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Oberklasse-Ambiente trifft auf 400-Volt-Architektur: Der aufgefrischte Nissan Ariya im Kurztest

Nissan Ariya e-4orce Evolve im Kurztest - Bildnachweis: MOTORMOBILES

Die Marktposition von Nissan und die Allianz im Umbruch

Wer die Transformation der internationalen Automobilindustrie aufmerksam verfolgt, erlebt bei Nissan ein hochkomplexes Spannungsfeld zwischen traditioneller Pionierrolle und harten Restrukturierungsmaßnahmen. Einst fuhr die Marke mit dem Leaf an der Spitze der globalen Vollelektrifizierung, doch die rasante Dynamik internationaler Wettbewerber hat die Marktanteile spürbar unter Druck gesetzt. Der globale Marktanteil des japanischen Herstellers ging zuletzt leicht auf etwa 3,44 Prozent zurück, was deutliche Anpassungen in der weltweiten Unternehmensstrategie erforderlich machte. Mit dem Transformationsprogramm unter der Bezeichnung The Arc steuert das Management umgehend gegen. Das globale Produktionsnetzwerk wird konsolidiert, Entwicklungskosten werden gesenkt und das Modellangebot wird auf rentable Kernsegmente verfeinert.

Nissan Ariya e-4orce Evolve im Kurztest – Bildnachweis: MOTORMOBILES

Innerhalb der gewachsenen Allianz mit Renault und Mitsubishi nimmt Nissan eine eigenständige, aber eng verzahnte Rolle ein. Die dreigliedrige Partnerschaft hat ihre Kooperation auf eine pragmatische, projektbezogene Grundlage gestellt, um durch gemeinsam genutzte Architekturen wie die CMF-EV-Plattform erhebliche Skaleneffekte zu erzielen. Während Renault im europäischen B-Segment mit kompakten Stromern Präsenz zeigt, besetzt Nissan das ertragsstarke Crossover- und SUV-Segment.

Nissan Ariya e-4orce Evolve im Kurztest – Bildnachweis: MOTORMOBILES

Auf dem deutschen Markt zeichnet sich für Nissan eine Konsolidierung ab. Der Marktanteil liegt aktuell bei knapp 1,2 Prozent, getragen von etablierten Verbrenner- und e-Power-Bestsellern wie dem Qashqai und dem Juke. Für den nachhaltigen Erfolg im Flotten- und Privatmarkt ist die konsequente Elektrifizierung unumgänglich. Zum Modelljahr 2026 richtet Nissan den Vertrieb in Deutschland schärfer aus. Der Verzicht auf reine Euro-7-Verbrennerinvestitionen unterstreicht den Fokus auf teil- und vollelektrische Antriebe. Der überarbeitete Nissan Ariya übernimmt hierbei die Rolle des technologischen Aushängeschilds, während der neue Leaf das Elektro-Portfolio nach unten ergänzt.

Nissan Ariya e-4orce Evolve im Kurztest – Bildnachweis: MOTORMOBILES

Marktsegment und Technische Einordnung des Nissan Ariya

Der Nissan Ariya ordnet sich mit einer Außenlänge von knapp 4,60 Metern, einer Breite von 1,85 Metern und einer Höhe von 1,67 Metern im hart umkämpften Segment der kompakten bis mittelgroßen Crossover-SUVs ein. Technisch beruht das Fahrzeug auf der dedizierten Elektrobit-Plattform CMF-EV, die gemeinsam innerhalb der Alliance-Entwicklung konzipiert wurde. Diese Architektur unterscheidet sich grundlegend von Mischplattformen älterer Generationen, da das Batteriegehäuse als tragendes Strukturelement tief im Fahrzeugboden integriert ist.

Die Integration des Akkugehäuses verbindet die Längsträger und Seitenschweller auf direkte Weise mit den Achsaufnahmen. Dadurch erreicht der Ariya eine Torsionssteifigkeit, die etwa um das 1,9-Fache über der von vergleichbaren konventionellen C-Segment-SUVs liegt. Diese extrem steife Rohkarosserie bildet die Grundvoraussetzung für ein präzises Fahrverhalten und erlaubt den Ingenieuren eine differenzierte Abstimmung von Federn und Dämpfern, ohne Karosserieverwindungen über übermäßige Härte kompensieren zu müssen.

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Im direkten Konkurrenzumfeld trifft der Ariya auf etablierte Vertreter wie den Volkswagen ID.4, den Skoda Enyaq, den Kia EV6, den Hyundai Ioniq 5 sowie den Toyota bZ4X. Ein doppelter Blick lohnt sich zudem im Vergleich zu kompakten Stromern des B-Segments, etwa dem neuen Nissan Micra EV, dem Renault 5 E-Tech oder dem BYD Dolphin. Während Fahrzeuge der B-Klasse mit Längen unter vier Metern und Akkugrößen zwischen 40 und 52 kWh primär für den urbanen Nahverkehr optimiert sind, bietet der Ariya dank seines Radstands von 2,78 Metern, des großzügigen Innenraums und der vollwertigen Langstreckentauglichkeit ein völlig anderes Leistungsspektrum für Langstreckenpendler und gewerbliche Dienstwagenflotten.

Nissan Ariya e-4orce Evolve im Kurztest – Bildnachweis: MOTORMOBILES

Marktentwicklung und staatliche Förderung

Der Marktstart des überarbeiteten Nissan Ariya fällt in eine Phase veränderter Rahmenbedingungen für die Elektromobilität in Deutschland. Nach dem Auslaufen früherer Pauschalförderungen stützen neu strukturierte Anreize und herstellerseitige Verkaufsförderungen den Markt. Digitalisierte Antragsverfahren ermöglichen gewerblichen und privaten Kunden wieder einen gezielten Zugang zu Prämien, die mit Importeursboni kombiniert werden können. Besonders für Fuhrparkmanager und Flottenbetreiber bleibt der vollelektrische Ariya ein hochinteressantes Objekt im Fuhrparkportfolio. Neben der reduzierten Dienstwagenbesteuerung für Arbeitnehmer punkten rein elektrische Crossover auf CMF-EV-Basis mit planbaren Betriebskosten, geringem Wartungsaufwand und verlässlichen Restwerten. Die Kombination aus repräsentativem Lounge-Design und praxisgerechten Alltagsfunktionen erfüllt die Anforderungen modern ausgerichteter Unternehmensflotten, die strenge CO2-Vorgaben einhalten müssen.

Nissan Ariya e-4orce Evolve im Kurztest – Bildnachweis: MOTORMOBILES

Exterieur-Design und Optik

Die optische Überarbeitung zum Modelljahr 2026 verleiht dem Nissan Ariya eine deutlich reifere und elegantere Präsenz. Die bisherige schwarze Frontmaske weicht einer geglätteten, in Wagenfarbe lackierten Schürze. Ein dezent platziertes schwarzes Zierband verbindet die schmal gewordenen Voll-LED-Scheinwerfer. Das neu gestaltete Tagfahrlicht-Layout nimmt optisch Anleihen am aktuellen Designstil der Marke auf und verleiht dem Crossover ein technisch-präzises Gesicht.

Nissan Ariya e-4orce Evolve im Kurztest – Bildnachweis: MOTORMOBILES

Die fließende Dachlinie fällt nach hinten feinfühlig ab und verleiht dem Fünftürer eine sportliche Silhouette, ohne die Kopffreiheit im Fond übermäßig einzuschränken. In der Seitenansicht fallen neue, aerodynamisch optimierte Leichtmetallräder im 20-Zoll-Format ins Auge. Mit einem cW-Wert von knapp 0,297 schneidet die Karosserie effizient durch den Fahrtwind, was insbesondere auf schnellen Autobahnetappen der Reichweite zugutekommt. Neue Außenfarben wie das helle Plasma Green erweitern das Farbprogramm und unterstreichen den futuristischen Charakter des Fahrzeugs.

Nissan Ariya e-4orce Evolve im Kurztest – Bildnachweis: MOTORMOBILES

Materialauswahl, Haptik, Qualität und Verarbeitung

Beim Betreten des Innenraums fällt sofort der hohe Qualitätsanspruch auf, den Nissan mit der Modellpflege konsequent weiterentwickelt hat. Das Interieur verströmt eine angenehme, japanisch geprägte Lounge-Atmosphäre, die sich wohltuend vom technokratischen Stil mancher Wettbewerber abhebt. Die verwendeten Materialien überzeugen durch eine feine Haptik, weiche Kunstlederbezüge und exakt gefügte Bauteilübergänge. Besonders gelungen wirkt die Holzdekorleiste, die sich über die gesamte Breite der Armaturentafel erstreckt. In dieses Echtholzimitat sind die kapazitiven Touch-Bedienelemente für die Klimatisierung nahtlos integriert. Erst beim Aktivieren der Zündung werden die Symbole durch das Holz hindurch beleuchtet. Die Verarbeitung präsentiert sich extrem solide; Klappern oder unliebsame Geräusche glänzen selbst auf schlechten Wegstrecken durch Abwesenheit, was die hohe Verwindungssteifigkeit der Grundstruktur einmal mehr untermauert.

Nissan Ariya e-4orce Evolve im Kurztest – Bildnachweis: MOTORMOBILES

Interieur: Raumökonomie, Platzverhältnisse, Variabilität und Infotainment

Die Raumökonomie nutzt die spezifischen Vorteile der CMF-EV-Plattform optimal aus. Durch das Fehlen eines Getriebetunnels entsteht ein völlig flacher Innenraumboden, der allen Insassen hervorragende Bewegungsfreiheit garantiert. Die Vordersitze sind vielfach elektrisch einstellbar, beheizbar sowie belüftbar und bieten angenehmen Langstreckenkomfort, wenngleich die Sitzposition im Verhältnis zum Lenkrad konstruktionsbedingt etwas erhöht ausfällt. Im Fond finden selbst Großgewachsene bis zu einer Körpergröße von 1,95 Metern üppige Beinfreiheit und vollkommen ausreichende Kopffreiheit vor.

Ein echtes Highlight der Variabilität bleibt die elektrisch längsverschiebbare Mittelkonsole. Sie lässt sich per Knopfdruck nach hinten fahren, um den Raum zwischen den Vordersitzen freizugeben oder den Fondpassagieren einen besseren Zugriff auf Ablagen zu ermöglichen. Im vorderen Bereich der Konsole befindet sich die überarbeitete induktive Smartphone-Ladeschale, die Mobiltelefone nun mit bis zu 15 Watt lädt und über eine integrierte Kühlung verfügt, um Hitzestau beim Schnellladen zu vermeiden. Der Gepäckraum fasst bei den frontangetriebenen Varianten 468 Liter und schrumpft beim Allradmodell e-4orce durch den zweiten Elektromotor an der Hinterachse geringfügig auf 415 Liter. Durch Umklappen der im Verhältnis 60:40 geteilten Rücksitzlehne entsteht ein ebener Ladeboden mit bis zu 1.350 Litern Volumen. Ein vorderer Kofferraum, ein sogenannter Frunk, fehlt allerdings weiterhin, sodass Ladekabel im Unterboden des Heckkofferraums verstaut werden müssen.

Nissan Ariya e-4orce Evolve im Kurztest – Bildnachweis: MOTORMOBILES

Das digitale Cockpit setzt sich aus zwei nahtlos zusammengefügten 12,3-Zoll-Bildschirmen für die Instrumentenanzeige und den zentralen Touchscreen zusammen, ergänzt durch ein großes Head-up-Display mit 10,8 Zoll Projektionsfläche. Die größte Neuerung der Modellpflege betrifft das Infotainmentsystem: Nissan integriert nun native Google-Dienste direkt in das Betriebssystem NissanConnect. Google Maps dient als primäres Navigationssystem und berechnet Routen unter intelligenter Einbeziehung nötiger Ladestopps. Sobald ein Schnellladepunkt als Ziel gewählt wird, leitet das System automatisch die thermische Vorkonditionierung der Hochvoltbatterie ein.

Smartphones koppeln kabellos via Apple CarPlay oder Android Auto. Die Sprachbedienung verarbeitet natürliche Sprachbefehle wahlweise über die fahrzeugeigene Sprachsteuerung oder Amazons Alexa. Über die NissanConnect Services App lassen sich Fahrzeugstatus, Reifendruck, Batterieladezustand sowie die Standklimatisierung aus der Ferne überwachen und steuern. Für den akustischen Genuss sorgt im Evolve Pack das Bose Premium Soundsystem mit zehn präzise abgestimmten Hochleistungslautsprechern samt digitalem Verstärker, das eine transparente und druckvolle Klangkulisse im leisen Innenraum erzeugt.

Jens Fleischhacker im neuen modellgepflegten Nissan Ariya – Bildnachweis: Fotografin Daniela Loof / Nissan

BEV-Antrieb, Leistung, Reichweite, Verbrauch und Ladegeschwindigkeit

Mit dem Facelift vereinfacht Nissan die Motoren- und Akkuaufstellung für den europäischen Markt drastisch. Die bisherige Einstiegsvariante mit dem kleineren 63-kWh-Akku entfällt komplett. Fortan rollt der Ariya ausschließlich mit dem großen Lithium-Ionen-Akkumulator aus den Fertigungshallen, der über einen Brutto-Energiegehalt von 91 kWh und eine netto nutzbare Kapazität von 87 kWh verfügt. Die Zellchemie basiert auf erprobten NCM-Zellen (Nickel-Mangan-Cobalt), die eine hohe Energiedichte auf engem Raum garantieren. Der Kunde hat die Wahl zwischen zwei Leistungsstufen. Den Einstieg bildet der frontangetriebene Ariya mit einem Elektromotor an der Vorderachse, der 178 kW respektive 242 PS leistet und ein Drehmoment von 300 Nm bereitstellt. Damit beschleunigt der Crossover in 7,6 Sekunden auf Tempo 100 und erreicht eine abgeregelte Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h. Laut WLTP-Norm ermöglicht diese Kombination eine kombinierte Reichweite von bis zu 520 bis 531 Kilometern bei einem kombinierten Normverbrauch von 18,2 bis 18,7 kWh pro 100 Kilometer.

Für anspruchsvolle Fahrbedingungen steht die Allradvariante e-4orce zur Verfügung, bei der zwei Elektromotoren – je einer pro Achse – eine Systemleistung von 225 kW beziehungsweise 306 PS sowie ein mächtiges Drehmoment von 600 Nm auf die Straße bringen. Der Allradler sprintet in nur 5,7 Sekunden auf 100 km/h und wird erst bei 200 km/h elektronisch eingefangen. Der kombinierte WLTP-Verbrauch liegt hier bei 19,3 bis 20,4 kWh pro 100 Kilometer, was zu einer WLTP-Reichweite von bis zu 501 Kilometern führt. Im realen Testbetrieb erweist sich der Ariya als angemessen effizient. Bei moderaten Außentemperaturen und überwiegendem Überland- oder Stadtverkehr lassen sich Verbrauchswerte zwischen 15 und 17 kWh pro 100 Kilometer realisieren. Auf der Autobahn bei konstantem Richttempo von 130 km/h oder bei winterlichen Temperaturen pendelt sich der Praxisverbrauch bei etwa 21 bis 23 kWh pro 100 Kilometer ein, was praxistaugliche Etappen von 350 bis 400 Kilometern zwischen zwei Ladestopps erlaubt.

Wechselstrom lädt der integrierte On-Board-Charger serienmäßig dreiphasig mit 11 kW, optional steht für beschleunigtes Laden an städtischen Ladesäulen ein 22-kW-Lader bereit. An DC-Schnellladesäulen belässt es Nissan auch nach der Modellpflege bei einer maximalen Peak-Ladeleistung von 130 kW. Im Vergleich zu Wettbewerbern mit 800-Volt-Technologie klingt dieser Wert konservativ. Allerdings glänzt der Ariya dank Flüssigkeitskühlung und aktiver Temperaturführung mit einer breiten, flachen Ladekurve. Ein Ladehub von 10 auf 80 Prozent vergeht in etwa 35 bis 40 Minuten. Serienmäßig mit an Bord ist nun ein Vehicle-to-Load-Adapter (V2L), der die Traktionsbatterie zur mobilen Powerbank macht und externe Elektrogeräte mit bis zu 3,7 kW Leistung versorgt.

Nissan Ariya e-4orce Evolve im Kurztest – Bildnachweis: MOTORMOBILES

Fahreigenschaften

Fahrdynamisch präsentiert sich der Nissan Ariya als ausgewogener, extrem leiser Reisewagen. Die Fahrwerksingenieure haben die Dämpferkennung zum Modelljahr 2026 feinfühlig überarbeitet. Das Setup fällt im Grundcharakter komfortorientiert aus, ohne schwammig zu wirken. Langer Federweg und das hohe Fahrzeuggewicht von rund zwei Tonnen sorgen für eine satte Straßenlage. Lediglich kurze, schroffe Querverbindungen auf schlechtem Asphalt dringen bisweilen spürbar zu den Insassen durch.

Nissan Ariya e-4orce Evolve im Kurztest – Bildnachweis: MOTORMOBILES

Die Lenkung arbeitet präzise und vermittelt ausreichend Rückmeldung vom Straßenzustand. In schnell durchfahrenen Kurven hält die verwindungssteife Karosserie die Seitenneigung wirkungsvoll im Zaum. Im e-4orce Allradmodell verteilt die elektronische Allradsteuerung die Antriebskräfte blitzschnell und stufenlos zwischen Vorder- und Hinterachse. Das System regelt zudem die Bremsenergie beim Verzögern an jedem Rad individuell, was das Einnicken der Karosserie wirkungsvoll unterdrückt und die Fahrstabilität auf nasser, verschneiter oder unbefestigter Fahrbahn auf ein herausragendes Niveau hebt. Über den Fahrerlebnisschalter stehen die Fahrprogramme Standard, Sport, Eco und Snow zur Auswahl, welche die Kennlinien von Gasannahme, Lenkung und Allradverteilung spürbar verändern. Das Rekuperationssystem beinhaltet die e-Pedal Step Funktion. Beim Aufheben des Drucks auf das Fahrpedal verzögert der Stromer kraftvoll und gewinnt Energie zurück. Ein vollständiges Halten bis zum Stillstand erfolgt jedoch nicht automatisch; für die letzten Meter bleibt das Betätigen des mechanischen Bremspedals erforderlich.

Unterstützt wird die Fahrt durch das ProPILOT Fahrassistenzsystem mit Navi-Link. Das System kombiniert den adaptiven Abstands- und Geschwindigkeitsregeltempomaten mit einem aktiven Spurhalteassistenten, passt die Geschwindigkeit vor Kurven oder Ausfahrten automatisch an und übernimmt im Stau das selbstständige Anhalten und Anfahren. Die Kamerasysteme für die 360-Grad-Rundumsicht bieten wertvolle Hilfe beim Rangieren, einschließlich einer virtuellen Durchsicht durch die Motorhaube, um Hindernisse direkt vor den Vorderrädern sichtbar zu machen.

Nissan Ariya e-4orce Evolve im Kurztest – Bildnachweis: MOTORMOBILES

Nissan Ariya e-4ORCE Evolve Pack (87 kWh)
Merkmal / EigenschaftDetail / Spezifikation
ModellNissan Ariya e-4orce
AusstattungslinieEvolve Pack
MotorartElektro-Doppelmotor
Systemleistung (max.)225 kW (306 PS)
Max. Drehmoment600 Nm
Antriebsarte-4ORCE Allradantrieb
BatterietypLaminierte Lithium-Ionen-Batterie (wassergekühlt)
Batteriekapazität87 kWh
AC-LadesystemTyp 2, dreiphasig, bis 11 kW (32 A)
DC-LadesystemCCS Typ 2, bis 130 kW
Fahrzeuglänge4.595 mm
Fahrzeugbreite1.850 mm
Fahrzeughöhe1.650 mm
Radstand2.775 mm
Wendekreis10,8 m
Leergewicht (min. inkl. Fahrer)2.259 – 2.315 kg
Zulässiges Gesamtgewicht2.655 kg
Reifengröße / Felgen255/45 R20 / 20"-Leichtmetallfelgen
Kofferraumvolumen415 – 1.280 Liter
Stromverbrauch kombiniert (WLTP)20,0 – 20,4 kWh / 100 km
CO₂-Emission & Klasse0 g/km / Klasse A
Elektrische Reichweite (WLTP kombiniert)498 – 507 km
Beschleunigung (0–100 km/h)5,7 Sekunden
Höchstgeschwindigkeit200 km/h
Typklassen (KH / VK / TK)15 / 26 / 23
Wartungsintervall30.000 km / 12 Monate
Ladekabel im LieferumfangMode-2-Ladekabel (Schuko, 10 A, bis 2,3 kW) & Mode-3-Ladekabel (3-phasig, 11 kW)
Besondere Elektro-Featurese-Pedal Step (One-Pedal-Driving), Wärmepumpe, V2L-Adapter (Vehicle-to-Load)
Beleuchtung & ExterieurLED-Scheinwerfer mit Follow-me-home, LED-Tagfahrlicht, LED-Rückleuchten, LED-Nebelscheinwerfer
Verglasung & KlappenVerdunkelte Scheiben ab B-Säule, elektrische & sensorgesteuerte Heckklappe
SpiegelAußenspiegel elektrisch einstellbar, beheizbar, automatisch anklappbar
Assistenzsysteme (Sicherheit)Autonomer Notbremsassistent (Fußgänger-/Radfahrer, Kreuzung), Frontkollisionswarnung, Müdigkeitserkennung
Spur- & TotwinkelassistentenAktiver Spurhalte- & Totwinkelassistent mit korrigierendem Bremseingriff
ProPILOT mit Navi-LinkStau-Assistent (Stop&Go), Lenk-Assistent, Tempoanpassung (Kurven, Ausfahrten, Schilderkennung)
Parksysteme & SichtProPILOT Park (autonomes Einparken), Around View Monitor (360° Kamera, Skelett-Ansicht, T-Kreuzung)
Infotainment & KonnektivitätZwei 12,3"-TFT-Bildschirme, Google Built-in (Maps, Assistant), OTA-Updates, 10,8"-Head-up-Display
Smartphone-AnbindungKabelloses Apple CarPlay & Android Auto, induktives/gekühltes Smartphone-Ladegerät (15 W)
Audio SystemBose Premium-Soundsystem mit 10 Lautsprechern, Digitalradio (DAB+)
Sitze & InnenraumLeder/Wildleder-Nachbildung (Schwarz), Memory-Funktion für Sitz/Lenkrad/Spiegel
Klima & Komfort2-Zonen-Klimaautomatik, Beheizbare & belüftete Vordersitze, beheizbare Rücksitze, beheizbares Lenkrad
Dach & InnenspiegelDigitaler Innenspiegel mit Kamerafunktion, Panorama-Glasschiebedach, LED-Ambientebeleuchtung (64 Farben)
FahrmodiStandard, Sport, Eco, Snow
Grundpreis Ariya 87 kWh Evolve Pack (242 PS)58.840 Euro
Grundpreis Testwagen (e-4orce 306 PS)63.840 Euro
Sonderausstattung TestwagenZwei-Farben-Lackierung (Plasma Green / Dach in Pearl Black) (+1.500 Euro)
Gesamtpreis des Testwagens65.340 Euro
 

Preise und Extras

Die Streichung der kleinen 63-kWh-Batterie und die Anhebung der Serienausstattung führen zu einer deutlichen Verschiebung der Preisstruktur. Der Einstiegspreis für den Nissan Ariya steigt nominell an, da das Basismodell fortan direkt mit der großen 87-kWh-Batterie und der gehobenen Evolve Pack Ausstattung ausgeliefert wird. Der Nissan Ariya mit 87-kWh-Batterie und 178 kW (242 PS) starkem Frontantrieb steht in der Ausführung Evolve Pack ab einem Listenpreis von 58.840 Euro in der Preisliste. Das Allradmodell Nissan Ariya e-4ORCE mit 87-kWh-Batterie und 225 kW (306 PS) Systemleistung im Evolve Pack startet bei einem Listenpreis von 63.840 Euro. Die Serienausstattung der Evolve Pack Ausführung fällt außergewöhnlich komplett aus. Sie umfasst unter anderem das Panorama-Glasschiebedach, das Bose Premium Soundsystem mit zehn Lautsprechern, das 10,8-Zoll-Head-up-Display, belüftbare und beheizbare Ledersitze vorne, die elektrisch verschiebbare Mittelkonsole, den ProPILOT mit Navi-Link, die Wärmepumpe sowie den V2L-Adapter. Aufpreispflichtig bleiben im Wesentlichen Sonderlackierungen wie die Zweiton-Lackierung sowie 20-Zoll-Leichtmetallräder.

Nissan Ariya e-4orce Evolve im Kurztest – Bildnachweis: MOTORMOBILES

Fazit: Gelungene Modellpflege 

Mit dem Facelift zum Modelljahr 2026 beseitigt Nissan gezielt die Schwachstellen der ersten Ariya-Generation. Die optische Modernisierung verleiht dem Crossover ein zeitlos elegantes Gesicht, während die Aufwertung des Interieurs mit erstklassiger Verarbeitung und der elektrisch verschiebbaren Mittelkonsole nach wie vor Maßstäbe im Segment setzt. Der größte Fortschritt liegt in der Integration von Google Services, wodurch die Navigation mitsamt intelligenter Ladestoppplanung und automatischer Batterie-Vorkonditionierung auf den aktuellen Stand der Technik gebracht wurde. Kritisch festzuhalten bleibt die maximale DC-Ladeleistung von 130 kW, die auf langen Autobahnstrecken mehr Zeit erfordert als bei der fernöstlichen Konkurrenz mit 800-Volt-Systemen. Zudem hebt der Entfall des kleinen Akkus den Einstiegspreis spürbar an. Dennoch erhalten Privatkunden und Flottenmanager mit dem neuen Ariya ein ausgereiftes, komfortables und optisch eigenständiges Elektro-SUV, das mit hohem Raumkomfort, überzeugendem Allradantrieb e-4orce und vorbildlicher Sicherheitsausstattung glänzt.

 

Nissan Ariya e-4orce Evolve Pack MJ 2026
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