Mini Cooper SE – Mini bleibt sich auch in der E-Variante optisch treu

9. Juli 2019 22:50 Autor:
Mini Cooper SE mit der neuen Front – Bildnachweis: Mini / BMW

Preise starten ab 32.500 Euro

Anfang nächsten Jahres startet auch der Mini voll elektrisch. Dazu haben die Briten die Technik des BMW i3 in den Lifestyle-Stadtflitzer adaptiert sowie die Batterien in den Unterboden platziert. Immerhin hat sechs Jahre gedauert, bis die Bayern nach dem erfolgreichen i3 mit dem Mini Cooper SE ihr zweites Elektro-Auto vorgestellt haben. 

Die Verkaufspreise des neuen Batterie-elektrischen Cooper SE starten in Deutschland ab 32.500 Euro.

Viele Martktbeobnachter wunderten sich, dass BMW erst jetzt die elektrifizierte Version des Mini als Serienversion anbietet. Zumal sich Vorserienvarianten bereits seit langem in der Praxiserprobung befanden. Heute enthüllte nun BMW in Rotterdam den Mini Cooper SE. Wer für die Elektrovarinate eine futuristische Form oder Designwechsel erwartet hatte, wurde eines besseren belehrt. Der Elektro-Mini ist zweifelsfrei sofort als Mini zu erkennen.

 

Mini Cooper SE 2020
Anfang nächsten Jahres startet auch der Mini voll elektrisch. Dazu hasben die Briten die Technik des BMW i3 in den Lifestyle-Stadtflitzer adaptiert sowie die Batterien in den Unterboden platziert - Bildnachweis: Mini / BMW
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Die Kraftentfaltung seines 184 PS starken Elektromotors leitet seine Kraft auf die Vorderräder. Der markentypische Frontantrieb und die innovative Fahrstabilitätsregelung mit aktornaher Radschlupfbegrenzung verhelfen dem neuen Cooper SE zu einer besonders intensiv wahrnehmbaren Ausprägung der unverwechselbaren, als Gokart-Feeling bekannten Agilität. Die Lithium-Ionen-Batterie ermöglicht eine Reichweite von 235 bis 270 Kilometern. Der Hochvoltspeicher ist tief im Fahrzeugboden angeordnet, sodass sich keinerlei Einschränkungen des Gepäckraumvolumens im Vergleich zum herkömmlich angetriebenen 3-Türer ergeben.

 

 

Mit dem neuen Mini Cooper SE möchte BMW eine Antwort auf die Erfordernisse der urbanen Mobilität schaffen. Vor 60 Jahren schuf das revolutionäre Konstruktionsprinzip des classic Mini die Grundlage für maximalen Innenraum auf minimaler Grundfläche. Mit der modernen Neuinterpretation von kreativer Raumnutzung und einzigartigem Fahrspaß wurde der im Jahr 2001 eingeführte Mini zum Vorbild der gesamten Retro-Welle.

 

Kommentar: Wie möchte BMW mit dem Cooper SE im Markt bestehen?
 
Der brandneue Mini Cooper SE weist die weitgehend identischen technischen Daten auf, wie der seinerzeitige Elektro-Prototyp Mini E, von dem BMW vor zehn Jahren (2009!) ein paar hundert Stück zu Erprobungszwecken gebaut hat. Damals war der Wagen eine Revolution, Tester beeindruckt und Marktbeobachter wunderten sich, warum der Wagen nicht in Serie ging. Da stellt sich einem schon die Frage, warum die Entwicklungsabteilung von BMW hier die letzten Jahre so versagt hat. BMW hat für den Mini Cooper SE zwar die i3-Plattform aus 2014 integriert. Ein E-Auto mit einer fünf bis zehn Jahre alten Technologie auf den Markt zu bringen ist dennoch mutig. Das Wettebewerbsumfeld ist hier deutlich besser aufgestellt. In den US-Medien wird gemutmaßt, ob der Elektro-Mini nicht der wahre Grund für die Demission von Krüger gewesen sei. Es bleibt festzuhalten, dass BMW der elektrischen Konkurrenz mittlerweile um Jahre hinterher fährt. Die Münchner sind vom einstigen Pionier zum Follower geworden. Die namentlich zum Mini passende Batterie-Kapazität von nur 32,6 kWh fällt schlichtweg zu klein aus. Die Elektroreichweite gibt BMW mit 235 bis 270 Kilometer an – abhängig von der Fahrweise und nach der veralteten NEFZ-Norm. Gemessen nach der neuen und heute üblichen WLTP-Norm dürfte die Reichweite ungefähr 20 Prozent weniger betragen. Real drive dürften nicht mehr als 170 bis 200 Kilometer drin sein. Das ist nicht mehr Stand der Technik und viel zu wenig im direkten Vergleich zum Wettebewerbsumfeld. Um die Relationen zu verdeutlichen: Die jüngste Evolutionsstufe des Renault Zoe mit 50-kWh-Batterie ermöglicht eine Reichweite von 390 Kilometern. Gemessen wohlbemerkt nach WLPT. Auch der ID.3 von VW samt seiner Konzernbrüder auf Basis der MEQ-Plattform werden sich hier deutlich fortschrittlicher positionieren.

 

 

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