Tesla S P85D deklassiert reihenweise Supersportwagen beim Null-Hundert-Paradesprint

2. Dezember 2015 23:57 Autor:

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Die Besitzer von Hochleistungs-Sportwagen mit konventionellem Antrieb müssen jetzt besonders tapfer sein

Der Elektroauto-Pionier Tesla ist vielen Menschen erst seit wenigen Jahren als Innovator und Anbieter besonders fortschrittlicher Elektrofahrzeuge bekannt. Noch ist der US-Hersteller nur in der Oberklassen-Nische im extrem hochpreisigen Segment aktiv. Dies wird sich aber bald mit dem „Model 3“ ändern und könnte Tesla den angestrebten Aufstieg zum Massenhersteller ermöglichen. Aktuell wird gerade das Elektro-SUV „Model X“ eingeführt. Aber trotz hochpreisiger Angebotsstruktur ist die Wachstumsstory sehr beachtlich und hat den Trend zum Elektroauto verstärkt. Elektromotoren haben als Antriebsquelle neben der Zuverlässigkeit und dem geringen Wartungsbedarf viele Vorteile. Da ist zum Einen der hohe Effizienzgrad sowie das maximale Drehmoment, das bereits ab der ersten Umdrehung zur Verfügung steht. Damit verfügen Elektrofahrzeuge über eine deutlich bessere Beschleunigung aus dem Stand im Vergleich zu Fahrzeugen mit konventionellen Verbrennungsmotoren ähnlicher Leistung. Die im Frühjahr 2015 präsentierte Performance-Ausgabe des Tesla S P85D mit 700 PS läßt konventionelle Sportwagen – und seien sie noch so stark motorisiert – ziemlich blass aussehen. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Traktion und das Potenzial diese Leistung auf die Straße zu bringen. Auch hier verfügen die Elektrofahrzeuge von Tesla in der Antriebsteuerung zumeist über softwareseitige Vorteile.

 

Das US-Magazin DragTimes veröffentlichte nun auf der Videoplattform Youtube eine Dokumentation in dem sie den Elektro-Tesla gegen verschiedene Sportwagen im Null-Hundert-Paradesprint bzw. 0 bis 60 MPH gegeneinander antreten liess. Darunter befanden sich unter anderem Supersportwagen vom Kaliber eines McLaren 650S, ein Lamborghini SuperTrofeo, ein Ferrari F12, ein Doge Challenger Hellcat, Doge Viper, Chevrolet Corvette Stingray, Mercedes E63 AMG, Mercedes G63 BiTurbo, Mercedes AMG GTS, ein BMW M4 und auch ein Audi R8 V10, wie aber auch den deutschen Elektrosportwagen BMW i8. Durch die Bank verweist das Elektroauto die Sportboliden auf die Plätze. Alle bis auf den Lamborghini Gallardo. Der Italiener mit dem Stier vermochte als Einziger sich dem Tesla nicht geschlagen zu geben und zumindest mitzuhalten.

 

Elektroantrieb zeigt sich als Gamechanger

Das Groteske an diesem Vergleich ist, dass mit dem Tesla ein Elektrofahrzeug mit der Architektur einer Familienkutsche gegen eine Schar reinrassiger Sportwagen antritt und diese beim Paradesprint so deutlich deklassiert. Auch wenn der Tesla 700 Elektro-PS mobilisiert, darf nicht vergessen werden, dass mit der Oberklasse-Limousine bei Bedarf bis zu sieben Personen samt ausreichend Gepäck befördert werden können. In den traditionellen Sportwagen befinden sich meist nur zwei enge Schalensitze. Trotz dieser eindeutigen Beschleunigungs-Ergebnisse dürfte der Tesla auf der Rennstrecke nur begrenzte Chancen haben. Hier kommen dann Fahrwerks- und Traktionsvorteile durch die bessere Gewichtsverteilung zum Tragen. Ein Video zu einer Fahrt auf dem Nürburgring beweist allerdings auch hier das enorme Potenzial der Tesla-Elektrolimousine. An dem Problem der begrenzten Reichweite forschen die Ingenieure von Tesla mit agilen Entwicklungsmethoden. Die deutschen Hersteller – u.a. Audi – mühen sich gerade am Benchmark einer maximalen Elektroreichweite von 500 Kilometern ab und sind dabei diese Reichweite ebenfalls zu ermöglichen. Bis es soweit ist und Elektrofahrzeuge aus deutscher Fertigung als Serienversion auf dem Markt eingeführt werden, dürfte Tesla aber schon wieder einen Schritt voraus sein. Tesla-Chef Elon Musik hat bereits zu 2017 die Erhöhung der Batteriekapazität angedeutet, die dann unter Praxisbedingungen maximale Reichweiten von bis zu „über“ 1.000 Kilometern ermöglichen soll. Damit wären dann auch urlaubstaugliche Distanzen mit einer Batterieladung möglich. Dies könnte das von Kritikern vorgebrachte Reichweiten-/Nachladeproblem von Elektroautos deutlich relativieren.

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