Jeep Renegade Sondermodell 75th Anniversary 1.4 Multi-Air AWD 9G-Automatik im Einzeltest

22. September 2016 22:35 Autor:
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In Kombination mit dem 1,4 Liter Muti-Air-Benziner mit 170 PS ist der kompakte Jeep Renegade on- und offroad vielseitig einsetzbar. Wir bitten zum Test.

Italo-Cowboy präsentiert sich als stimmiger Kompakt-Macho mit viel Jeepness

Jeep surft mit dem Einstiegs-SUV Renegade derzeit auf der Erfolgswelle. Das ist verständlich, denn die Zutaten zu diesem Italo-Amerikaner trifft den Zeitgeist. V.a. auch weil er kompakt und bezahlbar geblieben ist und trotz seiner Pkw-basierten Technik sich kernige Eigenständigkeit bewahrt. Der Renegade ist nicht zufällig innerhalb kürzester Zeit zum meistverkauften Jeep avanciert. Direkte Wettbewerber zu benennen wird schon schwierig, da es keinen SUV in der Größenklasse gibt, der sich so konsequent auf seine Markenhistorie ausgerichtet darstellt. Neben dem Konzernbruder Fiat 500X wären dies der Opel Mokka X, Suzuki SX4 S-Cross, Mini Countryman, Skoda Yeti oder auch Kia Soul und Mitsubishi ASX. Der Jeep Renegade bedient sich vieler Stilelemente seiner legendären Vorfahren wie dem Ur-Jeep Willy (1941). Das ein so lifestyliges Fahrzeug wie der kompakte Renegade nicht nur in der Stadt vor der Schulen oder Supermarkt eine gute Figur macht, sondern auch abseits der Straßen beim Wühlen im schlammigen Untergrund, ist eher die Ausnahme denn die Regel.

Jeep Renegade Sondermodell 75th Anniversary
Jeep surft mit dem Einstiegs-SUV Renegade derzeit auf der Erfolgswelle. Das ist verständlich, denn die Zutaten zu diesem Italo-Amerikaner trifft den Zeitgeist. V.a. auch weil er kompakt und bezahlbar geblieben ist und trotz seiner Pkw-basierten Technik sich kernige Eigenständigkeit bewahrt. Der Renegade ist nicht zufällig innerhalb kürzester Zeit zum meistverkauften Jeep avanciert
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Wir fuhren den Jeep als Sondermodell zum 75sten Geburtstag. Der Allradspezialist Jeep nimmt sein Jubiläum zum Anlass, vom Kompakt-SUV Renegade ein schickes Sondermodell aufzulegen. Neben exklusiven Farbakzenten bietet das Editionsmodell eine gehobene Ausstattung mindestens auf dem Level „Limited“. Das Sondermodell bedient die 75 jährige Histoerie des Allrad-Spezialisten seit dem ersten Wills-Overland MB von 1941 mit einer 75th Anniversary Special Edition für alle Jeep-Modelle.

Auf Wunsch ist folgende Sonderausstattung beim Sondermodell des Jeep Renegade  75th Anniversary erhältlich. Preise im Überblick:

SonderausstattungPreis 1
Sonderlackierung: Anvil, Solid Black, Omaha Orange, Mojave Sand390,00 €
Metallic Lackierung: Granite Crystal, Jungle Green, Glacier590,00 €
Zweifarb-Lackierung mit Dach Kontrastfarbe schwarz990,00 €
Technology-Paket mit Totwinkel-Assistent, Rückfahrkamera und Parkassistent690,00 €
Sicht-Paket mit Bi-Xenon Scheinwerfern, Lichtsensor, Regensensor, Innenspiegel automatisch abblendend, Fernlichtassistent1.090,00 €
Alarmanlage mit Ultraschall-Innenraumüberwachung und Neigungsalarm290,00 €
MotorLeistung kW (PS)AntriebGetriebePreis1
1.4 MultiAir125 (170)Allrad, Jeep Active Drive9-Stufen Automatikgetriebe34.475,00 €
2.0 MultiJet103 (140)Allrad, Jeep Active Drive6-Gang Schaltgetriebe33.075,00 €
2.0 MultiJet103 (140)Allrad, Jeep Active Drive Low9-Stufen Automatikgetriebe34.975,00 €

1 Unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers

In begrenzter Stückzahl produziert  – nur 8.000 Exemplare für die gesamte EMEA Region – sind alle Jubiläums-Modelle zu erkennen an neuen Lackierungen, einem 75th Anniversary Emblem, Rädern in mattiertem Bronzeton, Karosserie Applikationen in Bronze und Orange und exklusiven Innenräumen mit eingeprägtem 75th Anniversary Logo in den Sitzlehnen.

Features Jeep Renegade 75th Anniversary Sonderrmodell u.a.

  • uconnect LIVE Smartouch VP4 Navigation mit Touchscreen
  • Bluetooth Freisprechanlage
  • Internet-Konnektivität über Smartphone
  • Zweizonen Klimaautomatik
  • Cruise Control
  • Parksensoren hinten
  • Spurhalte-Assistent LaneSense
  • Elektrische Lendenwirbelstützen-Verstellung am Fahrersitz
  • Nebelscheinwerfer

Vom Kühlergrill mit den sieben senkrechten Streben bis zu den Heckleuchten mit dem markanten X. Obwohl der Jeep auf der Fiat-Plattform aufbaut und in Italien montiert wird, legt er einen authentischen Auftritt hin. Jeep obzw. der Konzern FCA hat sich hier wirklich etwas getraut.  Soviel Mut ist lobenswert und zahlt sich nun aus. Herausgekommen ist ein charakterstarkes Fahrzeug mit viel Gesicht, Ecken und Kanten.  Alleine dieses Jeep-typische  Gesicht verdient ein großes Lob. Er differentiert sich deutlich von seinen crossover-artigen und weichgespülten Wettbewerbern. Sogar von seinem Konzernbruder Fiat 500X mit dem er sich die Plattform bzw. Baukasten teilt.  Beide laufen im selben Werk in Melfi/Italien vom Band. Es ist geradezu erstaunlich wie stark sich auf einer identischen Plattform die Fahrzeuge unterschiedlich auslegen lassen.
Beim Erstkontakt wirkt das kompakte SUV in natura deutlich größer als auf den Bildern. Der Wagen erstreckt sich auf eine Länge von 4,23 Metern im typischen Golf-Format aber baut dafür relativ steil und hoch auf. Das Fahrzeug verfügt über eine Fahrzeughöhe von 1,73 m und misst in der Breite (ohne Aussenspiegel) 1,81 Meter.  Der Radstand beträgt 2,57 m. Der Wendekreis des Jeep Renegade Trailhawk gibt der Hersteller mit 10,8 Meter an.

Seine Jeep-typische Form mit geraden Linien und steil stehenden Scheiben sorgt neben der guten Raumnutzung auch für eine reduzierte Sonneneinstrahlung und damit unerwünschte Aufheizung.  Jeep-typisch die beiden runden Frontscheinwerfer – in unserem Testwagen in der Ausführung als Bi-Xenon Scheinwerfer mit Fernlicht Assistent – sowie der Kühlergrill mit sieben Streben. Die Fensterlinie greift gekonnt das Halbtüren-Design vom Willy auf. Am Heck fallen die markanten Rückleuchten im X-Design auf, auch eine Anlehnung an den Ur-Jeep Willy. Der Renegade hinterläßt alles in allem einen gestandenen Eindruck.

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Im Einzeltest: Jeep Renegade Sondermodell 75th Anniversary 1.4 Multi-Air AWD 9G-Automatik

Der Abtrünnige

Renegade heisst soviel wie „Rebell“ oder „der Abtrünnige“.  Wenn der Wagen wie der Testwagen über 4×4-Allradantrieb verfügt erfüllt der Wagen die wichtigste Jeep-Grundvorrausetzung. In Kombination mit dem getesteten 170 PS Benziner ist er on- und offroad vielseitig einsetzbar und erledigt die an ihn gestellten Aufgaben auf eine angenehm entspannte Weise.

Interieur

Das Raumgefühl läßt staunen. Soviel Platz vermutet man nicht auf 4,2 Metern Fahrzeuglänge. Auch dies ist ein Erfolgsfaktor des Renegade: er ist ein echter Charakter-Kopf mit überzeugenden inneren Werten und bietet bequeme Platzverhältnisse für vier (notfalls sogar fünf) Personen plus  Gepäck. Der Kofferraum bietet ein für die Fahrzeugklasse solides Volumen von 351 bis 1.297 Litern. Wem das nicht reicht, der darf noch 70 kg auf das Dach laden oder die Anhängerkupplung nutzen, so z.B. für Fahrradträger oder kleine Anhänger. Als ungebremste Anhängelast darf der Jeep Renegade 1,5 Tonnen ziehen.

In  dem Fahrzeug haben sich alle Probanden schnell zurecht gefunden. Die Sitze zeigen sich bequem und wenn Fahrer oder beifahrer über das Armaturenbrett – bei Jeep heisst dies übrigens Dashbord – auf die Motorhaube blicken, dann stellt sich unwillkürlich soetwas wie ein Geländewagen-Feeling auf. Wie auch beim Exterieur setzen auch im Interieur viele kleine, liebevolle Jeep-Details den gesamten Markenstolz gekonnt in Szene.  Das Touchdisplay in 5 Zoll dient der Steuerung des Infotainmentsystem und der Konnektivität. Das Infotainment-System nutzt das uconnect-System. Via Bluetooth, AUX-IN, oder USB läßt sich das Smartphone pairen und so telefonieren oder aber die eigene Musik abspielen. Das integrierte Radio beherrscht optional neben FM auch bereits das Digitalradio DAB+.

Motor

Generell stellt Jeep derzeitig drei verschiedene Benziner sowie Diesel-Aggregate mit einer Leistungsbandbreite von 110 bis 170 PS zur Wahl. Je nach Motor wird die Kraft über ein manuelles 5 bzw. 6-Gang-Getriebe oder wie in unserem Testwagen über eine 9 Stufen-Automatik übertragen. Die kleinen Benziner und den kleinen Diesel leiten ihre Kraft an die Vorderräder. Nur die potenteren Motoren, sprich diejenigen mit der höheren Leistung, kommen in den Genuss des Allradantrieb. Beim Jubiläumsmodell stehen nur zwei Motoren zur Wahl: Der 1,4-Liter-Benziner mit 170 PS sowie ein Zweiliter-Diesel mit 140 PS. Während der Benziner mit einer Neunstufen-Automatik zwangsgekoppelt ist, haben Dieselkunden die Wahl zwischen dem Selbstschalt-Getriebe von ZF und einer manuellen Sechsgangschaltung. Letztere Variante markiert auch den Einstiegspreis für das grundsätzlich mit Allrad ausgestattete Sondermodell zu Preisen ab mindestens 34.635 Euro.

Motor und Getriebe unseres 4×4 allradgetriebenen Testwagen hinterlassen einen soliden Eindruck. Der Renegade rennt maximal181 km/h und schaftt es in 9,3 Sekunden von 0 auf 100. Das Neunstufen-Automatikgetriebe vom deutschen Zulieferer ZF erweist sich im Fahrbetrieb als sehr angenehmen. Mit leichtem Spiel am Gaspedal oder per manueller Beinflussung am Ganghebel (+/-)findet er immer schnell zum optimalen Übersetzungsverhältnis. Der Normverbrauch von 6,0 Litern – entsprechend einer CO2-Emission vonm 140g/km – war im Test naturgemäß nicht zu schaffen. Die gemessenen 7,4 Liter je hundert gefahrene Kilometer sind aber auch noch völlig in Ordnung.

Fahreigenschaften

Entgegen der Optik ähnelt das Fahrverhalten dem des Fiat 500X. Die Lenkung könnte geringfügig präziser sein – aber gewährt dafür über eine gute Rückmeldung. Das Fahrwerks-Setting punktet mit einem gelungenen Kompromiss aus Komfort und Härte. Allenfalls gröbere Querrillen geben zu verstehen, dass der kleine Rebell ein richtiger Geländewagen einem relativ knapp bemessenen Radstand von 2,57 Metern hat. Ansonsten empfanden wir das Handling hervorragend und unproblematisch. Auch flotte angefahrene Kurven meistert der Renegade trotz seines hohen Aufbaus vorbildlich und völlig unaufgeregt ohne allzugroße Wankneigung.  Auf der Straße liefert der „Abtrünnige“ eine überzeugende Vorstellung und überzeugt hier mit genügend Komfort und überraschenderweise sogar gewissen Langstreckenqualitäten.  Bei hohen Tempi zeigt sich, dass die steile Windschutzscheibe und der senkrechte Kühlergrill wie auch die kantige Gestaltung des restlichen Fahrzeugs sich nicht wirklich den Gesetzen der Aerodynamik unterordnen. Bei hohen Geschwindigkeiten sind die Windgeräusche akustisch gut zu vernehmen. Bleiben noch seine beachtlichen Offroad-Fähigkeiten. Unser Testwagen mit 4×4 – Allradsystem verfügt mit den Einstellungen „Auto“, „Snow“, „Sport“ und „Sand/Mud“ über alle Optionen, um adäquat auch auf winterliche Straßenverhältnissen oder im gelände vorwärt zu kommen. Hier punktet der talentierte  Italo-Amerikaner  sogar bei mittelschwerem bis sogar schwerem Gelände. Egal ob es mal steinig, steil oder rutschig wird – selbst ambitionierte Geländepassagen lassen sich entspannt bewältigen. Viele werden diese Fähigkeiten in der Stadt nie nutzen. Aber wie so häufig ist es ein gutes Gefühl, zu können wenn man wollte oder auch extremes Winterwetter es schlichtweg nötig macht.

Einen gehörigen Teil zu dem offensichtlichen Offrad-Talent des Renegade tragen seine Parameter bei. Die Schwachstelle soll hier nicht verschweigen werden. Dies ist die überschaubare Bodenfreiheit und die ausladende Frontschürze, so dass für häufigeren Geländebetrieb dann doch kaum ein Weg an der besser präparierten Trailhawk-Version oder gleich dem großen Bruder Jeep Wrangler vorbei geht.

Bodenfreiheit: 21 cm
Böschungswinkel vorn: 29.0°
Böschungswinkel hinten: 32.5°
Rampenwinkel: 25.7°
Wattiefe: 220 mm

Im Standard-Auto-Modus leitet der Jeep primär die Kraft auf die Vorderräder und verhält sich wie ein Frontantriebler. Im „Snow-Mode“ werden 60% der Kraft an dieVorderachse und 40% die Hinterachse geleitet. Im „Sport-Modus“ dreht sich die Verteilung um und 60% der Kraft gelangt an die Hinterachse. Im „Sand und Mud-Modus“ wird die Kraftverteilung schlupfabhängig  zwischen Vorder- und Hinterachse stets blitzschnell variabel berechnet.

Technische Daten Jeep Renegade 75th Anniversary 1.4 MultiAir2 AWD 9-AT
Hersteller:Jeep FCA
Karosserie:SUV der Kompaktklasse, viertürig mit 5 Sitzplätzen
Motor:Turbo-Benziner
GetriebeZF-Automatik 9-Gang mit Start/Stopp
Antrieb4x4: Vorderradantrieb mit automatisch zuschaltbaren Vierradantrieb und variabler Drehmomentverteilung
Hubraum:1.368 ccm
EmissionsklasseEuro 6
Leistung:170 PS / 125 kW bei 5.500 U/min
Drehmoment:250 Nm bei 2.500 U/min
Höchstgeschwindigkeit:196 km/h
Beschleunigung (0-100 km/h) in s8,8 Sekunden
Kombinierter Normverbrauch (ECE)6,9 Liter /100 km
CO2-Ausstoß160 g/km
EnergieeffizienzklasseC
Kraftstoff:Benzin
Tankinhalt48 Liter
Leergewicht1.395 kg
Kofferraum351 bis 1.297 Liter
Zuladung505 kg
Länge/Breite/Höhe/Radstand4.255/1.805/1.697/2.570 mm
Wendekreis11,1 Meter
Bereifung7J x 18", Reifen 215/50 R 18
Zul. Gersamtgewicht2.010 kg
Garantie4 Jahre ohne Kilometerbegrenzung inkl. Mobilitätsgarantie
Grundpreis Testwagenab mindestens 34.635 Euro
Testwagenpreis37.635 Euro
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Im Extremfall wird die Kraft vollständig an die Hinterachse verteilt. Der Renegade verfügt auch noch über eine Bergabfahr-Hilfe und die Möglichkeit, per „Lock-Modus“ den Allradantrieb verblockt zu werden, um beim Geländeeinsatz sofort und unmittelbar alle Räder im im 50/50-Verhältnis anzutreiben. Über die „Low-Variante“ des Active-Drivesystems unterstützt der Renegade über ein zusätzliches Untersetzungsverhältnis (20:1) langsames aber drehmomentstarkes Offroadfahren im Standgas.
Wie sicher der Renegade ist, stellte er eindrucksvoll beim Euro-NCAP-Test unter Beweis. Den aussagefähigen Test hat er mit 5 Sternen in Bestwertung bestanden.

Preise und Ausstattung – selbstbewusst eingepreist

Bei der Positionierung und Ausrichtung des kleinen Abtrünnigen haben sich die Produkt-Verantwortlichen nicht von einer Billig-Preis-Strategie leiten lassen.  Der Basispreis für den startet zwar bei moderaten 19.900 Euro  – ist aber auch mit Verzicht an der einen oder anderen Stelle verbunden. Zwar verfügt schon die Basisausstattung „Sport“ zum Beispiel über ein Multimedia-System mit USB- und Aux-Anschluss samt Fünf-Zoll-Touchscreen und Bluetooth-Freisprechanlage, Funkfernbedienung für die Türen, Klimaanlage und vier elektrischen Fensterheber. Und natürlich verfügt auch schon die Basis über die tolle Jeep-Optik – der Benziner mobilisert dann aber nur 110 PS die sich nur mit Frontantrieb und 5-Gang Getriebe kombinieren lassen. Wer die technisch feinere Varianten wie die von uns gefahrene Sonderversion 75th Anniversary basieren auf der Ausstatungslinie Limited mit 1.4 Liter Benziner , 4×4-Antrieb und empfehlenswerter 9-Gang Automatik haben möchte muss deutlich tiefer in die Tasche greifen. In die zweithöchste Ausstattungsstufe „Limited“ baut Jeep auch noch Klimaautomatik, Navi, Auffahrwarnsystem, Spurhalteassistent, Einparksensoren hinten und 17-Zoll-Alus ein. Unser Testwagen als Sondermodell 75th Anniversary mit doppelten Sonnendach kummuliert sich dann auf einen Endpreis von happigen 37.365 Euro. Da gibt es dann auch schon respektabel ausgestattete SUVs eine Klasse höher.

Fazit:  Der kleine Große

Beim Renegade trifft kernige Optik auf moderne Technik. Den Jeep Renegade als „sub-kompakt“ missverstehen, erwachsen ist er allemal. Ja sogar ein klein wenig archaisch.  Der kleine Renegade, der gar nicht so klein ist und mit sub-kompkat falsch charakterisiert wird, gehört zum authentischten, was man derzeit im Segment der SUVs für Geld kauflich erwerben kann. Der Mythos der Marke Jeep – die Marke feiert übrigens dieses Jahr ihr 75 jähriges Jubiläum – wird mutig zitiert. Dieser unkonventionelle Mut verdient Sympathie und Anerkennung.  Der Renegade wirkt trotz seiner Abmessungen stimmig. Auch bei den Alltagstugenden und den Fahreigenschaften leistet sich der Renegeade nur wenige verzeihliche Schwächen. Wer auf der Suche nach einem Charaktertyp ist, dürfte mit dem Renegade gut bedient sein. Und wer einen richtigen Jeep sucht, wird in der Topversion Trailhawk auf jeden Fall gut bedient.

Jeep Renegade Sondermodell 75th Anniversary

Jeep surft mit dem Einstiegs-SUV Renegade derzeit auf der Erfolgswelle. Das ist verständlich, denn die Zutaten zu diesem Italo-Amerikaner trifft den Zeitgeist. V.a. auch weil er kompakt und bezahlbar geblieben ist und trotz seiner Pkw-basierten Technik sich kernige Eigenständigkeit bewahrt.  Der Renegade ist nicht zufällig innerhalb kürzester Zeit zum meistverkauften Jeep avanciert.  Direkte Wettbewerber zu benennen wird schon schwierig, da es keinen SUV in der Größenklasse gibt, der sich so konsequent auf seine Markenhistorie ausgerichtet darstellt. Der Jeep Renegade bedient sich dazu vieler Stilelemente seiner legendären Vorfahren wie dem Ur-Jeep sowie  dem Jeep Willy (1941). Das ein so lifestyliges Fahrzeug wie der kleine SUV nicht nur in der Stadt vor der Schulen oder Supermarkt eine gute Figur macht, sondern auch abseits der Straßen beim Wühlen im schlammigen Untergrund, ist eher die Ausnahme denn die Regel. Neben dem Konzernbruder Fiat 500X wären dies der Opel Mokka X, Suzuki SX4 S-Cross, Mini Countryman, Skoda Yeti oder auch Kia Soul und Mitsubishi ASX.

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