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Porsche fördert Coding-Nachwuchs: Stipendien für Programmierschulen 42

Selbstbestimmtes Lernen und Teamwork - in den Programmierschulen 42 in Wolfsburg und Heilbronn - Bildnachweis: Porsche

 

Sportwagenhersteller engagiert sich in Wolfsburg und Heilbronn

 

Der Sportwagenhersteller Porsche vergibt jährlich zehn Stipendien für Studierende der Programmierschulen 42 Heilbronn und 42 Wolfsburg. Die privaten und gebührenfreien Einrichtungen vermitteln praxisnah Coding-Exzellenz. Eine Besonderheit ist der freie Zugang – unabhängig von Bildungsgrad oder Zeugnissen. Gesucht werden die Absolventen vor allem als KI-Spezialisten, Software-Entwickler, IT-Sicherheitsexperten, aber auch Videospiele- oder Web-Entwickler. Die Coding School 42 in Wolfsburg wird maßgeblich vom Volkswagen-Konzern unterstützt und am Montag feierlich eröffnet. Der Campus in Heilbronn startet im Juni und wird von der Dieter Schwarz Stiftung getragen. Ziel der Coding Schools ist es, mehr Frauen für den Tech-Bereich zu begeistern. Porsche unterstützt diesen Ansatz und vergibt in Heilbronn „Women in Tech“-Stipendien.

Die Programmierschulen 42 stellen die projektbasierte und praxisnahe Wissensvermittlung in den Mittelpunkt – ähnlich wie die Code-University in Berlin, bei der Porsche ebenfalls Partner der ersten Stunde war. Die neuen Coding Schools in Wolfsburg und Heilbronn sind Teil des weltweiten 42-Netzwerks. Der erste 42-Campus wurde 2013 in Paris mit der Vision gegründet, die Coding-Ausbildung zeitgemäß aufzustellen. Kern der Ausbildung ist ein Peer-basiertes Lernmodell – ohne Professoren oder Vorlesungen. Heute umfasst das Netzwerk 36 Standorte in mehr als 20 Ländern mit aktuell rund 11.000 Studierenden. Die Programmier-Grundlagenausbildung ist weltweit einheitlich. Nachdem die Basics erlernt wurden, absolvieren die Studierenden ein erstes bezahltes Praktikum in einem Unternehmen. Danach können die Studierenden aus einem umfassenden Spektrum an Spezialisierungen wählen. Diese dauern bis zu eineinhalb Jahre. Es folgt eine zweite sechsmonatige Lernphase in Unternehmen. Auch Porsche bietet entsprechende Praktika an.

Die 42 Wolfsburg entwickelt in den nächsten 18 Monaten mit „Software Engineering Automotive & Mobility Ecosystems” eine eigene Spezialisierung. Dr. Max Senges, CEO 42 Wolfsburg, erklärt: „Wir sehen uns als schnelles Innovationsbeiboot, um Experten aus Wissenschaft und Industrie organisationsübergreifend zusammen zu bringen. Unser Ziel ist es, ein Curriculum für die nächste Generation digitaler Automotive-Ingenieure zu entwickeln. Die Partnerschaft mit Porsche ist für uns von strategischer Bedeutung – sowohl in Bezug auf Expertenbeiträge, aber auch als attraktiver Arbeitgeber für unsere Praktikanten und Absolventen.”

Thomas Bornheim, CEO 42 Heilbronn, ist ebenfalls voller Vorfreude: „Exzellenter Code ist schnell und elegant wie ein Porsche. Porsche und die 42 Heilbronn verbindet die Begeisterung an der Ingenieurskunst – und der Fokus auf Familie, Community und Nachhaltigkeit. Wir freuen uns darauf, gemeinsam zu lernen und uns gegenseitig weiter zu entwickeln.”

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