Hyundai Active Shift Control verkürzt Getriebeschaltzeiten

20. Juli 2019 14:17 Autor:
Serieneinsatz ab 2020 Hyundai entwickelt aktive Getriebesteuerung für Hybridantriebe

Getriebesteuerung für Hybridantriebe

Hyundai hat die weltweit erste Active Shift Control-Getriebetechnologie (ASC) entwickelt. Hierbei wird der Elektromotor erstmalig gezielt zur Steuerung von Gangwechseln verwendet. Premiere feiert Active Shift Control bereits 2020 im neuen Hyundai Sonata Plug-in-Hybrid, den Hyundai in Europa nicht anbietet. Modelle für den europäischen und deutschen Markt werden folgen.

ASC verbessert die Schaltzeit eines Hybridgetriebes um 30 Prozent

Das System verbessert die Schaltzeit eines Hybridgetriebes um 30 Prozent und reduziert gleichzeitig den Kraftstoffverbrauch. Active Shift Control nutzt den Elektromotor des Hybridantriebs, um die Drehzahl des Getriebes an die der Antriebswelle des Verbrennungsmotors anzugleichen. Dafür hat Hyundai eine intelligente Steuerungs-Software entwickelt, die die Schaltvorgänge 500 Mal pro Sekunde überwacht. Resultat sind im Vergleich zu herkömmlichen Hybridgetrieben spürbar schnellere und dennoch weichere Gangwechsel.

Um den Kraftstoffverbrauch effizient zu gestalten, verwenden herkömmliche Hybridfahrzeuge keine Drehmomentwandlertechnologie, um den Gangwechsel einzuleiten. Drehmomentwandler haben sich bisher für die Übertragung elektrischer Antriebsleistung in Hybridantrieben als unattraktiv erwiesen. Sie verursachen bei der Kraftübertragung Energieverluste und erfordern für einen reibungslosen Gangwechsel längere Schaltzeiten.

Durch Anwendung einer neuen Software-Logik nutzt die ASC-Technologie den Elektromotor des Hybrid-Antriebs, um die Schaltzeiten beim Gangwechsel zu optimieren. Durch die Überwachung der Gangwechsel in Echtzeit stellt das Steuergerät sicher, dass Drehzahl und Wirkungsgrad von Eingangs- und Ausgangswellen synchronisiert werden. Ist die Drehzahl der Eingangswelle beispielsweise niedriger als die der Ausgangswelle, hebt ASC die Drehzahl mithilfe des Elektromotors an. Die Steuerelektronik überprüft diesen Vorgang bis zu 500 Mal pro Sekunde. Das ermöglicht kürzere Schaltzeiten im Vergleich zu bisherigen Hybridantrieben (um 30 Prozent verkürzte Zeiten von 500ms auf 350ms).

 

 

 

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