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Nissan X-Trail e-Power e-4orce Tekna: Das große Mittelklasse-SUV mit Allrad und Hybrid im Test

Nissan X-Trail e-Power e-4orce Tekna 2025 - Bildnachweis: MOTORMOBILES

  

Elektro-Gefühl ohne Kabel – wie gut funktioniert das im Alltag?

Der Nissan X-Trail positioniert sich in der oberen Mitte der SUV-Mittelklasse als geräumiger Alltags- und Reisewagen mit einem ungewöhnlichen, serienhybridähnlichen Antriebskonzept. Seine offensivere Formgebung und der elektrische Charakter des Antriebs sollen Käufer ansprechen, die den Komfort und die Regenerationsvorteile elektrischer Fahrweisen wünschen, ohne auf die Reichweitenunabhängigkeit eines Verbrenners verzichten zu wollen. Wettbewerber sind klassische Vollhybride und selbstladende Hybride wie der Toyota RAV4 AWD-i, der Honda CR-V e:HEV, sowie größere SUV-Hybride wie der Kia Sorento. Im Preissegment konkurriert der X-Trail außerdem mit Modellen wie Mazda CX-5 oder Volkswagen Tiguan, abhängig vom gewählten Ausstattungsniveau.

Nissan X-Trail e-Power e-4orce Tekna 2025 – Bildnachweis: MOTORMOBILES

Für Privatkunden ergibt sich daraus ein klares Profil: Familien oder Vielfahrer, die ein komfortables, gut ausgestattetes Fahrzeug mit großem Nutzwert wollen, aber keine Ladevorgänge an öffentlichen Säulen wünschen. Fuhrpark- und Flottenmanager sehen den X-Trail als Option, wenn Reichweitenunabhängigkeit, einfache Betankung und moderater Spritverbrauch in der Stadt wichtiger sind als Steuer- oder Fördervorteile, die reine Plug-in-Hybride oder BEV bieten. Leasingkonditionen, Total Cost of Ownership und Serviceintervalle werden für Flotten ebenfalls entscheidend sein; hier kommt dem X-Trail seine einfache Infrastruktur vor Ort (kein Ladevorgang notwendig) und die serienmäßige Konnektivität zugute, während höhere Verbrauchswerte auf Autobahnstrecken und die auf drei Jahre begrenzte Herstellergarantie die Bilanz für einige Flottenbetreiber weniger attraktiv machen dürften.

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Technische Einordnung des e-Power Antriebs als Sonderform des Hybrid

Der e-Power des X-Trail ist kein Plug-in, kein reiner Range-Extender in klassischer Auslegung und auch kein herkömmlicher Parallel-Hybrid: Es handelt sich um eine serielle bzw. seriell-dominierte Hybridarchitektur, bei der ein 1,5-Liter-Dreizylinder-Turbobenziner primär als Generator arbeitet, um die Batterie und die Wechselrichter zu speisen. Die Räder werden ausschließlich von Elektromotoren an den Achsen angetrieben. Das ergibt ein Fahrgefühl, das dem eines batterieelektrischen Fahrzeugs nahekommt, weil das Drehmoment unmittelbar elektronisch bereitsteht und die Übersetzung konstant ist.

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Im konkreten X-Trail-Aufbau sitzen ein kräftiger Elektroantrieb an der Vorderachse und ein zweiter Elektromotor an der Hinterachse; die kombinierte Systemleistung liegt bei rund 157 kW (213 PS) und das System liefert hohe Drehmomentspitzen auf Knopfdruck. Die Batterie ist bewusst klein gehalten (Nennkapazität ca. 2,1 kWh, netto nutzbar etwa 1,8 kWh), sie fungiert als Puffer für kurzfristige elektrische Leistungsabgaben und zur Rekuperation. Eine externe Lademöglichkeiten gibt es nicht, die Batterie wird ausschließlich über den Benzingenerator und Rekuperation geladen. In der Praxis bedeutet das: sehr spontanes Anfahrverhalten und gute Stadt-Effizienz, hingegen ein Benzinverbrauch, der bei hoher Leistung oder längeren Autobahnabschnitten deutlich ansteigt, weil der Generator dann dauerhaft hohe Leistung liefern muss. Die Dateien nennen die Zellchemie der Batterie als NCM (Nickel-Cobalt-Mangan), eine gängige Chemie für hohe Energiedichte und gute Packungsdichte; die Angabe stammt aus den Hersteller-/Testunterlagen in den beigefügten Materialien.

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Exterieur-Design und Optik

Äußerlich zeigt der X-Trail eine bewusst kantigere, selbstbewusste Formensprache. Die Front ist schmal-gezogen, Scheinwerfenelemente und markante Radläufe verleihen dem Fahrzeug eine muskulöse Präsenz; die C-Säulenform wird bewusst betont. Zweifarbige Lackierungen sind verfügbar und tragen zum sportiven Auftritt bei. Mit 4,68 Metern Länge, 1,84 Metern Breite und 1,72 Metern Höhe ordnet sich der Wagen optisch in die Klasse der großen Kompakt-/Mittelklasse-SUV ein.

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Der Radstand von 2,705 Metern sorgt für die im Innenraum spürbare Raumökonomie. Gegenüber der Konkurrenz ist das Design kein radikaler Neuanfang, aber eine mutige Gegenposition zu den eher konservativen Linien mancher Wettbewerber. Zudem wirkt das Fahrzeug im Straßenbild eigenständig. Die Verarbeitung der Außenoberflächen ist sauber, Spaltmaße und Materialübergänge befinden sich auf gutem Niveau. Scheinwerfer- und Heckgrafik sind modern umgesetzt. 

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Qualität und Verarbeitung

Im Innenraum steigt die Qualität gegenüber früheren X-Trail-Generationen deutlich an. Weich unterschäumte Oberflächen, Kunstleder mit sauberen Nähten und gebürstete Applikationen prägen das Ambiente; insgesamt wirkt das Cockpit wohnlich und funktional. Klappern oder lose Teile waren in den Testbeschreibungen nicht Thema, das Füge- und Verarbeitungsniveau wird in mehreren Testberichten als gut eingestuft. Die Haptik der Bedienelemente ist überwiegend hochwertig; Taster und Drehregler liegen fest in der Hand, das Lenkrad wirkt wertig. Kleine Kritikpunkte betreffen die Ambientebeleuchtung, die von Testern als etwas zurückhaltend beschrieben wird, sowie einige ergonomische Details wie Gurthöhenverstellung hinten, die in manchen Berichten als suboptimal genannt wurde. Die Torsionssteifigkeit der Karosserie ist am Fahrverhalten messbar: der X-Trail zeigt wenig Aufbau- oder Karosserieflattern bei schneller Kurvenfahrt, was auf eine befriedigende Steifigkeit hinweist; in langsamen, sehr rauen Passagen wird jedoch ein leichtes „stuckern“ beschrieben, das eher auf die Fahrwerksabstimmung und Reifengröße zurückzuführen ist als auf eine mangelnde Struktur.

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Interieur

Der Innenraum ist eines der stärksten Argumente des X-Trail. Vorn bietet er sehr großzügige Platzverhältnisse, die Sitze sind komfortabel gepolstert und elektrisch verstellbar (in höheren Ausstattungen mit Memory und Lordosenstütze); die Sitzposition ist hoch und übersichtlich, was typisch für das Segment ist. Im Fond finden auch große Erwachsene gut Fuß- und Kopffreiheit. Die Rückbank ist in Längsrichtung verschiebbar, was in Kombination mit der optionalen dritten Sitzreihe Flexibilität bei Gepäck versus Personentransport schafft. Die optionale dritte Reihe ist eher für Kinder und kurze Strecken geeignet. Das Aufpreisangebot ist moderat, doch viele Tester bezweifeln die Alltagstauglichkeit als regelrechte Siebensitzer-Alternative. Praktisch ist der Ladeboden mit variablen Ablagen. Schlechte Noten gab es für eine relativ hohe Ladekante und für ein wenig durchdachtes Gepäckraumrollo.

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Die digitale Bedienung ist modern: ein 12,3-Zoll-TFT-Instrument hinter dem Lenkrad und ein zentrales hochauflösendes Touch-Display bilden die Kern-UX. Die Menüstruktur wird in Tests als logisch und performant beschrieben, Navigationsberechnungen laufen zügig, einige Einstellungsbereiche wirken jedoch etwas verschachtelt; in der Bedienpraxis entlasten physische Tasten unter dem Bildschirm und klare Drehregler für Klimafunktionen erheblich. Apple CarPlay und Android Auto sind an Bord. Jje nach Ausstattungsstufe funktioniert CarPlay kabellos, Android Auto kann kabelgebunden arbeiten, und Nissan bietet zusätzlich kabelloses Laden, mehrere USB-Ports und einen WLAN-Hotspot über die integrierte SIM-Schnittstelle in den NissanConnect Services. Die Sprachsteuerung und manch ein Menüpunkt wurden von Testern als verbesserungsfähig beschrieben. Die Bedienerführung insgesamt ist praxistauglich, die Darstellung von Navigation und Fahrerinformationen ist klar, jedoch wechselt das Display gelegentlich automatisch die Ansicht z. B. bei Aktivierung bestimmter Assistenzfunktionen, was als irritierend empfunden werden kann.

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Antrieb und Leistung – Wenn Verbrenner nur noch Generator sind

Der X-Trail e-Power e-4orce kombiniert den 1,5-Liter-Dreizylinder-Turbobenziner (als Generator) mit zwei Elektromotoren. Die Einzelleistung des Vorderradmotor beträgt 150 kW (204 PS) mit 330 Nm, der Heckmotor 100 kW (136 PS) mit 195 Nm. Die deklarierte Systemleistung liegt bei ca. 157 kW (213 PS). Die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h wird mit rund 7,0 bis 7,2 Sekunden angegeben, die Höchstgeschwindigkeit ist auf 180 km/h limitiert. In der Praxis fühlt sich der Antrieb in der Stadt und beim Anfahren sehr agil an, die Beschleunigungscharakteristik ist elektrisch-typisch linear und unmittelbar. Bei starker Leistungsanforderung, etwa beim Überholen auf der Autobahn oder beim Ziehen, dreht der Verbrenner deutlich hoch, weil er als Generator verstärkt Strom liefern muss; das führt zu einem hörbaren, manchmal als „angestrengt“ empfundenen Laufbild im Vergleich zu rein elektrischen Fahrphasen. Die e-4orce-Allradsteuerung verteilt das Drehmoment blitzschnell zwischen den Achsen und nutzt eine formbare, elektronische Momentensteuerung, die Nissan mit einer Reaktionsrate von bis zu 10.000 Mal pro Sekunde bewirbt. In der Praxis resultiert das in sehr guter Traktion und kontrollierter Kurvenstabilität, spürbar vor allem bei nassen oder rutschigen Belägen.

Nissan X-Trail e-Power e-4orce Tekna 2025 – Bildnachweis: MOTORMOBILES

An der Anhängekupplung der e-4orce-Ausführung schafft der X-Trail bis zu 1.650-1.800 kg gebremst (Herstellerangaben variieren leicht nach Ausführung), was das Fahrzeug auch für gelegentliche Gespannnutzung empfiehlt.

Fahrwerk und Fahreigenschaften

Die Abstimmung des Fahrwerks ist komfortorientiert, mit einer seichten Abstimmung auf Langstreckenkomfort und guter Dämpfung von Autobahn-Unebenheiten. Bei sehr langsamen, harten Querfugen verzeichneten wir eine ganz geringe Tendenz zu einem stößiges Verhalten. Die Lenkung ist präzise, jedoch von einigen Testern als recht neutral und eher gefühllos beschrieben, was die direkte Rückmeldung begrenzt. Bremseneingriffe und das Zusammenspiel von Rekuperation und mechanischer Bremse sind funktionell, aber beim Übergang gibt es noch Raum für Verbesserung. Das elektronische e-4orce-Allradsystem mit Torque-Vectoring-Fähigkeiten verleiht dem Fahrzeug in Kurven zusätzliche Stabilität und hilft, Schleudergefahr zu reduzieren. Auf losem Untergrund und bei Traktionsbedarf zeigt das System seine Stärken. Insgesamt ist das Fahrverhalten eher sicherheits- und komfortorientiert als sportlich-agil.

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Effizienz und Verbrauch

Technisch ist das Konzept auf Effizienz im Alltagsbetrieb ausgelegt: im Stadtverkehr und bei vorausschauender Nutzung der Rekuperation kann der Verbrauch deutlich unter dem eines vergleichbaren reinen Benziners liegen. Die Herstellerangaben für die kombinierten Verbräuche gem. WLTP für die Allrad-e-4orce-Variante beträgt 6,1-6,7 l/100 km. In unserem Test schwankte der Verbrauch zwischen ca. 6,2 und 7,5 l/100 km. Autobahnfahrten mit hoher Geschwindigkeit treiben den Verbrauch schnell über 8 bis 10 l/100 km. Die Reichweite ergibt sich dadurch aus dem moderaten Tankvolumen (55 l) und dem Verbrauchsverhalten: im Praxisbetrieb lassen sich Reichweiten von deutlich über 700 km erreichen, in schnellen Autobahnetappen aber deutlich weniger. Für Flottenverantwortliche ist wichtig zu wissen, dass die Effizienz stark vom Einsatzprofil abhängt: Im urbanen Stop-and-go-Betrieb kommt der e-Power-Vorteil voll zum Tragen. Bei viel Überland- oder Autobahnmischung relativiert sich der Vorteil. Die Batterie ist nur intern ladbar. Eine AC-Ladefähigkeit im klassischen Sinn an externen Quellen besteht nicht, das Onboard-Ladegerät dient dem Generator/Batterie-Management. In den technischen Daten findet sich eine Bordladeleistung (AC-Äquivalent) von ca. 3,7 kW, die die Leistungsaufnahme/Aufladeprozesse des Pufferakkus beschreibt. Diese 3,7 kW-Angabe ist für Flottenplanungen bezüglich Energierückgewinnung und Wärmehaushalt relevant.

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Pufferbatterie

Die Zellchemie der kleinen Pufferbatterie im X-Trail wird vom Hersteller als NCM angegeben, eine in der Automobilindustrie weit verbreitete Lithium-Ionen-Chemie, die ein ausgewogenes Verhältnis aus Energiedichte, Leistungsfähigkeit und Lebensdauer bietet. Für die sehr kleinen Kapazitäten in seriellen Hybriden bedeutet NCM, dass die Batterie kompakt und leistungsfähig ist, aber wegen häufiger Lade-/Entladezyklen in Flotten mit hoher Stop-and-go-Nutzung oder intensiver Rekuperationsarbeit beobachtet werden sollte. Nissan gewährt längere Garantien für Komponenten des elektrischen Antriebsstrangs (z.B. Akku-Komponenten über fünf Jahre), was für Flottenbetreiber ein wichtiges Risikominderungsinstrument ist. Gleichzeitig sollten Fuhrparkmanager Lade- und Klimapolitiken sowie Wartungsintervalle diesbezüglich prüfen. Hinweise zur Batteriepflege, Temperaturmanagement und zur Nutzung von Rekuperationsmodus („B-Mode“, „e-Pedal Step“) sind wichtig für die Praxis: wiederholte Vollbelastung über lange Strecken führt zu höherem Generator-Einsatz und damit zu erhöhtem Verbrauch und thermischer Beanspruchung.

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UX des Infotainment, Konnektivität und Navigation (inkl. Android Auto / CarPlay)

Das NissanConnect-System bildet die Konnektivitätsbasis. Die nativ integrierte Navigationslösung ist leistungsfähig und nutzt TomTom-Services mit Live-Verkehrsdaten. Map-Updates und Dienste werden teilweise „over the air“ angeboten. Die ersten Jahre der Dienste sind okostenfrei inkludiert, danach können Abonnementkosten anfallen. Apple CarPlay wird in höheren Ausstattungen kabellos angeboten, Android Auto ist vorhanden (teils kabelgebunden, je nach Ausstattung), und es gibt einen integrierten WLAN-Hotspot sowie Nissan on Google Assistant und Amazon Alexa-Integration.

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Die Bedienung ist schnell und in Tests stabil. Kritisiert werden gelegentlich verschachtelte Einstellungswege und die Sprachsteuerung. Für Flottenmanager sind OTA-Fähigkeiten und Telematikdienste interessant: Remote-Daten, Diebstahl-Tracking, Fahrzeugstatus und einzelne Flotten-Management-Funktionen können über die NissanConnect Services angeboten werden, oft mit kostenfreier Erprobungsphase. Die Audiowiedergabe ist in der Grundausstattung gut, gegen Aufpreis gibt es ein Bose-System, das das Klangbild deutlich verbessert.

Technische Daten Nissan X-Trail e-Power e-4orce Tekna 2025
Hersteller:Nissan
Karosserie:Kompakt SUV mit bis zu 7 Sitzplätzen
Motor:e-Power: 3-Zyl.- Ottomotor mit 12 Ventilen und Elektromotoren
Start/Stopp-SystemJa
AntriebAllrad e-4ORCE
Hubraum:1.477-1.497 ccm
EmissionsklasseEuro 6d-ISC-FCM
Max. Systemleistung:157 kW (213 PS)
Leistung Benziner:116 kW (158 PS) bei 4.600 Umdrehungen pro Minute
Max Drehmoment Benziner :250 Nm bei 1.550 bis 3.500 Umdrehungen pro Minute
Max Drehmoment Elektrovorderachse:330 Nm
Max Drehmoment Elektrohinterachse:195 Nm
Ladeleistung an AC in kW3,7 kW
Höchstgeschwindigkeit:180 km/h
Beschleunigung (0-100 km/h) in s7,0 Sekunden
Kombinierter Verbrauch WLTP in Litern/100 km 6,1 - 6,5 L / 100 km
Verbrauch WLTP in Litern/100 km Niedrig Stadt: 6,1 - 6,5 L / 100 km
Mittel Stadtrand: 5,1 - 5,5 L / 100 km
Hoch Landstraße: 5,3 - 5,7 L / 100 km
Sehr hoch Autobahn: 7,7 - 8,1 L / 100 km
CO2-Ausstoß kombiniert143 - 152 g/km
EffizienzklasseE
Kraftstoff:Super Bleifrei (95 ROZ)
Tankinhalt45 Liter
Leergewicht (inkl. Fahrer)1.908-1.994 kg
Zulässiges Gesamtgewicht:2.345 kg
Kofferraum575-1.396 Liter
Zuladung539 kg
Reifengröße:235/55 R 19
Wendekreis -
Länge/Breite/Höhe/Radstand 4.680/1.840/1.720/2.705 mm
Versicherung Typklassen KH/VK/TK20/26/26
Wartung15.000 km/12 Monate
Testwagen-Preis inkl. 2-Farblackierung Champagne Silver 57.080,- Euro
Basispreis X-Trail Acenta1.5 VC-T Mild Hybrid 163 PS Xtronicab mind. 39.850,- Euro

 
Preise und Extras

Die offiziellen Preisrahmen in der deutschen Preisliste zeigen eine Staffelung nach Ausstattungsniveau und Antriebsvariante. Die Brutto-Listenpreise des X-Trail ab Auslieferungslager, ohne Überführung: Basisausstattung Acenta für Mild-Hybrid ab 39.850 Euro. Die e-Power-Frontantriebsvarianten beginnen bei 42.850 Euro (Acenta) und klettern je nach Ausstattung bis in die Mitte fünfzig-tausender Bereiche. Die e-4orce-Allradvarianten sind ab 46.350 Euro gelistet und erreichen in gehobenen Linien wie der von uns gefahrene Tekna und Tekna+ Zahlen zwischen rund 55.000 und ca. 58.000 Euro. Die Topausstattung Tekna+ mit Allrad liegt im Listenblatt bei etwa 58.140 Euro. Die e-Power Vorderradantriebsversionen liegen im Bereich 42.850 (Acenta) bis ca. 54.640 (Tekna+). Optionspreise: Navigations-Pack (NissanConnect Navigation) 1.350 Eur, Panorama-Glasschiebedach 1.200 Euro, Bose-Soundsystem 700 Euro, 20-Zoll-Felgen 500 Euro, dritte Sitzreihe rund 800 Euro. Für Flottenkunden sind Listenpreis, mögliche Rabatte, Servicepakete, Garantieverlängerungen und Restwertprognosen entscheidend. Für Privatkunden ist die Gegenrechnung mit Treibstoffkosten, Komfort-Extras und Relevanz von Features wie Bose, Panorama-Dach und ProPilot-Funktionen maßgeblich.

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Fazit: Großes Mittelklasse-SUV mit hohem Reifegrad

Der Nissan X-Trail e-Power e-4orce Tekna ist ein technisch und konzeptionell durchdachtes Fahrzeug, das die Lücke zwischen klassischem Hybrid, eigenständigem Elektrocharakter und konventionellem Verbrenner clever zu besetzen versucht. Stärken sind die elektrische Fahrcharakteristik im Alltag, hoher Fahrkomfort, großzügige Raumökonomie, moderne Konnektivität und eine reichhaltige Sicherheits- und Assistenzausstattung. Das e-4orce-Allradgefühl mit schneller elektronischer Momentenverteilung sorgt für sehr gute Traktion und ein sicheres Fahrverhalten im nassen und winterlichen Betrieb. Schwächen sind die begrenzte Batterie-Kapazität, die das Fahrzeug bei hoher Leistungsanforderung auf den Benzingenerator zurückwirft, sowie der – je nach Einsatz – deutlich steigende Verbrauch auf langen Autobahnpassagen. Beim Bremsgefühl sowie dem Übergang zwischen Rekuperation und konventioneller Bremse sind Bereiche, in denen Nissan noch Feinarbeit leisten kann. Für Privatkunden ist der X-Trail ein attraktives Angebot, wenn der Nutzer den Mix aus elektrischem Fahrgefühl und tankbarer Reichweite schätzt. Für Fuhrpark- und Flottenmanager ist er eher dann interessant, wenn die Einsatzprofile viele innerstädtische Fahrten oder Mischprofile mit moderatem Autobahnanteil aufweisen und wenn einfache Betankbarkeit gegenüber Ladevorteilen von BEV priorisiert wird. Insgesamt ist der X-Trail ein gereiftes Produkt mit einem überzeugenden Gesamtpaket, das in vielen Alltagsfragen praktische Antworten liefert. Beim Wirkungsgrad auf langen Überlandetappen reicht diese allerdings nicht ganz an die Effizienz der besten Vollhybride heran. 

Nissan X-Trail e-Power e-4orce 2025