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Jetzt haben alle Ferien: ADAC Stauprognose für den 08. bis zum 10. August 2025

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Geduld ist gefragt: Rückreisewelle und Baustellen sorgen für Staus

Der August bringt für Autofahrerinnen und Autofahrer in Deutschland erneut eine erhebliche Belastungsprobe. Vom 8. bis zum 10. August spitzt sich die Verkehrssituation auf den Autobahnen zu, da mehrere Faktoren zusammenkommen: Das Ferienende in mehreren Bundesländern im Osten Deutschlands, eine zweite Reisewelle von Urlaubenden aus dem Süden des Landes sowie zahlreiche Baustellen erfordern Geduld und gute Planung. Vor allem auf den Hauptachsen ist mit stundenlangen Verzögerungen zu rechnen. Wer in diesen Tagen unterwegs ist, sollte sich auf zähfließenden Verkehr und zeitweise Stillstand einstellen.

ADAC Staukalender 2025: So voll wird es an den Wochenenden im Sommer – Bildnachweis: ADAC

Stau-Hotspots und Baustellen im Fokus

Das Ende der Sommerferien wird in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen am Wochenende erreicht. In diesen Bundesländern zieht es viele Reisende zurück in die Heimat, was den typischen Rückreiseverkehr ansteigen lässt. Zugleich starten viele Urlauber aus Süddeutschland in ihre Ferien, wodurch sich eine zweite Welle von Reisenden formiert. In den skandinavischen Ländern endet parallel vielerorts ebenfalls die schulfreie Zeit, was den grenzüberschreitenden Verkehr zusätzlich beeinflusst. Eine Woche später folgen weitere Bundesländer wie Bremen, Hessen, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und das Saarland. Diese Staffelung der Schulferien sorgt dafür, dass die Stausituation in den kommenden Wochen dynamisch bleibt und auf verschiedenen Routen unterschiedliche Belastungsspitzen auftreten.

Eine zusätzliche Belastung entsteht durch die Vielzahl von Baustellen auf deutschen Autobahnen. Nach Angaben des ADAC sind derzeit etwa 1.250 Baustellen aktiv. Viele davon bleiben auch über die Sommerferien in Betrieb, was die Situation verschärft. Engstellen, Fahrbahnverengungen und einspurige Abschnitte führen oft zu erheblichen Rückstaus. Besonders problematisch sind Baustellen auf vielbefahrenen Streckenabschnitten, etwa auf der A1 zwischen Köln und Dortmund, auf der A3 von Köln über Frankfurt bis Nürnberg und Passau sowie auf der A7, die eine der Hauptverkehrsadern von Nord nach Süd darstellt. Auch die Umfahrung von Großstädten wie München und Berlin ist betroffen, wo die A9, A10 und A99 unter Verkehrsbelastung stehen.

Baustellen 2025 – Bildnachweis: ADAC

Neben dem nationalen Staugeschehen ist parallel auch der Transitverkehr in viele europäische Urlaubsregionen ein bedeutender Faktor. Die Routen über den Brenner sowie entlang der Fernpass-, Tauern- und Gotthard-Autobahnen in Richtung Alpenländer sind traditionell stark frequentiert. Die beginnende italienische Ferienzeit ab Mitte August (Ferragosto) verursacht dort ebenfalls einen starken Anstieg des Verkehrsaufkommens. Zudem verfügen einzelne wichtige Passagen, wie die Inntalautobahn und der Pfändertunnel, über temporäre Einschränkungen, etwa Wochenendabfahrtssperren oder punktuelle Nachtsperrungen, die zusätzlichen Einfluss auf die Verkehrsflüsse nehmen. Baustellen in Nachbarländern, beispielsweise auf der D8 in Tschechien, können Wartezeiten ergänzend verlängern.

Ebenfalls nicht zu vernachlässigen sind die wachsamen Grenzkontrollen, die an mehereren deutschen Grenzübergängen durchgeführt werden. Diese Kontrollen, die aktuell stichprobenartig erfolgen, können unter anderem an den Übergängen Suben (A3), Walserberg (A8) und Kiefersfelden (A93) Wartezeiten verursachen. Ebenso sind Kontrollmaßnahmen bei Ausreisen in Richtung Polen, Frankreich oder Dänemark möglich. Solche Verzögerungen sollten Reisende bei ihrer Routenplanung berücksichtigen.

Die brisante Verkehrslage wird insbesondere an den Hauptreisetagen Freitag, Samstag und Sonntag erwartet. Der ADAC prognostiziert, dass die größten Stauansammlungen jeweils am Freitagnachmittag, Samstagvormittag sowie Sonntagnachmittag auftreten werden. Wer zeitlich flexibel ist, sollte möglichst auf Reisetage zwischen Dienstag und Donnerstag ausweichen, um den stärksten Belastungen zu entgehen und die verstopften Autobahnen zu vermeiden. Auch an diesen Tagen empfiehlt es sich, den morgendlichen und abendlichen Berufsverkehr gekonnt auszuweichen.

Die tiefgreifende Verkehrsbelastung bleibt überdies nicht ohne Folgen für die Verkehrssicherheit. Deshalb erinnert der ADAC eindringlich daran, im Falle von stockendem Verkehr frühzeitig eine Rettungsgasse zu bilden. Diese muss bereits bei zähfließendem Verkehr eingerichtet werden und nicht erst, wenn Einsatzfahrzeuge nähern. Fahrzeuge auf der linken Spur sollten nach links ausweichen, alle anderen möglichst weit nach rechts. Angesichts der engen Platzverhältnisse vor allem in Baustellen ist zudem ein versetztes Fahrverhalten mit ausreichendem Sicherheitsabstand ratsam. Wer die Rettungsgasse nicht bildet, riskiert empfindliche Sanktionen, darunter Bußgelder von 200 Euro, zwei Punkte in Flensburg sowie ein einmonatiges Fahrverbot.

Zusätzlich zu den Stolperstellen durch Baustellen und Ferienverkehr sind bestimmte Vollsperrungen auf Autobahnen angekündigt, die umständliche Umleitungen erforderlich machen. Diese betreffen unter anderem die A46 bei Düsseldorf, die A52 zwischen Essen und Düssldorf sowie längerfristige Sperungen auf der A59 und A60. Verkehrsteilnehmer sollten sich vor Reisebeginn über aktuelle Verkehrsinformationen informieren, um mögliche Zeitverluste besser einschätzen zu können. Eine entsprechende Übersicht bietet der ADAC auf seiner Webseite.

Aus der Gesamtsicht zeigt sich, dass sich auch im August 2025 die Verkehrsbelastung im Ferien- und Urlaubsverkehr in Deutschland auf einem hohen Niveau hält. Die Verzahnung von Ferienzeiten, Baustellen und grenzüberschreitendem Verkehr schafft eine komplexe Verkehrssituation, die von allen Teilnehmenden am Straßenverkehr erhöhte Aufmerksamkeit, Flexibilität und eine vorausschauende Planung verlangt.