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Hyundai Kona Modelljahr 2026: Überarbeitung und kleine Modellpflege ohne Preis-Aufschlag

Sportlich: N Line X erstmalig beim Kona und Kona Hybrid erhältlich - Bildnachweis: Hyundai

Mehr Leistung und überarbeitete Ausstattung bei Preisstabilität

Der Hyundai Kona geht im Modelljahr 2026 mit einem feinjustierten Gesamtpaket an den Start, das auf den ersten Blick keine radikale Neuausrichtung, wohl aber gezielte Verbesserungen bietet. Für Käufer in Deutschland bedeutet das: Leistungsaufschlag bei den Verbrennern, eine klarere Modellstruktur und einige technische Aufwertungen, ohne dass die Einstiegspreise angehoben wurden. Hyundai verfolgt damit einen pragmatischen Ansatz, der einerseits den Kostenrahmen stabil hält, andererseits das Modell attraktiver im Wettbewerb machen soll.

Preis- und Modell-Tabelle – Bildnachweis: Hyundai

Überarbeitete Modellstruktur

Die kompakte SUV-Baureihe bleibt sowohl als reiner Benziner als auch als Hybrid im Programm. Die bisher etwas unübersichtlich gestalteten Ausstattungslinien werden künftig auf zwei klare Käuferprofile zugeschnitten. Für preisorientierte Kunden bleibt die Einstiegsvariante Select mit unverändertem Grundpreis von 26.900 Euro bestehen. Darüber rangieren die design- und sportlich geprägten N Line-Versionen, erstmals ergänzt um die neue Topausführung N Line X, während die eher komfortorientierten Käufer mit den Linien Trend und Prime gezielt angesprochen werden.

Mit der Neuordnung will Hyundai die Ausstattungsvielfalt entschlacken und Überschneidungen vermeiden. So entfallen einige bisher separat buchbare Einzeloptionen, stattdessen werden Pakete angeboten, die häufig gemeinsam nachgefragte Features bündeln. Der Ansatz ist nachvollziehbar, könnte aber für Kunden, die nur gezielt eine bestimmte Funktion wünschen, auch weniger Flexibilität bedeuten.

Preise, Ausstattung und Pakete

Auch wenn der Hersteller offiziell auf Preiserhöhungen verzichtet, lohnt sich ein genauer Blick auf die Ausstattungsinhalte. In der Linie Prime gehören nun ein digitaler Fahrzeugschlüssel und Sitzbezüge in Velours-Leder-Kombination zur Serienausstattung. Zusätzlichen Komfort bringen gegen Aufpreis von 800 Euro Relax-Funktion für Fahrer- und Beifahrersitz, eine Sitzheizung im Fond und ein Fahrersitz mit Memory-Funktion. Das Ledersitz-Paket für 1.500 Euro kombiniert diese Merkmale mit einer reinen Lederausstattung und belüfteten Vordersitzen.

In den sportlichen Linien N Line und N Line X werden Assistenzsysteme wie eine 360-Grad-Kamera, Totwinkel- und Querverkehrswarner sowie eine Einparkhilfe mit Notbremsfunktion in einem Paket für 1.150 Euro angeboten. Für die N Line X, die serienmäßig auch ein Bose-Audiosystem, Voll-LED-Beleuchtung, Zwei-Zonen-Klimaautomatik und eine elektrische Heckklappe bietet, bleibt die Liste der Extras bewusst kurz. Glas-Schiebedach und schwarze Dachlackierung zählen zu den wenigen wählbaren Sonderoptionen.

Motoren: Mehr Leistung ohne Mehrpreis

Technisch setzt Hyundai vor allem bei der Motorisierung an: Alle Verbrenner und der Hybrid erhielten eine moderate Leistungssteigerung. Der Einstiegsbenziner 1.0 T-GDI leistet jetzt 115 PS, also 15 PS mehr als bisher. Der 1.6 T-GDI steigt auf 180 PS, während der Kona Hybrid mit 138 PS nun neun PS stärker ist. Trotz der Mehrleistung bleiben die Verbrauchswertelaut Datenblatt nur geringfügig verändert, was vor allem auf Feinarbeit an Motorsteuerung und Getriebeabstimmung zurückzuführen sein dürfte.

Der Einstiegsdreizzylinder bleibt mit einem Normverbrauch um 5,8 Liter im Rahmen der Konkurrenz. Die 180-PS-Variante als Allradversion liegt mit rund 7,0 Litern hingegen im klassenüblichen Bereich, was vor allem für Vielfahrer ein relevanter Aspekt ist. Der Hybrid mit seinem 4,6 bis 4,8 Liter Wertebereich hält in Sachen Effizienz ein starkes Argument gegenüber reinen Benzinern.

N Line X als neues Spitzenmodell

Die Einführung der N Line X markiert im Modelljahr 2026 die neue sportlich-luxuriöse Spitze des Kona-Portfolio´s. Sie kombiniert die auffälligere Optik der N-Line-Familie mit nahezu kompletter Serienausstattung. Technisch ist diese Version exklusiv mit dem stärksten 1.6 T-GDI, 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe und Allradantrieb gekoppelt. Damit positioniert sich der Kona in dieser Ausführung klar als kompakter SUV für Käufer, die sowohl dynamisches Fahren als auch hohen Komfort schätzen, ohne den Schritt in größere Fahrzeugklassen zu gehen.

Wettbewerb und Marktumfeld

Im hart umkämpften Segment der kompakten SUV tritt der Kona gegen Modelle wie den VW T-Roc, den Ford Puma oder den Toyota C-HR an. Während die deutsche Konkurrenz oft mit breiter Motorenpalette und hoher Individualisierbarkeit punktet und Toyota auf Hybrid-Kompetenz setzt, versucht Hyundai mit seiner Kombination aus klarer Angebotsstruktur, Serienausstattungs-Mehrwert und gleichbleibendem Preis eine kalkulierbare Alternative anzubieten.

Für den Kunden bedeutet das: Wer einen fest kalkulierbaren Gesamtpreis und ein modernes Ausstattungspaket sucht, könnte den neuen Kona als planbaren Kauf erleben. Wer hingegen maximal individualisieren möchte, stösst bei den fest geschnürten Paketen möglicherweise an Grenzen.

Ausblick

Mit dem Modelljahr 2026 schärft Hyundai das Profil des Kona sichtbar nach, ohne die bewährten Grundprinzipien des Modells zu verlassen. Mehr Leistung bei allen Antrieben, übersichtlichere Ausstattungslinien und punktuelle Aufwertungen im Innenraum sollen den Kona fit für die kommenden Jahre machen. Für den deutschen Markt bleibt dabei vor allem die Kombination aus Preisstabilität und verbesserter Technik ein wichtiges Verkaufsargument, das in Zeiten steigender Autopreise eine Signalwirkung entfalten könnte.