruck verschiedene Fahrprogramme für unterschiedliche Offroad-Szenarien wie Schnee, Matsch oder tiefen Schlamm auszuwählen. Die Elektronik passt dann die Kennlinien von Gasannahme, Getriebeübersetzung und den Bremseneingriffen optimal an die Gegebenheiten an. Zusammen mit der großzügigen Bodenfreiheit wird der Forester damit zu einem ernstzunehmenden Jagd- und Nutzfahrzeug, das auch vor schwierigen Passagen nicht zurückschreckt. Für die urbane Zielgruppe mag das überdimensioniert sein, für die traditionellen Käufergruppen der Marke ist es das entscheidende Kaufargument.

Bei der Sicherheitsausstattung macht der japanische Hersteller traditionell keine Kompromisse und stattet das Sondermodell serienmäßig mit einem umfangreichen Paket aus. Das Herzstück bildet das erweiterte Eyesight-System, das im Gegensatz zu vielen Systemen der Konkurrenz primär mit einer Stereokamera hinter der Windschutzscheibe arbeitet. Diese Kamera erfasst das Verkehrsgeschehen vor dem Fahrzeug präzise und steuert verschiedene Assitenzsysteme. Dazu gehören ein Notbremssystem mit Kollisionswarner, ein aktiver Spurhalte- und Spurleitassistent sowie ein Stop-and-Go-Anfahrassistent, der den Fahrer im zähflüssigen Verkehr entlastet. Eine multinationale Verkehrszeichenerkennung ist ebenfalls integriert. Darüber hinaus überwacht ein Fahrer-Erkennungssystem mittels einer Infrarotkamera im Innenraum die Aufmerksamkeit des Fahrers und warnt vor Müdigkeit oder Ablenkung. Ergänzt wird die Sicherheitsausstattung durch einen radargestützten Spurwechsel-, Totwinkel- und Querverkehrassistenten, der vor allem beim rückwärtigen Ausparken aus unübersichtlichen Lücken einen echten Sicherheitsgewinn darstellt. Die Systeme arbeiten in der Praxis meist zuverlässig, neigen gelegentlich aber zu einer etwas übervorsichtigen und akustisch dominanten Warnphilosophie.

Betrachtet man den Subaru Forester Edition Exclusive Cross im Konkurrenzdreieck zu den etablierten Kompakt-SUVs aus europäischer oder südkoreanischer Produktion, so besetzt er eine ganz spezifische Nische. Während andere Hersteller versuchen, ihre Fahrzeuge durch immer komplexere Hybridsysteme, extreme Digitalisierung und sportlich straffe Fahrwerke auf maximale Dynamik zu trimmen, bleibt Subaru einem eher konservativen Pfad treu. Die Einführung des Sondermodells ist der nachvollziehbare Versuch, dem robusten Arbeiter ein modisches Gewand überzustreifen und den Komfort durch hochwertige Komponenten wie das Harman Kardon System anzuheben. Der Preis von 48.390 Euro ist im Segment kein Schnäppchen, relativiert sich jedoch beim Blick auf die nahezu vollständige Serienausstattung. Potenzielle Käufer müssen sich vor dem Kauf im Klaren sein, dass sie ein Fahrzeug mit einem sehr speziellen Charakter erwerben. Die Kombination aus exzellentem Allradantrieb, hoher Zuverlässigkeit und bester Übersichtlichkeit steht auf der Habenseite. Dem gegenüber stehen die mäßigen Fahrleistungen des Saugmotors und ein Kraftstoffverbrauch, der nicht mehr ganz in die heutige Zeit passt. Wer einen treuen, unverwüstlichen Begleiter für den Alltag abseits der Autobahn sucht und den optischen Akzenten etwas abgewinnen kann, findet im neuen Sondermodell eine interessante Alternative zum automobilen Einheitsbrei. Der Forester bleibt sich treu, auch mit grünen Ziernähten.