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Online-Lösung im Theorieunterricht für Fahrschulen noch nicht geregelt

Über 10.000 Fahrschüler haben schon mit der DrivEddy Fahrschul-App gelernt und sich mit ihren Fahrschulen deutschlandweit verbunden - Bildnachweis: DrivEddy

  

DrivEddy startet digitalen Theorieunterricht für Fahrschüler

 

Die Fahrschul-Branche ist im höchsten Maße von der Corona-Pandemie betroffen. Weil aufgrund der Hygienevorschriften der Theorieunterricht in reduzierter Teilnehmerzahl stattfinden muss, ruht die Ausbildung von hunderttausenden deutschen Fahrschülern weiter. Mit der neuen Blended-Learning-Plattform bietet die Online-Fahrschul-Plattform DrivEddy (www.DrivEddy.com/) einen Lösungsansatz, der den Theorieunterricht von deutschen Fahrschülern risikofrei gewährleisten kann. Ab dem 11. Mai können Fahrschüler bei DrivEddy Theoriestunden sicher von zuhause aus absolvieren.

Sicherheitsmaßnahmen in den meisten Fahrschulen nicht durchführbar

  

Kürzlich teilte der Präsident des Verkehrsbranchenverbands Moving e.V. mit, dass die Coronakrise die größte Herausforderung sei, mit der die Fahrschul-Branche jemals konfrontiert wurde. 30 Prozent der Fahrschulen in Deutschland stehen vor dem Aus und 72,5 Prozent beziehen momentan staatliche Hilfe. In Hoffnung auf eine möglichst zügige Aufnahme des Betriebes veröffentlichte der Bundesverband Deutscher Fahrschulunternehmen (BDFU) Vorschläge einer Exit-Strategie, die generelle Schutzmaßnahmen in Theorie- und Praxisunterricht beinhalteten. Im Theorieunterricht setzt der Verband auf Abstandsregelungen von 1,5 Metern um die Sicherheit der Fahrschüler zu gewährleisten.Vor Ort bedeutet das pro teilnehmendem Fahrschüler eine Fläche von zehn Quadratmetern. Laut Lasse Schmitt, Chief Marketing Officer und Mitgründer von DrivEddy, sind diese Anforderungen nicht mit den tatsächlichen räumlichen Gegebenheiten der meisten Fahrschulen in Deutschland vereinbar: “80 Prozent der Fahrschulen müssen zur Zeit per Gesetz weiter geschlossen bleiben, weil sie die Hygienevorschriften nicht einhalten können. Die meisten Betriebe sind entweder zu klein oder die Kosten machen bei reduzierter Teilnehmerzahl ökonomisch keinen Sinn, da nicht genügend Fahrschüler ausgebildet werden können, um die hohen Fixkosten zu decken. Für das Überleben des Sektors ist Online-Learning also unerlässlich.”

 

Theoriestunden aus der Sicherheit der eigenen vier Wände absolvieren

 

Bereits seit 2018 haben Nutzer die Möglichkeit, die DrivEddy-App zum Lernen von Theoriefragen zu nutzen. Ab dem 11. Mai können Fahrschüler über die Blended-Learning-Plattform von DrivEddy auch ihren Theorieunterricht online absolvieren. Der Unterricht wird per Video-Livestream unter Betreuung eines erfahrenen Fahrlehrers abgehalten. Darüber hinaus haben Teilnehmer via Live-Chat während der gesamten Unterrichtseinheit die Möglichkeit, Rückfragen zu stellen. Um sämtlichen Anforderungen gerecht zu werden, wird die dauerhafte Teilnahme während des Live-Streams fortwährend überprüft und Lernkontrollen finden in regelmäßigen Abständen statt.

Fahrschulen, die sich entscheiden, ihren Theorieunterricht auf DrivEddy auszulagern, könnten somit ihre Fixkosten senken und eine hohe Qualität des Theorieunterrichts garantieren. Währenddessen bestünde für sie die Möglichkeit, eine fahrpraktische Ausbildung wieder aufzunehmen, da Hygienevorschriften im Auto einfacher eingehalten werden können.

 

Bisher noch keine gesetzliche Grundlage für unerlässlichen Online-Unterricht

 

Obwohl Online-Learning-Konzepte in Schulen und Universitäten mittlerweile zur Regel geworden sind und sich die Fahrschul-Branche keinen Stillstand über mehrere Monate leisten kann, gab es bislang noch keine Ausnahmegenehmigung vom Verkehrsministerium, die den Online-Theorieunterricht für gesetzmäßig erklärt.

Gesetz zur Sicherstellung von Online-Unterricht fehlt

Robin Stegemann, CEO und Mitgründer von DrivEddy, sieht den Grund hierfür in der Fahrschullobby:

 “Das immer noch kein Gesetzesentwurf zum Blended Learning in Fahrschulen existiert, liegt zu großen Teilen an der starken Fahrschul-Lobby. Die alteingesessenen Verlage und Institutionen bangen um ihre Marktmacht und unterbinden jegliche Vorschläge, den Fahrschulunterricht digitaler zu gestalten. Negativbeispiel stellt für sie der Status quo in Frankreich dar: Hier hat sich der Online-Unterricht an Fahrschulen bewährt und alte Player an Einfluss verloren. Um den Führerschein auch hierzulande zu modernisieren und endlich pandemiesichere Lernverhältnisse herzustellen, haben wir letzte Woche außerdem eine Petition gestartet. Ab 25.000 Unterschriften wird es für das Verkehrsministerium schwierig, uns weiterhin zu ignorieren. Währenddessen haben Fahrschüler die Möglichkeit, schon einmal vorzuarbeiten, denn die Online-Theoriestunden sind zwei Jahre lang gültig. Sobald die nötige Ausnahmeregelung da ist, können die Online-Theoriestunden angerechnet und die Prüfung angegangen werden. Praxisstunden, deren Voraussetzung ebenfalls die Theorie ist, können derweil in einer beliebigen Fahrschule begonnen werden. Auch für Fahrschüler, die ihren Unterricht bereits bei einer anderen Fahrschule begonnen haben, besteht die Option ihre Theoriestunden via DrivEddy einfach und sicher von zuhause fortzusetzen. Wo die Theorie absolviert wird, ist nach dem Ausbildungsgesetz egal. Über die App können einfach die noch offenen Lehreinheiten ausgewählt werden, sodass die Ausbildung so schnell wie möglich abgeschlossen werden kann.”

 

 

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