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Sondermodell Final Edition für den Mercedes-AMG A 45 S 4Matic+ ab sofort bestellbar: Das finale Kapitel der kompakten Verbrenner-Ära

Sondermodell "Final Edition" für Mercedes-AMG A 45 S 4Matic+ ab sofort bestellbar - Bildnachweis: Mercedes-AMG

 

Abschied von der Spitze der kompakten Performance-Klasse

Die Verkaufsfreigabe für das Sondermodell Final Edition des Mercedes-AMG A 45 S 4Matic+ markiert einen bedeutenden Meilenstein in der Geschichte der kompakten Performance-Fahrzeuge. Ab sofort können Kunden die finale Ausbaustufe des über 400 PS starken Allradlers bestellen, der seit seiner Markteinführung die technologische Spitze im Segment der extremen Hot Hatches definiert. Dieser Schritt erfolgt vor dem Hintergrund eines tiefgreifenden Wandels in der Produkt- und Modellstrategie von Mercedes. Unter der Führung des Vorstandsvorsitzenden Ola Källenius richtet der Stuttgarter Konzern seine zukünftige Modellpalette konsequent auf elektrifizierte Plattformen wie die Mercedes Modular Architecture aus, wodurch rein verbrennungsmotorische Konzepte in den kompakten Baureihen schrittweise abgelöst werden. Die Ankündigung der Final Edition stellt somit keineswegs eine gewöhnliche Ausstattungsoption dar, sondern läutet das definitive Ende einer Epoche rein reaktionsschneller, hochgezüchteter Vierzylinder-Benzinmotoren ohne Hybridunterstützung aus Affalterbach ein. Für Sammler und Automobilenthusiasten bietet sich damit die letzte Gelegenheit, das technologische Spitzenmodell der A-Klasse ab Werk in einer exklusiven und wertbeständigen Gesamtkonfiguration zu erwerben.   

Detaillierte Preisstruktur und exklusive Ausstattungsmerkmale für den deutschen Markt

Die finanzielle Staffelung des Sondermodells verdeutlicht die Positionierung im absoluten Premiumsegment der Kompaktklasse. Der reguläre Grundpreis für den Mercedes-AMG A 45 S 4Matic+ startet im deutschen Handel derzeit bei 62.840 Euro. Für die Veredelung mit dem Basispaket der Final Edition berechnet der Hersteller einen Zusatzpreis von 6.075 Euro. Wer das Fahrzeug zusätzlich mit dem funktionalen AMG Aerodynamik-Paket sowie der markanten Türen-Folierung inkl. des speziellen 45 S Schriftzuges ausstatten möchte, muß für das erweiterte Gesamtpaket einen Aufpreis von 10.091 Euro einkalkulieren. Damit steigt der effektive Kaufpreis eines voll ausgestatteten Neufahrzeugs auf deutlich über 72.900 Euro und kann je nach weiteren individuellen Ausstattungsdetails die Schwelle von 80.000 Euro annähern oder überschreiten. Damit schließt die Final Edition preislich an frühere Sonderserien wie die Limited Edition an, für deren Zusatzpaket einst 14.280 Euro aufgerufen wurden.   

Inhaltlich zeichnet sich die Final Edition durch eine sorgfältig zusammengestellte Kombination aus optischen Differenzierungsmerkmalen und aerodynamischen Optimierungen aus. Zum Umfang gehören unter anderem die Bestandteile des AMG Night-Pakets sowie des AMG Night-Pakets II, bei denen Designelemente wie der Frontsplitter, die Außenspiegelgehäuse, die Bordkanten sowie die Kühlerverkleidungsstreben und Typenabzeichen in Hochglanzschwarz und Schwarzchrom ausgeführt sind. Ergänzt wird die Optik durch abgedunkelte Wärmeschutzverglasungen ab der B-Säule sowie exklusive Türgriffe. Das integrierte Aerodynamik-Paket steuert erweiterte Anbauteile an der Frontschürze und einen prägnanten, feststehenden AMG Heckflügel bei, die den Anpressdruck bei hohen Geschwindigkeiten spürbar steigern. Der Innenraum empfängt die Insassen mit AMG Performance-Sitzen, die mit einer Kombination aus der Mikrofaser Microcut und dem Kunstleder Artico bezogen sind. Gelbe Ziernähte an den Sitzflächen, der Instrumententafel und den Türverkleidungen setzen gezielte Farbkontraste, während das Performance-Lenkrad und gelb beleuchtete Einstiegsleisten das motorsportnahe Ambiente im Fahrgastraum abrunden.   

Sondermodell „Final Edition“ für Mercedes-AMG A 45 S 4Matic+ ab sofort bestellbar – Bildnachweis: Mercedes-AMG

Technische Analyse des Vierzylinder-Aggregats M139

Das Herzstück des Mercedes-AMG A 45 S 4Matic+ bleibt der Hochleistungsmotor mit der internen Bezeichnung M139. Dieses Triebwerk wird in reiner Handarbeit nach dem traditionellen Grundsatz One Man, One Engine am Standort Affalterbach montiert, wobei jeder fertige Motor mit der persönlichen Signatur des verantwortlichen Mechanikers versehen wird. Aus einem Hubraum von exakt 1.991 Kubikzentimetern schöpft der turbogeladene Vierzylinder eine Nennleistung von 310 kW beziehungsweise 421 PS bei einer Motordrehzahl von 6.750 Upm. Das maximale Drehmoment von 500 Newtonmetern steht dauerhaft in einem Drehzahlband zwischen 5.000 und 5.250 Upm zur Verfügung. Mit einer Literleistung von über 210 PS pro Liter Hubraum ist der M139 weiterhin das leistungsstärkste in Serie gefertigte Vierzylinder-Aggregat der Welt.   

Sondermodell „Final Edition“ für Mercedes-AMG A 45 S 4Matic+ ab sofort bestellbar – Bildnachweis: Mercedes-AMG

Diese außergewöhnliche Leistungsdichte basiert auf komplexen ingenieurstechnischen Lösungen. Das Kurbelgehäuse ist in einer hochfesten Closed-Deck-Bauweise aus Aluminium gegossen, was extrem hohen Verbrennungsdrücken standhält. Als Aufladeaggregat dient ein Twin-Scroll-Abgasturbolader, dessen Verdichter- und Turbinenräder wälzgelagert sind. Diese Lagerung reduziert die mechanische Reibung im Turbolader auf ein Minimum und ermöglicht ein außergewöhnlich spontanes Ansprechverhalten. Der maximale Ladedruck des Laders beträgt beeindruckende 2,1 bar. Bei der Gemischaufbereitung nutzt der Motor ein zweistufiges Einspritzsystem. In der ersten Stufe befördern präzise Piezo-Injektoren den Kraftstoff mit bis zu 200 bar Druck direkt in die Brennräume. Unter hoher Last schaltet die Motorelektronik eine zweite Stufe in Form einer Saugrohr-Kanaleinspritzung mit Magnetventilen hinzu, die mit einem Druck von 6,7 bar arbeitet. Um die enorme thermische Belastung zu beherrschen, verfügt der M139 über ein ausgeklügeltes Kühlkonzept mit getrennten Wasserkreisläufen für Zylinderkopf und Kurbelgehäuse sowie einer zweistufigen indirekten Ladeluftkühlung.   

Fahrdynamische Systeme: Kraftübertragung und AMG Torque Control

Die Übertragung der Motorleistung auf die Straße erfolgt über das AMG SPEEDSHIFT DCT 8G Doppelkupplungsgetriebe mit acht Fahrstufen. Die Getriebesteuerung sorgt für extrem schnelle Gangwechsel ohne Zugkraftunterbrechung und bietet spezifische Schaltkennlinien je nach gewähltem Fahrprogramm. Mit Unterstützung der serienmäßigen Race-Start-Funktion beschleunigt die Kompaktlimousine in lediglich 3,9 Sekunden von null auf 100 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit wird bei abgeregelten 270 km/h elektronisch begrenzt. Für die notwendige Traktion und Fahrdynamik sorgt der vollvariable Allradantrieb AMG Performance 4Matic+ mit der integrierten Drehmomentverteilung AMG Torque Control.   

Das technische Fundament dieser Allradtechnologie bildet ein speziell entwickeltes Hinterachsgetriebe. Anstelle eines konventionellen Ausgleichsgetriebes kommen zwei elektronisch gesteuerte Lamellenkupplungen zum Einsatz, von denen jeweils eine mit einer Antriebswelle der Hinterräder verbunden ist. Dieses System erlaubt es nicht nur, die Antriebskraft stufenlos zwischen der Vorder- und Hinterachse zu variieren, sondern auch eine radselektive Momentenverteilung zwischen dem linken und rechten Hinterrad vorzunehmen. In schnellen Kurven leitet die elektromechanische Regelung mehr Drehmoment an das kurvenäußere Hinterrad, wodurch das Fahrzeug agil in die Kurve eingedreht und Untersteuern wirkungsvoll unterbunden wird. Zudem bildet diese Technologie die mechanische Voraussetzung für den Drift-Mode, bei dem die Antriebskraft überwiegend an das kurvenäußere Rad übertragen wird, um kontrollierte Übersteuermanöver auf geschlossenen Strecken zu ermöglichen.   

Einordnung im Konkurrenzumfeld und strategischer Ausblick

Im direkten Marktumfeld trifft der Mercedes-AMG A 45 S 4Matic+ Final Edition auf traditionsreiche Mitbewerber des Hochleistungs-Kompaktsegments, allen voran den Audi RS 3 Sportback. Der Ingolstädter Konkurrent setzt auf einen 2,5-Liter-Fünfzylinder-Turbomotor mit einer Leistung von 294 kW beziehungsweise 400 PS und einem maximalen Drehmoment von 500 Newtonmetern. Der Audi RS 3 beschleunigt in 3,8 Sekunden von null auf 100 km/h und wird zu einem Grundpreis von rund 66.000 Euro angeboten. Während Audi das emotionale Alleinstellungsmerkmal der Fünfzylinder-Zündfolge betont, hebt sich der AMG A 45 S durch seine unerreichte spezifische Literleistung und die extrem rennsportnahe Abstimmung des Fahrwerks ab. Beide Hersteller nutzen an der Hinterachse mechanisch verwandte Systeme zur variablen Drehmomentverteilung, um maximale Kurvengeschwindigkeiten und Traktion zu garantieren.   

Die Einführung der Final Edition fällt in eine Phase grundlegender Neuausrichtungen in der europäischen Automobilbranche. Zunehmend strenge Flottenemissionsvorgaben und die Bevorzugung skalierbarer Elektroarchitekturen verändern das Angebot an rein verbrennungsmotorischen Sportwagen spürbar. Die Mercedes Modular Architecture wird in den kommenden Jahren die Basis für neue Kompaktmodelle bilden, wobei die Zukunft rein fossiler Verbrenner in dieser Klasse absehbar endet. Das Sondermodell Final Edition markiert daher den Schlusspunkt einer Ära, in der Ingenieurskunst ohne den Einsatz von Hochvolt-Hybridsystemen die Grenzen der Mechanik ausreizte.   

Fazit zum Bestellstart des Sondermodells Final Edition

Der Bestellstart der Final Edition für den Mercedes-AMG A 45 S 4Matic+ unterstreicht den endgültigen Abschied von einem der faszinierendsten Kompaktsportler der Automobilgeschichte. Das Sondermodell bündelt gefragte Ausstattungsoptionen wie die Night-Pakete und das Aerodynamik-Paket in einer optisch wie funktional geschärften Ausführung. Mit einem Gesamtpreis von deutlich über 72.000 Euro richtet sich das Fahrzeug an Käufer, die die verbleibende Zeit rein verbrennungsmotorischer Performance-Modelle nutzen wollen. Technisch bleibt der A 45 S mit dem M139-Vierzylinder und dem AMG Torque Control Allradantrieb ein Meisterwerk der Fahrzeugtechnik, das auch im Vergleich zu starken Mitbewerbern maßgebliche Akzente setzt. Mit dem Auslauf dieser Baureihe schließt sich ein Kapitel, das das Segment der Hot Hatches nachhaltig geprägt hat.