Volkswagen Transporter-L-Trennwand - Bildnachweis: VWN
Breiteres Angebot für Handwerk, Bau und Gewerbe
Mit der neuesten Erweiterung der Transporter-Baureihe reagiert Volkswagen Nutzfahrzeuge auf gestiegene Anforderungen in Handwerk, Bauwirtschaft und kommunalen Betrieben. Neben den bekannten Kastenwagen- und Kombi-Varianten bringt der Hersteller nun drei zusätzliche Ausführungen auf den Markt: den Pritschenwagen mit Doppelkabine, den sogenannten Kastenwagen Plus sowie den Kastenwagen mit L-förmiger Trennwand. Alle drei Modelle sollen nach Unternehmensangaben vor allem die Lücke zwischen reinem Gütertransporter und Kombi für den Personentransport schließen. Die Preise beginnen in Deutschland netto bei 38.525 Euro für den Kastenwagen Plus, 39.990 Euro für den Kastenwagen mit L-Trennwand und 41.158 Euro für den Pritschenwagen.

Pritschenwagen mit Doppelkabine – Nischenmodell mit Stammkundschaft
Der Pritschenwagen mit Doppelkabine, in der Branche oftmals als „Pritsche DoKa“ bezeichnet, gilt seit Jahren als Spezialfahrzeug für Bauunternehmen, Garten- und Landschaftsbetriebe sowie die Forstwirtschaft. Sein Vorteil ist die Kombination aus einer komplett geschlossenen Doppelkabine mit sechs Sitzplätzen und einer großzügigen Ladefläche von 4,2 Quadratmetern. Volkswagen bietet für die Frontantriebsvarianten zwei Turbodiesel-Motoren mit 81 kW (110 PS) oder 110 kW (150 PS) an. Wer im Gelände unterwegs ist, kann auf die Allradversion 4Motion zurückgreifen, die in Verbindung mit dem 150-PS-TDI und Achtgang-Automatik ausgeliefert wird. Erstmals gibt es dieses Modell nun auch rein elektrisch, wahlweise mit 136, 218 oder 286 PS. Die Elektroversionen sind stets heckgetrieben, verfügen über eine 64-kWh-Batterie und ein einstufiges Automatikgetriebe.
Die Nutzlast beträgt bis zu 1.073 Kilogramm, die maximale Anhängelast 2,5 Tonnen. Praktisch für Spezialaufbauten: Wer die serienmäßige Pritsche nicht benötigt, kann stattdessen andere Aufbauten auf dem Fahrgestell montieren lassen.
Kastenwagen Plus – flexibel zwischen Personen- und Gütertransport
Der Kastenwagen Plus richtet sich an Betriebe, die sowohl Material als auch Personal gleichzeitig transportieren müssen. Er verfügt serienmäßig über eine Dreiersitzbank in der zweiten Reihe und kann vorne mit einem oder zwei Beifahrersitzen ausgestattet werden, was bis zu sechs Sitzplätze ermöglicht. Eine feste Kunststofftrennwand mit Fenster sorgt für eine klare Abgrenzung zwischen Fahr- und Laderaum. Ab Werk besitzt der Kastenwagen Plus eine Schiebetür auf der Beifahrerseite, zusätzliche Türen lassen sich optional bestellen.

Kastenwagen mit L-förmiger Trennwand – für besonders lange Transportgüter
Neu im Programm ist der Kastenwagen mit L-Trennwand. Dieses Metalltrennelement ermöglicht, auf der Fahrerseite die Ladefläche bis zur vorderen Reihe zu nutzen. So lassen sich auch sehr lange Werkzeuge oder Rohre transportieren, während auf der Beifahrerseite weiterhin zwei Plätze für die zweite Sitzreihe verfügbar sind. Serienmäßig sind Schiebetüren auf beiden Seiten verbaut, die rechte Seite enthält ein Fenster.
Antriebsspektrum und Sonderausstattungen
Neben den Diesel- und Elektrovarianten sind die Kastenwagen nun auch als Plug-in-Hybride mit Frontantrieb erhältlich. Die Systemleistung beträgt 171 kW (232 PS), gekoppelt an ein stufenloses Automatikgetriebe. Für anspruchsvollere Einsätze gibt es die PanAmericana-Ausstattung mit robuster Verkleidung und modifiziertem Interieur. Zudem ist eine „Edition“-Variante des Kastenwagen Plus mit optischen Aufwertungen wie 17-Zoll-Leichtmetallrädern und schwarzem Dach verfügbar.
Wettbewerb und Marktumfeld
Das Segment leichter Nutzfahrzeuge wird in Deutschland vor allem von Unternehmen dominiert, die auf flexible Transportlösungen angewiesen sind. In direkter Konkurrenz zum Transporter Pritsche Dopplekabine (DoKa) stehen vergleichbare Modelle wie der Mercedes Sprinter Pritschenwagen oder der Ford Transit mit Doppelkabine. Allerdings bieten nicht alle Wettbewerber eine ähnlich breite Antriebsauswahl inklusive vollelektrischer Varianten. Gerade im kommunalen Bereich, wo Nachhaltigkeitsziele vorgegeben sind, kann dies ein Entscheidungskriterium sein. Preislich liegt Volkswagen in einem Bereich, der sich eher im oberen Mittelfeld bewegt, was durch den hohen Ausstattungsgrad und die fünfjährige Garantie relativiert werden soll.
Bedeutung für Handwerk, Bau und Kommunen
Fahrzeuge dieser Kategorie sind in zahlreichen Branchen unverzichtbar. Sie dienen als rollende Werkstätten, mobile Materiallager und Personentransporter zugleich. Im Baugewerbe ermöglichen sie die gleichzeitige Beförderung von Mannschaft und Werkzeugen, in der Forstwirtschaft den Transport schwerer Arbeitsgeräte über unwegsames Gelände und in kommunalen Betrieben beispielsweise den Einsatz in der Grünpflege oder im Winterdienst. Mit der Einführung der Elektro- und Hybridversionen adressiert Volkswagen zudem das wachsende Bedürfnis nach emissionsarmen Transportlösungen – ein Aspekt, der in dicht besiedelten Ballungsräumen und im innerstädtischen Lieferverkehr zunehmend an Bedeutung gewinnt.

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