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Erstes B-SUV der Koreaner: Hyundai Kona

Hyundai Kona – Das neue Mini-SUV

 

Erstes B-SUV der Koreaner

Das neue Mini-SUV von Hyundai feiert in Seoul seine Weltpremiere. Der neue Kona positioniert mit nur 4,17 Metern Länge deutlich unter dem kompakten Hyundai Tucson. Das neu entwickelte SUV ist nach einer hawaiianischen Küste benannt und foilgt dem Trend zu immer kleiner werdenden SUV. Hyundai verkaufte seit der Einführung der ersten Generation des Santa Fe im Jahr 2001 bereits mehr als 1,4 Millionen SUV in Europa.

Anders als Opel mit dem neuen Crossland X möchten die Koreaner allerdings keinen weichgespültren Crossover anbieten, sondern ein echtes SUV anbieten. Der in Seoul enthüllte Kona präsentiert sich  mit Plasteplanken an den Radhäusern und Seitenschwellern sowei einem selbstbewussten Kühlergrill mit extrem schmal geschnittenen Hauptscheinwerfern.

Optional – in Kombination mit der größeren von zwei verfügbaren Benzin-Motorisierungen – überträgt er seine Kraft auch über alle vier Räder. Alternativ zum vorderradangetriebenen Modell wird der Lifestyle-SUV auch mit einem neu entwickelten Allradsystem angeboten und beschränkt sich damit nicht nur auf Ausflüge auf asphaltierten Straßen. Zum Marktstart im November stehen vier Ausstattungsvarianten und zwei Turbo-Benzindirekteinspritzer wahlweise mit 1.0 Liter Hubraum, mit drei Zylindern und 120 PS oder vier Zylindern, 1.6 Liter Hubraum und 177 PS zur Wahl. 2018 folgt ein komplett neu entwickeltes 1,6-Liter-Dieseltriebwerk in zwei Leistungsstufen mit 115 PS und 136 PS Leistung.

 

Hyundai Kona
Interieur Hyundai Kona
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Die Einstiegsmotorisierung eines Dreizylinder-Turbodes (1.0 T-GDI) aus der Kappa-Generation mobilisiert 120 PS und überträgt die Kraft über ein Sechsgang-Handschalter. Das Drehmoment beträgt 172 Newtonmeter. Er verfügt über einen Single-Scroll-Turbolader mit elektronisch gesteuertem Wastegate-Ladedruckventil. Seine Sechsfach-Direkteinspritzung arbeitet zudem mit bis zu 200 bar Systemdruck, um die Verbrennung weiter zu optimieren und Verbrauch und Emissionen nachhaltig zu senken. Für viele Käufer dürfte der Basisbenziner die Idealmotorisierung der Wahl sein. Mit diesem Antrieb bringt der Kona nur 1.233 Kilogramm auf die Waage schafft mit dem Aggregat immerhin eine Höchstgeschwindigkeit von 181 km/h.

Die gleichen Ziele verfolgt auch der 1.6 T-GDI-Vierzylinder aus der Gamma-Generation, der beim Hyundai Kona die Spitzenmotorisierung darstellt. Mit 130 kW (177 PS) Leistung und 265 Newtonmeter Drehmoment ist das Leichtmetallaggregat verlässlicher Garant für die dynamische Fortbewegung. Mit Hilfe des traktionsstarken Allradantriebs, des kurz gestuften 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebes 7-DCT und der hohen Motorleistung sprintet der Kona innerhalb von nur 7,9 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100.

Weitere Auswahlmöglichkeiten werden ab 2018 angeboten. Hyundai entwickelt bis dahin die neue U-Diesel-Motorengeneration mit Vierzylindern und 1,6 Liter Hubraum zur Serienreife. Die Dieseltriebwerke werden im Kona in zwei Leistungsstufen angeboten – mit 85 kW (115 PS) und 100 kW (136 PS) Leistung. Neben einem kraftvollen Drehmoment bis zu 320 Newtonmeter wird den Selbstzünder weiter verbesserte Effizienz und optimiertes Abgasverhalten auszeichnen.

Schon für 2018 plant Hyundai eine rein elektrische Version des Kona, der eine elektrische Reichweite von mindestens 390 Kilometer haben soll und über einen moderneren Antrieb als der Ioniq verfügen soll.

 

Mini SUV Hyundai Kona: Das Gepäckraumvolumen beträgt praxistaugliche 361 Liter.

 

Progressiv-eigenständiges Design

Mit vielen Individualisierungsmöglichkeiten im Innenraum, zahlreichen Assistenzsystemen und umfangreicher Konnektivität richtet sich der Fünftürer an Lifestyle-orientierte Käufer aus dem urbanen Umfeld, für die ein Auto nicht nur Fortbewegungsmittel, sondern zugleich Ausdruck der individuellen Lebensweise ist. Für sie kombiniert der Kona einen kraftvollen Auftritt und ein maßgeschneidertes Interieur mit moderner Antriebs-, Sicherheits- und Multimediatechnik. So kommt hierzulande erstmals in einem Hyundai Volumenmodell ein Head-up-Display mit den wichtigsten Angaben zum Fahrzustand zum Einsatz.

Die jüngste Neuentwicklung von Hyundai setzt auf schwungvoll-scharf gezogenen Linien, einem dynamischen Dachbogen, kurzen Karosserieüberhängen und kräftigen Radhäusern. Die Frontpartie präsentiert sich mit einem markentypischen Kaskaden-Kühlergrill und wird von zweigeteilten Leuchteinheiten geprägt. Die LED-Tagfahrlichter finden sich als separate Einheit oberhalb der Scheinwerfer. Markant fällt auch die nahezu um die gesamte Karosserie herumgezogene Kunststoffverkleidung aus, die in der Front die Scheinwerfer und im Heck die Rückleuchten aufnimmt.

Der Kona wird in zehn Lackierungen bestellbar sein: Acid Yellow, Tangerine Comet, Phantom Black, Chalk White, Lake Silver, Dark Knight, Pulse Red, Blue Lagoon, Ceramic Blue und Velvet Dune. Einen weiteren Kontrast zu einer der zehn angebotenen Lackierungen setzt das optional in Schwarz (Phantom Black) oder dunklem Grau (Dark Knight) lackierte Dach. Zu den optisch auffälligen Merkmalen gehören auch Nebelscheinwerferaufnahmen, Lüftungsöffnungen, seitliche Zierleisten und eine Unterfahrschutzblende am Heck, die allesamt in mattem Silber abgesetzt sind.

Zur kompakten Außenlänge und einer Höhe von 1,55 Meter gesellt sich mit 1,80 Metern eine für diese Klasse überdurchschnittliche Fahrzeugbreite, Dies schafft zusammen mit dem Radstand von 2,60 Metern für gute Platzverhältnisse im Innenraum schafft. Das Gepäckraumvolumen beträgt praxistaugliche 361 Liter.

Konnektivität

Die Ergonomie und Funktionalität stehen im Fokus: So werden zum Beispiel Audio- oder Navigationssystem über einen bis zu acht Zoll großen, frei stehenden Touchscreen auf dem Instrumententräger gesteuert. Optional sind ein Head-up-Display erhältlich. Eine besondere Stärke des Hyundai Systems ist seine Lichtstärke – sie beträgt mehr als 10.000 Candela pro Quadratmeter und garantiert so eindeutige Lesbarkeit bei allen Bedingungen. Besonders stolz sind die Koreaner auf die Individualisierungsmöglichkeiten.So lassen sich Lüftungsdüsen, Schalthebelverkleidung, die Einfassung von Zündschloss oder Start-/Stopp-Knopf, die Nähte von Sitzbezügen und Lenkrad bis hin zu den Sicherheitsgurten – neben der Basisfarbe Schwarz – den Wünschen der Fahrzeugbesitzer des Kona anpassen.

Zum einsatz kommen moderne Assistenz- und Konnektivitätslösungen: Android Auto und Apple CarPlay zur Einbindung von Smartphones etwa bietet nicht nur der optionale Routenführer, sondern ebenfalls ein erstmals von Hyundai eingesetztes System mit der Bezeichnung Display Audio. Diese Multimedia-Einheit wird über einen sieben Zoll großen Touchscreen bedient, verfügt über Bluetooth zum Musikstreaming oder Telefonieren via Freisprecheinrichtung und überträgt außerdem das Bild der integrierten Rückfahrkamera. Eine Ablagefläche mit Ladefunktion nach dem Qi-Standard sorgt kabellos für die Stromversorgung des Smartphones.

Maßstäbe soll das optionale Sound System vom amerikanischen Hi-Fi-Spezialisten Krell mit acht Lautsprechern setzen. Die voluminös klingende Anlage umfasst zwei 20 Millimeter Hochtöner, vier 160 Millimeter Lautsprecher, einem 100 Millimeter Center Lautsprecher und einem 200 Millimeter Subwoofer. Der Acht-Kanalverstärker liefert pro Kanal 45 Watt.

Sicherheit

Der kleinste SUV von Hyundai fährt je nach Ausstattungsvariante mit autonomem Notbremsassistenten inklusive Fußgängererkennung, aktivem Spurhalteassistenten, Fernlicht- und Aufmerksamkeitsassistenten vor. Hinzu kommen Bergabfahr- und Berganfahrassistent sowie Lichtsensor. Auch werden Totwinkel-Assistent und Querverkehrswarner hinten angeboten.

 

Der Kona soll ab November 2017 zu den Händlern rollen. Die Preise dürften bei rund 19.000 Euro starten. Damit positioniert er sich als Alternative zum ebenfalls im November 2017 startenden VW T-Roc.

 

Hyundai Kona
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