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Zellforschung: Seat baut Batterielabor in Spanien

Das neue Test Center Energy (TCE) von SEAT wird eine Fläche von 1.500 m2 und eine Testkapazität von 1,3 Megawatt haben - Bildnachweis: Seat

 

Seat investiert in die Elektromobilität und mehr als sieben Millionen Euro in das neue Labor im Seat Werk in Martorell. Hier sollen verschiedene Energiesysteme für Elektro- und Hybridfahrzeuge entwickelt und geprüft werden. Mit einer Testkapazität von bis zu 1,3 Megawatt wird sich dieses Zentrum als einmaliges und wegweisendes Elektrobatterielabor in Spanien positionieren. Der Bau des TCE ist in dem Investitionsprogramm von fünf Milliarden Euro enthalten, das von Seat kürzlich angekündigt wurde.

Hochmoderne Laborausstattung

Das zukünftige Gebäude, dessen Fertigstellung für April 2021 geplant ist, wird sich über 1.500 Quadratemter erstrecken. Es umfasst verschiedene Testbereiche, in denen Zellen mit Lithium-Ionen-Technologie, Mittel- und Hochspannungsbatterien sowie verschiedene Ladegeräte für das gesamte Sortiment an Elektrofahrzeugen geprüft werden können. Außerdem sind mehrere Klimakammern vorgesehen, um die Batterien und Module unter extremen Temperaturbedingungen zu testen. Hier lassen sich unterschiedliche Umgebungen simulieren, denen ein Fahrzeug während seiner Lebensdauer ausgesetzt ist. Darüber hinaus gibt es ein Hightech-Elektroniklabor für die Konstruktion und Entwicklung von Prototypen und den Bau von Schnittstellen für Testsysteme.

Tests an Elektrofahrzeugen können in einer speziell ausgestatteten Werkstatt vorgenommen werden, die auf bis zu sechs Fahrzeuge gleichzeitig ausgelegt ist. In diesem Bereich werden verschiedene Tests in Bezug auf die Leistungsfähigkeit des Energiesystems, die funktionale Sicherheit und die Integration von Funktionen durchgeführt. Zu diesem Zweck ist die Werkstatt auch mit künstlichen Sehsystemen ausgestattet.

Zehn Jahre Batterieforschung

Das neue TCE wird das kombinierte Nieder-, Mittel- und Hochspannungs-Batterielabor ergänzen, das die Spanier bereits 2010 gebaut hat und in dem mittlerweile viele nationale sowie internationale Forschungsprojekte angestoßen und mehr als 2.000 Testfälle durchgeführt wurden. Das Werk verfügt über zwei Klimakammern und bietet eine Testleistung von 0,2 Megawatt.

Elektrifizierung von Seat

Seat durchläuft derzeit einen Transformationsprozess zur Elektrifizierung der Modellpalette und seiner Marken. Zusätzlich zum bereits erhältlichen Seat Mii electric werden Seat und Cupra in diesem und im kommenden Jahr fünf neue Elektro- und Plug-in-Hybrid-Modelle auf den Markt bringen. Für die Leon Baureihe werden Plug-in-Hybrid-Modelle unter den Marken Seat und Cupra herauskommen, die in Martorell gefertigt werden. Der Seat Tarraco wird in einer PHEV-Ausführung auf den Markt kommen. Auch der Cupra Formentor, das erste für die Marke Cupra entworfene und entwickelte Modell, wird mit Hybrid-Antriebstechnologie erhältlich sein und ebenfalls in Martorell gefertigt. Darüber hinaus soll der aktuell noch in der Konzeptphase befindliche Cupra el-Born als zweites vollelektrisches Fahrzeug des Unternehmens dem Seat Mii electric folgen.

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