Porsche steigert Hybridanteil an den Verkäufen des Panamera

11. Dezember 2017 23:06 Autor:

Porsche E-Performance: Panamera 4 E-Hybrid Sport Turismo – Bildnachweis: Porsche

 

Elektrostrategie nimmt spürbar Fahrt auf

Rund 60 Prozent aller neuen Panamera-Modelle, die in Europa ausgeliefert wurden, haben einen Hybridantrieb. Seit Juni 2017 sind die neuen Panamera-Plug-in-Hybride auf dem europäischen Markt verfügbar. In einzelnen Ländern liegen die Hybridanteile noch deutlich darüber: In Frankreich sind es 70 Prozent, in Österreich mehr als 80 Prozent und in Belgien sogar über 90 Prozent. Bei den Auftragseingängen belegen die skandinavischen Länder ihre hohe Affinität zur Elektromobilität: In Norwegen bestellen 90 Prozent aller Panamera-Kunden ein Hybridmodell, in Finnland sind es 85 Prozent.

Elektrische Reichweite von bis zu 50 Kilometern

Der Panamera mit Plug-in-Hybridantrieb hat eine rein elektrische Reichweite von bis zu 50 Kilometern. Das Top-Modell Panamera Turbo S E-Hybrid ist die kombiniert einen Vierliter-V8-Motor mit einem Elektromotor und mobilisieren eine Systemleistung von 680 PS.

Der nächste konsequente Schritt stellt der Mission E dar. Porsche bereitet die Produktion des ersten rein batteriebetriebenen Sportwagens der Marke in Zuffenhausen vor. Er wird eine Reichweite von 500 Kilometern haben. Die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h wird unter 3,5 Sekunden betragen. Per Schnellladen lässt sich seine Batterie innerhalb von nur 15 Minuten um 80 Prozent füllen. Porsche investiert insgesamt etwa eine Milliarde für das Projekt Mission E, davon alleine rund 700 Millionen Euro in die Produktionsanlagen am Stammsitz in Zuffenhausen. Dort entstehen eine neue Lackiererei und eine eigene Montage sowie eine rund 800 Meter lange Förderbrücke für den Transport der lackierten Karosserien und Antriebseinheiten in die Endmontage. Das bestehende Motorenwerk wird für die Herstellung der Elektroantriebe ausgebaut. Außerdem wird der vorhandene Karosseriebau erweitert. Es entstehen insgesamt 1.200 neue Arbeitsplätze. Dazu kommen weitere Investitionen etwa im Entwicklungszentrum Weissach.

Die Tochtergesellschaft Porsche Engineering entwickelte außerdem ein Schnellladesystem. Das „Porsche Turbo Charging“ bietet mit einer Spannung von 800 Volt und einer Ladeleistung von bis zu 320 kW selbst in einer heterogenen Netzinfrastruktur hohe Ladeleistungen und kurze Ladezeiten.

Darüber hinaus vertreten Porsche und Audi den Volkswagen-Konzern beim paneuropäischen Ladenetzwerk IONITY, einem Joint-Venture mit der BMW Group, Daimler AG und Ford Motor Company. Dessen Ziel ist die Errichtung und der Betrieb von insgesamt 400 leistungsstarken Schnellladestationen entlang der europäischen Hauptverkehrsachsen bis 2020. Der Aufbau der ersten Stationen beginnt noch 2017. Das Porsche-Händlernetz wird – ergänzend zu IONITY – Teil einer flächendeckenden Schnellladeinfrastruktur. Nach und nach erhält es die 800-Volt-Ladetechnologie. Auch der Ausbau der Porsche-internen Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge ist in vollem Gange: 66 Ladesäulen mit 109 Ladepunkten werden im Rahmen des Erstaufbaus an den Standorten des Sportwagenherstellers in Betrieb genommen.

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