MOTORMOBILES

Das Automagazin im Internet

Google integriert: Das neue Mazda CX-5 Bediensystem

Mazda CX-5: Digitales Cockpit neu definiert mit Google built-in - Bildnachweis: Mazda

Radikal überarbeitet  

Der neue Mazda CX-5 überrascht mit einem radikal überarbeiteten Bedienkonzept, das die bisherige Fahrzeugbedienung um eine hochmoderne, softwarezentrierte Benutzeroberfläche erweitert. Damit setzt Mazda im Segment der mittelgroßen SUV ein deutliches Zeichen in Richtung digitaler Vernetzung und gesteigerter Benutzerfreundlichkeit, die sich an modernen Smartphones orientiert, ohne dabei die Sicherheit im Straßenverkehr aus dem Blick zu verlieren.

Mazda CX-5: Digitales Cockpit neu definiert mit Google built-in – Bildnachweis: Mazda

Die Basis für diese Innovation bildet die sogenannte Mazda E/E Architecture+, eine neu entwickelte elektrische und elektronische Fahrzeugarchitektur. Sie integriert Steuergeräte, Software, Kommunikationsnetzwerke und externe Server miteinander, um eine durchgängige digitale Infrastruktur zu schaffen. Durch diese Architektur ist der Mazda CX-5 in der Lage, sogenannte Over-the-Air-Updates (OTA) zu empfangen, was bedeutet, dass wichtige Softwareverbesserungen oder neue Funktionen künftig automatisch und bequem ohne Werkstattbesuch eingespielt werden können. In Kombination mit fortschrittlichen Fahrerassistenzsystemen (ADAS) bildet die Architektur die Grundlage für Mazdas Vision von Software Defined Vehicles (SDV), also Fahrzeugen, deren Hauptwert zunehmend durch Softwarefunktionen definiert wird.

Mazda CX-5: Digitales Cockpit neu definiert mit Google built-in – Bildnachweis: Mazda

Im Mittelpunkt dieser technologischen Neuerungen steht das von Mazda neu entwickelte Human-Machine-Interface (HMI). Es umfasst ein großes, in die Mittelkonsole integriertes Touchdisplay, das je nach Ausstattungsvariante wahlweise 12,9 oder 15,6 Zoll misst. Dieses Display ist deutlich größer als bisherige Infotainment-Bildschirme und orientiert sich in Bedienlogik und Nutzerführung erkennbar an bekannten Smartphone-Oberflächen, was die Einarbeitung für viele Nutzende erleichtern dürfte. Die Gestaltung des Innenraums folgt einem horizontalen Layout, das den Fahrer klar in den Mittelpunkt rückt und Ablenkungen durch unnötig komplexe Menüs minimiert. Gleichzeitig hat Mazda darauf geachtet, sowohl physische Bedienelemente für zentrale Funktionen beizubehalten als auch häufig genutzte Funktionen gut sichtbar und ergonomisch günstig zu platzieren. Das digitale Kombiinstrument misst 10,25 Zoll, und ein vergrößertes Head-up-Display projiziert wichtige Fahrinformationen direkt ins Sichtfeld, was die Sicherheit während der Fahrt erhöht.

Besonders hervorzuheben ist die Integration von Google built-in als Standard in allen Ausstattungslinien des neuen CX-5. Dieses System umfasst Google Assistant, Google Maps sowie den Zugriff auf den Google Play Store. Die Sprachsteuerung wurde mit Blick auf maximale Natürlichkeit und Dialogfähigkeit konzipiert und wird zukünftig durch den KI-Assistenten Google Gemini ergänzt, der eine noch intuitivere und kontextbezogenere Bedienung verspricht. Die Vernetzung mit dem Google-Ökosystem ermöglicht unter anderem die Navigation, die Steuerung der Klimatisierung und die Nutzung zahlreicher Apps im Fahrzeug, sofern der Nutzer ein Smartphone mit passendem Betriebssystem nutzt. Die Nutzung dieser Dienste ist zunächst für einen kostenlosen Testzeitraum möglich, danach fällt eine Abonnementgebühr an. Dadurch steigt zwar die Funktionalität erheblich, aber es entsteht auch eine neue Kostenkomponente, die potenzielle Käufer bedenken sollten.

Mazda CX-5: Digitales Cockpit neu definiert mit Google built-in – Bildnachweis: Mazda

Mazda kombiniert die fortschrittliche Technik mit einer klaren Sicherheitsphilosophie, deren Ziel es ist, visuelle, manuelle und kognitive Ablenkungen für den Fahrer so gering wie möglich zu halten. Dies zeigt sich beispielsweise in der klar strukturierten Bedienung per Lenkradtasten mit spürbarem Feedback und kapazitiven Elementen, die eine Steuerung verschiedener Funktionen ohne Abnahme der Hände vom Lenkrad erlauben. Hinzu kommt eine leistungsfähige Spracherkennung, die die Bedienung des Systems auch während der Fahrt ermöglicht, ohne dass die Aufmerksamkeit zu stark vom Verkehrsgeschehen weggeführt wird.

Optisch bleibt der CX-5 dem Mazda-typischen Kodo-Design mit einer selbstbewussten Haltung und verbesserten Proportionen treu. Antriebsseitig wird der Wagen von einem 2,5-Liter e-Skyactiv G-Benzinmotor mit Mazda M Hybrid-Technologie bewegt. Die angegebenen Verbrauchswerte liegen im kombinierten Mittel bei etwa 7,0 bis 7,5 Litern pro 100 Kilometern, was dem Segmentstandard entspricht.

Preislich startet der neue Mazda CX-5 in Deutschland bei rund 36.380 Euro, je nach Ausstattung und Motorisierung steigen die Preise entsprechend an. Das neue Bediensystem mit Google built-in ist in allen Ausstattungslinien serienmäßig enthalten, was den Mehrwert für Kunden ohne Aufpreis steigert, aber auch die Bindung an digitale Dienste mit laufenden Kosten einführt.

Trotz der umfassenden technischen Fortschritte und der ausgefeilten Integration von Google-Diensten hinterlässt der CX-5 einen zwiespältigen Eindruck: Das Bediensystem ist durch die Smartphone-ähnliche Bedienweise modern und intuitiv, jedoch entfällt damit auch teilweise die traditionelle Mazda-Bedienlogik. Die neuen digitalen Möglichkeiten bergen enormes Potenzial, erfordern aber auch eine gewisse Akzeptanz und Bereitschaft der Nutzer, sich auf ein abonnementbasiertes Service-Modell einzulassen. Zudem bleibt abzuwarten, wie sich die Fahrzeugsoftware im Alltag bewährt und ob die versprochenen Over-the-Air-Updates reibungslos funktionieren. Entsprechend sollten Interessenten diese neue Generation des Mazda CX-5 mit offenem Blick und kritischem Hinterfragen der digitalen Neuerungen betrachten.

Sicher ist: Mazda hat mit der Einführung des neuen E/E Architecture+ und einem vollständig neugestalteten Bedienkonzept den Schritt hin zu vernetzten und softwarezentrierten Fahrzeugen vollzogen, was für die Marke eine entscheidende Weichenstellung in Richtung Zukunft darstellt.