Genf 2019: VW Elektro-Buggy absolut retrofrei

31. Januar 2019 15:08 Autor:
Die Legende kehrt zurück: VW zeigt in Genf die Unikat-Studie eines E-Buggy – Bildnachweis: VW

Wehendes Haar und den Geschmack von Meerwasser auf der Zunge

Volkswagen zeigt auf dem Genfer Automobilsalon (5. bis 17.3.2019) die moderne Interpretation des Buggy. Elvis, James Bond und Steve McQueen, sie alle fuhren den Strand-Buggy der 1960er- und 70er-Jahre. Mit einem vollelektrischen Antrieb soll der Buggy nunmehr Lust auf die kommende Elektromobiliotät mache. Er soll die Flexibiliät der neuen Elektroplattform des Konzerns – den MEB (Modularen E-Antriebsbaukasten) anschaulich demonstrieren. Der konzeptionelle Ansatz orientiert sich an den historischen Vorbildern aus Kalifornien: Damals bildete das Käfer-Chassis die Grundlage. Heute präsentiert sich der Modulare E-Elektrifizierungsbaukasten (MEB), die speziell auf E-Autos ausgelegte Technologie-Plattform, ähnlich flexibel. Die Studie auf MEB-Basis zeigt, dass die vollelektrische Plattform nicht nur für Großserien-Modelle genutzt werden kann. Der Modulare Elektrifizierungsbaukasten hat das Potenzial, genau wie damals die Käfer-Plattform, individuelle Kleinserien entstehen zu lassen. und zeigt so ganz nebenbei dass „E“ satt „Elektro“ durchaus auch für „Emotion“ steht. 

Ein Buggy ist mehr als ein Auto. Es ist ein automobiles Lebens­gefühl

1964 montierte der Amerikaner Bruce Meyers eine selbst gefertigte, offene Kunststoffkarosse ohne Türen und ohne Dach auf ein gekürztes Käfer-Chassis. Er suchte eine Alternative zu den schweren Allrad-Jeeps, um in den kalifornischen Dünen schneller zu sein. Der erste Buggy, „Meyers Manx“, war geboren. Dass Bruce Meyers eine echte Alternative geschaffen hatte, bewies er 1967 auf der mexikanischen Halbinsel „Baja California“ gleich selbst: In seinem ersten Monocoque-Buggy unterbot er die damalige Bestzeit für die berüchtigte Wüstenstrecke von Tijuana nach La Paz. Das Spaßmobil eroberte schnell die Strände der amerikanischen Küsten und wurde zum Kultauto der 70er-Jahre. Bis in die 80er-Jahre entstanden weltweit rund 250.000 individuelle Fahrzeuge auf Käfer-Basis in Kleinserien und Unikaten: Vom Käfer-Cabriolet über Sonder- und Spezialkarosserien von Firmen wie Hebmüller und Rometsch und eben dem berühmten, komplett offenen Meyers-Manx Buggy.

Die moderne, retrofreie Interpretation eines Klassikers

Die Neuinterpretation verzichtet ganz im Stil des auf Käfer-Basis entstanden Originals auf ein festes Dach und konventionelle Türen. Zusätzlich dominieren freistehende Räder mit Offroad-Reifen und offene Seitenschweller die Silhouette. Der Prototyp ist eine Studie und soll ein Unikat bleiben. Warum eigentlich?

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