Leapmotor C10 Design 160kW (217 PS) 69 kWh - Bildnachweis: MOTORMOBILES
Marktumfeld und Wettbewerber – Zielgruppe Familie
Die Zeiten günstiger Elektro-SUVs schienen schon fast vorbei, doch mit dem Leapmotor C10 rollt ein neues Modell aus China nach Europa, das etablierte Marken herausfordert. Das Modell zielt insbesondere auf Familienkunden und Fuhrparkmanager, denen großzügige Platzverhältnisse, kalkulierbare Betriebskosten und ein attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis wichtiger sind als reiner Prestigeanspruch. Mit einer Länge von rund 4,74 Metern konkurriert der C10 direkt gegen Bestseller wie VW ID.4, Skoda Enyaq, Kia EV6, Hyundai Ioniq 5, Tesla Model Y oder BMW iX3. Im Vergleich zu diesen etablierten Modellen sticht der Leapmotor vor allem mit einer umfangreichen Serienausstattung und extrem wettbewerbsfähigen Preisen hervor – ein Pluspunkt, der nicht nur Privathaushalten, sondern auch Flottenbetreibern schnell ins Auge fallen dürfte.

Vertrieb über Stellantis
Der Vertrieb des Leapmotor C10 in Europa läuft über das dichte Händlernetz von Stellantis, einem der größten Automobilkonzerne weltweit. Dank dieser strategischen Partnerschaft bekommen Käufer nicht nur attraktive Konditionen, sondern auch die für Geschäftskunden entscheidende Werkstattinfrastruktur und Teileverfügbarkeit. Die Absicherung durch ein etabliertes Servicenetz und standardisierte Betriebsprozesse dürfte insbesondere für Flottenmanager entscheidend sein, um den Leapmotor C10 in Beschaffungsentscheidungen zu berücksichtigen. Die Garantie erstreckt sich über vier Jahre oder 100.000km auf das Gesamtfahrzeug sowie acht Jahre oder 160.000km auf die Batterie.

Exterieur-Design und Optik
Im Vergleich zu vielen polarisierenden Konkurrenten setzt der Leapmotor C10 Design auf sachliche Moderne. Die Front mit schmalen LED-Scheinwerfern und durchgehendem Leuchtenband am Heck, die klaren Linien und fast gänzlich bündigen Türgriffe erinnern eher an die zurückhaltende Designsprache eines Tesla Model Y als an experimentierfreudige Fernost-Ästhetik. Der Auftritt fällt selbstbewusst, aber unaufdringlich aus und soll in puncto Wertanmutung durchaus europäische Maßstäbe erfüllen. 20-Zoll-Leichtmetallräder und ein Panorama-Glasdach setzen Akzente, während fünf Außenfarben für ein gewisses Maß an Individualisierung sorgen. Verarbeitung und Spaltmaße erscheinen auf den ersten Blick solide, wenngleich der nüchterne Look im Vergleich zu Modellen wie dem Skoda Enyaq oder Hyundai Ioniq 5 weniger emotional wirkt.

Interieur: Raumökonomie, Platzverhältnisse, Variabilität, Oberflächen, Haptik, Klimasteuerung, Infotainment
Schon der Einstieg in den Leapmotor C10 unterscheidet sich spürbar von vielen Mitbewerbern. Die Türgriffe schließen bündig mit der Karosserie ab. Um das Auto zu entriegeln und zu starten, ist der Einsatz einer „Keycard“ nötig. Diese muss beim Öffnen des Fahrzeugs kurz an den Außenspiegel auf der Fahrerseite gehalten werden und wird für den Fahrzeugstart auf eine definierte Ladeschale im Innenraum gelegt. Das Prinzip ist von Tesla bekannt, wobei nach dem Start die Karte sofort wieder entfernt werden kann. Die Funkfernbedienung gibt es aktuell nicht, was gerade für Flottennutzer bei Schlüsselmanagement und Fahrerwechsel eine Rolle spielen kann – zugleich schützt das Verfahren jedoch gegen Funk-Abgriff wie er bei klassischen Funkschlüsseln vorkommen kann.

Alternativ lässt sich der C10 auch per Leapmotor-Smartphone-App bedienen. Die App ermöglicht Remote-Klimatisierung, Statusabfrage (Ladestand, Standort), das Ver- und Entriegeln des Fahrzeugs sowie das Vorplanen von Ladevorgängen. Zudem ist es sogar möglich, Fahrzeugfunktionen wie die Sitz- und Lenkradheizung, Spiegelheizung und Belüftung direkt übers Smartphone vorzuwählen – ein willkommener Komfortgewinn im Winter oder bei heißen Sommertagen, der auch bei der Konkurrenz bislang nur teuren Oberklassefahrzeugen vorbehalten ist.

Rund 95 Prozent der Bedienung des Leapmotor C10 spielen sich über den zentralen, hochauflösenden 14,6-Zoll-Touchscreen ab, ergänzt durch ein 10,25-Zoll-Kombiinstrument. Im Alltag offenbart die Bedienphilosophie sowohl Stärken als auch Schwächen: Die Menüführung ist modern und verzichtet auf Ballast, allerdings fehlen mit Apple CarPlay und Android Auto zwei essenzielle Funktionen, die in dieser Klasse zum Standard gehören. Besitzer sind deshalb auf die nativ integrierte Navigation und den App-Store angewiesen, der immerhin Spotify und weitere Standarddienste bietet. Moderne Konnektivitätsdienste wie eine schnell reagierende Smartphone-App zur Klimasteuerung, Sitzheizung, Fahrzeugstatus und weitere Remote-Funktionen sind vorhanden – ein Pluspunkt gegenüber einigen europäischen Konkurrenten. Die Klimaautomatik arbeitet zuverlässig, Beheizung und Belüftung sind in der Design-Variante für die Vordersitze stets an Bord. Das Panorama-Glasdach bringt Licht ins Interieur, ist jedoch nicht zu öffnen, lässt sich aber elektrisch beschatten.

Ein gut nutzbarer ebener Laderaum, der im Familien- oder Flottenalltag punktet
Besonders auffällig im Leapmotor C10 Design: der cleane, minimalistische und aufgeräumte Innenraum. Die Materialanmutung bewegt sich solide im oberen Mittelfeld der Mittelklasse, ohne übertriebene Hartplastikwüsten. Softtouch-Oberflächen auf Armaturenbrett, Türen und an zentraler Ablage vermitteln Wertigkeit. Ab der Ausstattung Design sind zudem sogenannte Oekotex-Silikonledersitze verbaut, die sich angenehm weich und nahezu „organisch“ anfühlen – das haptische Feedback wirkt samtig und nahezu wie supersoftiges Leder, speziell wenn die Sitzheizung aktiviert ist. Die Aromaqualität übertrifft den Klassendurchschnitt, unterstützt von dezent gearbeiteter Ambientebeleuchtung, Alcantara-Optik an Türverkleidungen und zahlreichen durchdachten Ablagen für Handy, Getränke oder persönliche Gegenstände.

Das Lederlenkrad und Sitzflächen (vorne auch belüftet) sind in dieser Variante stets beheizt – und werden, wie Klimaautomatik und Sonnenrollo, bequem ins zentrale Touch-Bedienkonzept integriert. Die Verstellwege der elektrischen Sitze reichen auch für Großgewachsene, die Sitzflächen punkten mit ausreichender Länge, Straffung und Seitenhalt für lange Etappen.

Im Innenraum überrascht der Leapmotor C10 mit einer verblüffenden Raumökonomie: Vor allem auf der Rückbank überzeugt das Raumgefühl – auch für Erwachsene – mit klassenüblicher Kopffreiheit und üppiger Beinfreiheit. Ein Alleinstellungsmerkmal in der Preisklasse ist das großzügige, knapp 2,1 Quadratmeter große Panoramaglasdach. Zwar ist das Dach nicht zu öffnen, lässt sich aber durch eine vollelektrische Jalousie abdunkeln.

Der Schalter ist analog (!) ausgeführt, springt also als physischer Taster ins Auge und erlaubt eine stufenlose Steuerung des Lichteinfalls. Das Panorama sorgt für einen lichten und großzügigen Raumeindruck, der nicht nur in der ersten, sondern bis weit hinter die zweite Sitzreihe reicht. Eine strombetriebene Sonnenblende ist in diesem Segment, besonders zu dem Preis, keine Selbstverständlichkeit – Nutzer, insbesondere mit Kindern im Fond, loben das unaufdringliche Tageslicht im Alltagsbetrieb wie auch die Möglichkeit zum schnellen Verdunkeln an sonnigen Tagen.

Ein Detail, das im Alltag mehr Beachtung verdient, ist die ausgeklügelte Gestaltung der Heckklappe. Anders als bei vielen SUV-Konkurrenten ist der Öffnungsknopf beim Leapmotor C10 unscheinbar außerhalb des Blickfelds im rechten unteren Bereich unterhalb der durchgehenden LED-Leiste platziert – ein optisch cleverer Trick, um das glatte Heckdesign nicht zu unterbrechen.

Das Öffnen der Klappe selbst läuft dann komplett elektrisch und auch via App oder im Innenraum ausgelöst werden. Gerade für Familien oder Flottennutzer mit beladenen Händen sorgt die elektrische Heckklappe mit individuell programmierbarer Öffnungshöhe für spürbaren Komfort. Kritik verdienen die fehlenden Fernentriegelungen der Rückbank vom Kofferraum aus, hier muss für das Umlegen noch klassisch von der Sitzbank aus gehandelt werden.

Der Kofferraum fasst 435 Liter im Normalzustand und lässt sich auf beeindruckende 1.410 Liter erweitern. Mit dem Modelljahr 2025 hält im Leapmotor C10 erstmals ein sogenannter „Frunk“ Einzug – eine unter der Fronthaube platzierte Zusatzbox für kleinere Gepäckstücke, Kabel oder Zubehör. Das Volumen reicht nicht an den Tesla heran, bietet aber bequem Platz für das Typ-2-Ladekabel, Putzzeug oder Reisezubehör. Im Alltag erspart der Frunk das Suchen nach kleinen Teilen im Hauptkofferraum und trägt dazu bei, das Gepäckabteil aufgeräumt zu halten. Wer Wert darauf legt, etwa nasse Ladekabel getrennt vom Innenraum zu transportieren, dürfte diesen Zusatzstauraum bald nicht mehr missen wollen.

Materialien wirken überwiegend wertig, ohne in die Liga echter Premiumanbieter vorzustoßen. Auffällig ist der weitgehende Verzicht auf klassische Bedienelemente. Fast alle Funktionen werden über das breite 14,6-Zoll-Infotainment gesteuert, das in Verbindung mit dem digitalen 10,25-Zoll-Fahrerdisplay für ein aufgeräumtes Cockpit sorgt.

Verbrauch, Ladeeigenschaften und Vehicle-to-Load (V2L)
Mit einer offiziell nach WLTP kombinierten Reichweite von 425km und einem Verbrauch von 18,5kWh/100km positioniert sich der Leapmotor C10 im Mittelfeld des Segments. Im Alltag fallen die Verbrauchswerte leicht höher aus als bei Konkurrenten wie dem Tesla Model Y, insbesondere auf langen Autobahnetappen. Grund hierfür ist nicht zuletzt die LFP-Batteriechemie, die zu den Stärken (Stabilität, Haltbarkeit, Sicherheitsreserven) jedoch auch Nachteile beim Gewicht und bei niedrigen Temperaturen aufweist. Unsere Verbrauchswerte während der praxisnahen Testfahrten bestätigen ein reales Spektrum von rund 370 bis 420km, wobei konstant hohe Autobahngeschwindigkeiten die Reichweite deutlicher begrenzen als im Stadt- oder Landstraßenbetrieb.

Die Ladeperformance ist ein zweischneidiges Schwert: Mit maximal 84kW DC-Ladeleistung an Schnellladern sowie 11kW AC (dreiphasig) an Wallboxen wirkt der Leapmotor C10 zunächst unspektakulär – im Alltag jedoch erweist sich vor allem die DC-Ladekurve als nahezu mustergültig konstant. Vom Initialpunkt bis etwa 80% Batteriekapazität hält der Leapmotor das Peak-Niveau praktisch durch, sodass ein Ladevorgang von 10 auf 80% unter Idealbedingungen in rund 30 Minuten abgeschlossen ist. Damit kann der C10 trotz niedrigerem Peak mit den teils höher leistenden Wettbewerbern mithalten, da dort oft das Maximum schon nach wenigen Minuten deutlich abfällt.

Beim AC-Laden bringt der neue serienmäßig verbaite dreiphasige 11kW-Bordlader eine vollständige Aufladung (von 0 auf 100%) in rund acht Stunden, Zwischenladungen auf 80% gelingen in vier Stunden. Dies prädestiniert den C10 also für Heimladestationen und Flottenanwendungen mit festem Ladeplan. Die V2L (Vehicle-to-Load) Funktion erlaubt zudem das Entladen von bis zu etwa 1,7kW über eine Steckdose, was im Camping- und Handwerkeralltag interessante Möglichkeiten eröffnet.

Eine explizite Batterie-Vorkonditionierung ist softwareseitig (Stand Sommer 2025) nicht integriert, jedoch kann das Thermomanagement der Klimanlage über die App zumindets remote gestartet werden – ein Vorteil gegenüber vielen günstigeren Wettbewerbern. In der nativen Navigation werden zwar Ladestationen angezeigt. Aber eine Routenoptimierte Ladeplanung sucht man vergebens.

LFP-Zellchemie im Vergleich zu NCM
Der Leapmotor C10 setzt konsequent auf LFP-Batteriezellen. LFP (Lithium-Eisenphosphat) bietet gegenüber NCM (Nickel-Kobalt-Mangan) einige Vor- und Nachteile: Positiv zu werten sind die hohe Zyklenfestigkeit, das geringere Risiko eines thermischen Durchgehens sowie die unproblematische Handhabung im Hinblick auf 100%-Ladungen – eine Alltagsbegrenzung wie bei NCM-Akkus entfällt, wobei Leapmotor eine tägliche Begrenzung von 90% empfiehlt, um Degradation weiter zu minimieren. Weniger glückliche Eigenschaften sind ein spürbar höheres Batteriegewicht (etwa 550kg bei vergleichbaren Kapazitäten) und eine merkliche Reichweitenreduktion bei niedrigen Temperaturen. NCM-Akkus sind hier im Vorteil, vor allem im Winterbetrieb, da sie geringere Kapazitätseinbußen zeigen. Insgesamt aber kann das LFP-Konzept für Familien und Flotten mit planbarer, moderater Streckenlänge und häufigem Zwischenladen nachhaltiger und kosteneffizienter sein, während bei Vielfahrern mit langen Autobahnetappen ein NCM-Modell Vorteile bringt.
Leapmotor C10 160kW (217PS) Design
Hersteller: Leapmotor
Vertrieb: Stellantis
Herstellerinterne Baureihenbezeichnung B11
Karosserie: SUV 5-sitzig
Plattform: Leap3.0-Architektur 400 V
Motor: Permanentmagnet-Synchronmaschine (PSM)
Motorposition: Hinterachse
Reduktionsgetriebe: 1-stufig (automatisch)
Antrieb Heckantrieb
Batterie: BYD-Blade-Batterie (LFP) mit mit
Cell-to-Body-Bauweise (CTB)
Leistung Elektromotor: 160 kW (218 PS)
Drehmoment: 320 Nm
Batterie-Kapazität: 69,9 kWh
Zell-Chemie: Lithium-Eisen-Phosphat (LFP)
AC Ladegeschwindigkeit (3-phasig): 11 kW
V2L: Serie
Position Ladeport: Hinten links (Fahrerseite)
DC Ladegeschwindigkeit: 84 kW
AC Ladezeit SoC 30 bis 80% 3h 54 Min.
AC Ladezeit SoC 5 bis 100% 7h 48 Min.
DC Ladezeit SoC 30 bis 80% 30 Min.
Elektrische Reichweite - kombiniert (km): 425 km
Elektrische Reichweite - Stadt (km): 569 km
Kombinierter Verbrauch WLTP: 18,5 kWh/100km
Beschleunigung von 0 auf 100 km/h: 7,5 s
Höchstgeschwindigkeit: 170 km/h
Kofferraumvolumen: 435 - 1.410 Liter
Leergewicht/Zuladung inkl Fahrer: 1.980 kg / 480 kg
Zul. Gesamtgewicht: 2.460 kg
Min. Wendekreis: k.A
Räder: 20 Zoll (Ausstattung "Design")
Anhängelast ungebremst: 750 kg
Anhängelast gebremst: 1.500 kg
Stützlast: 75 kg
Zulässige Dachlast: 100kg
Länge/Breite/Höhe/Radstand: 4,739/1.900/1.680/2.825 mm
Wartung:
Neuwagengarantie: 4 Jahre bis 100.000 km
Garantie Antriebsbatterie: 8 Jahre bis 160.000 km
Basispreis C10: 37.600 Euro
Preis "Design" inkl. Lackierung Metallic Black: 39.900 Euro
Fahreigenschaften mit Heckantrieb
Im Alltag auf deutschen und europäischen Straßen spielt der Leapmotor C10 seine Rolle als komfortbetonter Familiengleiter aus. Mit 160kW (218PS) und Hinterradantrieb beschleunigt das mehr als 1,9 Tonnen schwere SUV ausreichend zügig aus dem Stand; 7,5 Sekunden reichen im Alltag vollkommen, zumal die Kraftentfaltung elektrisch-typisch spontan und linear wirkt. Die Abstimmung des Fahrwerks ist klar auf Komfort und Sicherheit getrimmt. Unruhige Straßen schluckt das Fahrwerk weitgehend souverän, in schnell gefahrenen Kurven spürt man allerdings Wank- und Nickbewegungen; ambitionierte Fahrer finden bei Tesla oder Hyundai mehr Dynamik. Im Stadtverkehr überzeugt der kleine Wendekreis, die leichtgängige Lenkung und die angenehme Sitzposition. Auf der Langstrecke wird das geringe Geräuschniveau gelobt, was den C10 auch für Vielfahrer interessant machen könnte. Kritische Anmerkungen gibt es für das gelegentlich zu aufdringliche Verhalten der Assistenzsysteme: Lane-Keep-Assist, Abstandsregelsystem und akustische Warnhinweise arbeiten stellenweise zu ungefiltert und erfordern regelmäßiges Nachsteuern via Touchscreen, was auf Dauer die Geduld auf die Probe stellen kann.

Preise und Extras
Im Preisgefüge markiert der Leapmotor C10 Design eine neue Benchmark: Die Baureihe startet als „Style“ bei 37.600 Euro (inklusive 19% Mwst., zzgl. Überführung), die getestete Design-Variante startet ab 39.100 Euro. Dafür sind nahezu sämtliche Komfort- und Sicherheitsfeatures an Bord, von der Klimaautomatik über Sitzheizung und -belüftung bis hin zur 360-Grad-Kamera, adaptiven Fahrassistenten und großem Glaspanorama. einzig die Metalliclackierung in schwarz kostet 800 Euro Aufpreis. Damit bleibt der C10 immer noch unter der magischen 40 K-Grenze.

Sonderausstattungen reduzieren sich auf Lack- und Innenraumfarben, teure Tech- oder Fahrassistenzpakete sucht man vergeblich. Im Wettbewerbsumfeld fällt der Preisunterschied zu ID.4, Enyaq oder Tesla Model Y mit voller Ausstattung stellenweise mehrere tausend Euro zu Gunsten des Leapmotor aus – ein entscheidender Hebel für Familien. Aber auch nicht zuletzt im Flottengeschäft, wo TCO und Gesamtbetriebskosten und Kalkulationssicherheit im Vordergrund stehen.

Fazit: Ist der C10 preislich ein Gamechanger?
Der Leapmotor C10 Design setzt einen neuen Maßstab für das, was in puncto Preis-Leistung im Segment der elektrischen Familien-SUV möglich scheint. Das große Platzangebot und die hohe Grundausstattung machen ihn für Familien attraktiv, aber eben auch zur rationalen Alternative für den Fuhrpark. Die konservative Optik und minimalistische Bedienung werden nicht jeden Geschmack treffen, und ohne CarPlay/Android Auto ist der Alltag für digital vernetzte Kunden noch einschränkt. Hier dürfte ein OTA-Update bald Abhilfe schaffen. Im Gegenzug glänzt das Modell mit robustem LFP-Akku, solider Verarbeitung, zeitgemäßem Laden mit konstanter DC-Leistung, viel Platz und praktischen Lösungen wie V2L. Die Achillesferse bleibt – wie bei vielen chinesischen Modellen – die Softwarelogik mancher Assistenzsysteme und der Verzicht auf Smartphone-Integration.
Für Flotten, Familien und Preisfüchse, die auf Vollausstattung zu kalkulierbarem Budget setzen, gibt es aktuell kaum Alternativen auf dem deutschen Markt. In Summe ist der Leapmotor C10 damit tatsächlich ein Gamechanger: Wer Komfort, Sicherheit und viel Serienausstattung priorisiert, findet hier einen mit Abstand der günstigsten Neuzugänge im BEV-Mittelklasse-Segment. Für Emotion und Hightech gibt’s bessere, für Ökonomie ist der C10 ein echtes Statement.

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