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Jaguar Land Rover eröffnet sein neues Werk in der Slowakei – mildert die Brexitfolgen

Das neue Werk in Nitra/Slowakei beschäftigt 1.500 Mitarbeiter, weitere 850 Einstellungen sind geplant – Bildnachweis: Jaguar Land Rover

Neue Produktionsstätte mit einem Investitionsvolumen von 1,4 Mrd. Euro

Jaguar Land Rover hat heute seine neue, hochmoderne Produktionsstätte in Nitra, Slowakei, eröffnet. Das Investitionsvolumen betrug 1,4 Mrd. Euro (1 Mrd. Pfund Sterling). Es handelt sich um das erste Produktionszentrum eines britischen Automobilunternehmens in diesem Land. Das neue Werk in Nitra markiert den jüngsten Schritt in der globalen Expansionsstrategie des Unternehmens nach der Eröffnung des chinesischen Joint Ventures im Jahr 2014 und des brasilianischen Werks im Jahr 2016, unterstützt durch die Auftragsfertigung in Indien seit 2011 und Österreich seit 2017. Die Gründung neuer internationaler Fabriken ermöglicht es Jaguar Land Rover, seinen Kunden noch mehr attraktive neue Modelle anzubieten, sich gleichzeitig vor Währungsschwankungen zu schützen  und seine internationale Wettbewerbsposition auszubauen. 

Anlässlich der feierlichen Eröffnung sagte Prof. Dr. Ralf Speth, CEO von Jaguar Land Rover: “Globale Unternehmen benötigen globale operative Fußabdrücke. Während das Herz und die Seele von Jaguar Land Rover fest in Großbritannien verankert sind, bereichert und erweitert die internationale Expansion unser britisches Geschäft.

Fertigung in der Slowakei

Jaguar Land Rover beschäftigt derzeit rund 1.500 Mitarbeiter in Nitra. Alle Mitarbeiter der Fertigung haben an einem maßgeschneiderten 12-wöchigen Schulungsprogramm in der ersten ausländischen Trainingsakademie des Unternehmens teilgenommen, für das 7,5 Millionen Euro aufgewendet wurden. Die neue 300.000 m² große Anlage mit einer jährlichen Produktionskapazität von 150.000 Fahrzeugen nimmt eine Spitzenposition beim Einsatz von Aluminium in der Fertigung und der technischen Konstruktion in der Slowakei ein. Das Werk leistet einen Beitrag zum kontinuierlichen Engagement des Unternehmens, seinen Kunden High-Tech-Leichtbaufahrzeuge zu liefern. Im September lief der erste Land Rover Discovery vom Band.

Das Werk ist das erste in Europa, das das Kuka Pulse Carrier System einsetzt, das 30 Prozent schnellere Transferzeiten als herkömmliche Fördersysteme bietet. Darüber hinaus wird es über einen hochautomatisierten Lackierprozess verfügen, um höchste Qualität zu gewährleisten und gleichzeitig die Umweltbelastung zu minimieren.

Mit Blick auf die Zukunft wurde die Fabrik flexibel konzipiert und ist für den Einsatz intelligenter, vernetzter Produktionstechnologien wie der Visualisierung in der Fertigung vorbereitet. Die Verwendung von Echtzeitdaten ermöglicht eine verbesserte Prozesseffizienz, -lieferung und -qualität.

 

Bildnachweis: Jaguar Land Rover
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