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Mercedes-AMG E 63 4Matic+ Limousine und T-Modell: Mehr als ein Facelift

Mercedes-AMG E 63 4Matic+ - Bildnachweis: Mercedes / Daimler

Komplett neu gestaltete Frontpartie
 

Mit der regulären E-Klasse erhält auch der Mercedes-AMG E 63 eine umfassende Überarbeitung. Die Aktualisierung geht weit über ein typisches Facelift hinaus. Die sportliche Fahrdynamik der Performance E-Klasse aus Affalterbach wird mit deutlich mehr Komfort kombiniert und durch ein umfangreiches Designupdate ergänzt. Die E-Klasse mit einer überlegenen Motorisierung gehört seit dem legendären „The Hammer“ von 1986 zu den zentralen Modellen, die den Markenkern von Mercedes-AMG bilden.

Das Gesicht des E 63 gleicht sich an die aktuelle AMG-Designsprache an. Der A-förmige Kühlergrill ist vom historischen 300 SL „Panamericana“ inspiriert. Der zentrale Kühllufteinlass ist deutlich größer als bisher und trägt nun auch die AMG-spezifische Kühlerverkleidung mit zwölf vertikalen Lamellen und ebenfalls vergrößertem Zentralstern. Zusammen mit den flacheren Voll-LED-Multibeam-Scheinwerfern, den modelltypischen weiter ausgestellten Radläufen und der abgerundet eingelegten Motorhaube mit Powerdomes ergibt sich ein komplett neues, deutlich dynamischeres Erscheinungsbild. Die neu geformte Frontschürze im Jet-Wing-Design mit drei großen, funktionalen Lufteinlässen und Frontsplitter beeinflusst die Gesamtfahrzeug-Proportionen und reduziert den Auftrieb an der Vorderachse ebenfalls deutlich. Gründlich aufgewertet zeigt sich auch das Interieur: Das Widescreen-Cockpit, das neue AMG Performance Lenkrad sowie das MBUX Infotainmentsystem mit AMG-spezifischen Funktionen und Anzeigen betonen die AMG Familienzugehörigkeit. Weiteres markantes optisches Merkmal: Quer über die gesamte Frontschürze zieht sich ein harmonisch eingepasster Flap in Hochglanzschwarz, geht bis in den äußeren Rand des Jet-Wings über und schließt diesen nach außen seitlich ab. Der Frontsplitter ist entweder in Wagenfarbe gehalten (Basismodell), in Silver Shadow (S-Modell), in Hochglanzschwarz (mit optionalem AMG Night Paket) oder in Carbon (mit optionalem AMG Carbon-Paket Exterieur I). Die kräftigeren und jeweils 27 Millimeter breiteren Radläufe machen Platz für die breitere Spur und die größeren Räder an der Vorderachse – ebenfalls ein funktionaler Vorteil.

 

4,0-Liter-V8-Biturbomotor

 
Die bereits auf den ersten Blick ins Auge stechende neue Optik der E 63 4Matic+ Modelle ist in weiten Teilen auch technisch begründet. Um dem 4,0-Liter-V8-Biturbomotor samt Ladeluftkühlung einen optimalen Luftdurchsatz zu gewährleisten, sind die äußeren Lufteinlässe im Jet-Wing nicht nur besonders groß, sondern leiten die Luft auch mit Hilfe zweier Querlamellen gezielt dahin, wo sie benötigt wird.

Der Mercedes-AMG E 63 wird wie bisher mit einem 4,0-Liter-V8 in zwei Leistungsstufen angeboten: Den Einstieg markiert die 571 PS Version, die S-Variante liegt bei 612 P, das maximale Drehmoment wird mit 750 respektive 850 Newtonmetern angegeben. Die Kraft überträgt eine Neun-Gang-Automatik mit nasser Anfahrkupplung. Ein heckbetonter Allradantrieb sind serienmäßig. Die S-Variante wurde zudem für eine nochmals bessere Querdynamik ausgelegt. Hier unterstützen unter anderem dynamische Motorlager, die im Bedarfsfall blitzschnell versteifen, und mit einer serienmäßigen „Drift“-Funktion, bei der ausschließlich die Hinterachse mit Drehmoment beaufschlagt wird.

Neue 19-Zoll-Leichtmetallräder 

Aerodynamisch optimiert und wahlweise in Mattschwarz oder in Hochglanztantalgrau lackiert setzen die neuen 19-Zoll-Leichtmetallräder im 10-Speichen-Design frische Akzente. Das S-Modell rollt serienmäßig auf neuen 20-Zoll-Leichtmetall-Rädern im 5-Doppelspeichen-Design, ebenfalls aerodynamisch optimiert und mit einem breiteren Aero-Felgenrand gestaltet, in Mattschwarz oder in Hochglanztantalgrau lackiert. Als neue Karosseriefarben stehen Graphitgrau metallic, Hightechsilber metallic sowie Brillantblau magno zur Auswahl, das bisher der AMG GT Familie vorbehalten war.

Ein Unterschied – der sofort ins Auge fällt – ist das Performance-Lenkrad mit horizontalen Doppelstreben. Darauf befinden sich Touchflächen für die Bedienung von Infotainment Telefonanbindung, Tempomat und Kombi-Instrument – Bildnachweis: Mercedes / Daimler

Der Innenraum ähnelt dem der normalen E-Klasse

Die AMG Sitze sind mit Leder Nappa bezogen, verknüpfen sicheren Seitenhalt mit hohem Langstreckenkomfort und verfügen über eine AMG-spezifische Sitzgrafik mit „AMG“-Plakette in den vorderen Sitzlehnen. Optional stehen weitere Ledervarianten zur Wahl. Außerdem sind auf Wunsch AMG Performance-Sitze mit integrierten Kopfstützen und noch besserem Seitenhalt bestellbar. In der S-Variante haben die Produktverantwortlichen das Interieur weiter verfeinert, unter anderem mit Leder-Nappa-Bezug der Instrumententafel und Bordkanten sowie Sicherheitsgurten in kristallgrau. Als neue, AMG spezifische Polsterung steht Leder Nappa schwarz/titangrau pearl mit gelber Kontrastziernaht im Programm. Serienmäßig ist zudem die individuell einstellbare Ambientebeleuchtung an Bord.

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