Magna: Brennstoffzellen-Range-Extender könnte die Lösung sein

10. Juli 2016 17:12 Autor:
fc_rex_magna

Forschungsfahrzeug

 

Weiterer Lösungsansatz für emissionsfreies Fahren auf der Langstrecke

Das österreichische Auto- und Systemzulieferer Magna Steyr hat ein Hybridfahrzeug der besonderen Art vorgestellt. Bzw. in einerr bisher einzigartigen Kombination. Erstmals wird eine Batterie nicht mit einem Verbrennungsmotor sondern mit einer Brensstoffzelle kombiniert. Das Sytem positioniert sich gegen reine Brenstoffzellenfahrzeuge von Toyota, Honda, und Hyundai. Das Konzept deomstrierten die Österreicher kürzlich auf dem 37. Internationalen Motorensymposium in Wien. Den Brennstoffzellen-Range-Extender zeigte Magna in einem fahrbaren Technologieträger, einem umgebauten Chrysler Voyager.

 

Seit vielen Jahren wird die Brennstoffzelle als mögliche Alternative zum herkömmlichen Verbrennungsmotor gehandelt und damit zum Hoffnungsträger für die Zukunft der Mobilität im Automobilbau hochstilisiert – sie ist quasi der „Evergreen“ alternativer Antriebe. Seit vielen Jahren forschen Experten in den großen Weltkonzernen und kompetenten Denkfabriken an dieser Technologie und tüfteln an deren Umsetzung. Und dennoch wird sich erst in vielen Jahren – wenn überhaupt – erweisen, ob die Brennstoffzelle je den erhofften Durchbruch schaffen wird.

 

Etwa 90 km legt das Fahrzeug rein elektrisch zurück und kombiniert im Hybridbetrieb bis zu 500 km ohne Nachladen oder Nachtanken – und das ohne die Nutzung fossiler Brennstoffe. Entwickelt wurde es in einem nationalen Förderprojekt mit dem Institut für Fahrzeugantriebe und Automobiltechnik (IFA) der TU Wien, der Wasserstoff-Forschungsgesellschaft HyCentA in Graz und der Firma Proton Motor in München. Für den Bau des Prototypen – ein batterieelektrisches Fahrzeug mit Brennstoffzellen-Range-Extender und Allradantrieb – zeichnet Magna Steyr verantwortlich. Das Brennstoffzellen-Range-Extender-Konzept schließt eine Lücke im vorhandenen Portfolio der emissionsfreien Antriebsvarianten. er Vorteil von Wasserstoff gegenüber Elektrobatterien: Die höhere Energiedichte und die damit so mögliche höhere Reichweite. Das Fahrzeug schafft 130 km/h Höchstgeschwindigkeit, 100 km/h Konstantgeschwindigkeit, Beschleunigung 0-100 km/h 10,9 Sekunden.

Die Idee hinter dem neuen Ansatz: Sinkt der Ladezustand der E-Batterie, schaltet sich die Brennstoffzelle hinzu und wandelt mitgeführten Wasserstoff in Strom um, um den Elektrobatterie nachzuladen und so die Reichweite zu erhöhen. Gefahren wird bei voll aufgeladener Batterie vorrangig rein batterieelektrisch. Auf Basis eines batterieelektrischen Antriebs wurde im Rahmen des Forschungsprojkets ein Fahrzeug mit einem Brennstoffzellensystem mittlerer Leistung inklusive Wasserstofftanksystem entwickelt. Damit soll zusätzliche Energie für längere emissionsfreie Reichweiten zur Verfügung stehen. Die ursprüngliche Batterie wird durch eine kleinere und kosteneffizientere Batterie ersetzt.

Das Magna-Konzeptfahrzeug, der FC REX, ist eine Symbiose aus batterieelektrischem Antrieb und einer schadstofffreien Wasserstoff-Brennstoffzelle als Range Extender. Konventionelle  Range Extender wie beim BMW i3 oder i8 werden ja von kleinen Verbrennungsmotoren betrieben, die nicht emissionsfrei arbeiten. Die Entwicklungsschwerpunkte liegen in der Optimierung von Konzept und Betriebsstrategie hinsichtlich Energie- und Kosteneffizienz.

 

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