IAA 2019: Audi RS 7 Sportback mit Mildhybridsystem und schwarzer Front

13. September 2019 20:49 Autor:
Audi RS 7 Sportback – Bildnachweis: Audi

V8 mit Mildhybrid-Antrieb mobilisiert 600 PS

Der neue Audi RS 7 Sportback präsentiert sich in seiner zweiten Generation. Auf der IAA (noch bis zum 22. September) in Frankfurt zeigt Audi den RS 7 Sportback erstmals als Fünfsitzer mit deutlich verbreiterter Karosserie sowie gesteigerter Leistung bei hoher Effizienz dank Mild-Hybrid-System.

Der neue Audi RS 7 Sportback steht satt auf der Straße. Die weit ausgestellten Radhäuser betonen die eindrucksvolle Sportlichkeit des High-Performance-Modells. Dabei ist die auffällige Breite keine optische Täuschung – mit 1.950 Millimetern an den vorderen Kotflügeln zeigt das Maßband rund 20 Millimeter pro Seite mehr als beim Audi A7 Sportback. Mit der Karosserie des Grundmodells teilt sich der neue RS 7 Sportback zwar die coupéhafte Silhouette, aber lediglich vier gleiche Teile: Haube, Dach, Vordertüren und Heckdeckel. Das RS-spezifische Exterieurdesign verleiht dem 5.009 Millimeter langen Gran Turismo einen eigenständigen Charakter.

 

Audi RS 7 Sportback 2020
Bildnachweis: Audi
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Die Front des neuen RS 7 Sportback zeigt einen flachen und breiten Singleframe ohne farblich abgesetzten Rahmen. Das Kühlerschutzgitter mit einer RS-spezifischen dreidimensionalen Wabenstruktur ist in Schwarz glänzend gehalten. Markante Lufteinlässe an der Front mit vertikal stehende Wings in Schwarz glänzend unterstreichen den Auftritt. Ein horizontales Blade bildet nach unten hin einen klaren Abschluss der Frontpartie. Eine tief angesetzte Schulterlinie verlagert den optischen Schwerpunkt nach unten und die zum Heck ansteigende Fensterlinie vermittelt Dynamik bereits im Stand. Die RS-spezifischen Schweller mit schwarzen Einlegern verstärken optisch den ausgeprägten Vorwärtsdrang des High-Performance-Sportback.

Ein Lichtband verbindet die Heckleuchten und zählt zu den charakteristischen Erkennungsmerkmalen des RS 7 Sportback. Zudem fährt ab Tempo 100 km/h ein Spoiler aus der Heckklappe. Die RS-Abgasanlage endet mit je einem groß dimensionierten chromfarbenen ovalen Endrohr auf beiden Seiten im RS-spezifischen Stoßfänger mit Heckdiffusor und Designelementen in Schwarz glänzend.

Der Understatement-Sportwagen

Der 4.0 TFSI im Audi RS 7 Sportback leistet 441 kW (600 PS) und stemmt bis zu 800 Nm Drehmoment auf die Kurbelwelle. Audi verspricht für den Vierliter-Motor einen sportlich-voluminösen V8-Sound. In lediglich 3,6 Sekunden sprintet der Hochleistungs-Sportback von Null auf 100 km/h. Der kombinierte Kraftstoffverbrauch beträgt 11,6 – 11,4 Liter entsprechend einer CO2-Emission von 265 – 261 g je gefahrenem Kilomter. Der Vortrieb wird bei 250 km/h elektronisch begrenzt. Mit optionalem Dynamikpaket steigt die Höchstgeschwindigkeit auf 280 km/h beziehungsweise mit Dynamikpaket plus sogar bis auf 305 km/h. Der Riemen-Starter-Generator kann bei leichten Verzögerungen bis zu 12 kW Leistung zurückgewinnen und als Energie in einen Lithium-Ionen-Akku einspeisen. Geht der Fahrer im Geschwindigkeitsbereich zwischen 55 und 160 km/h vom Gas, wählt das Antriebsmanagement eine von zwei Optionen: Je nach Fahrsituation und Einstellung im Audi drive select rekuperiert der RS 7 Sportback oder segelt mit ausgeschaltetem Motor. Beim Tritt aufs Gaspedal startet der Riemen-Starter-Generator den Motor wieder. Die MHEV-Technologie erlaubt den Start-Stopp-Betrieb bereits ab Resttempo 22. Somit lassen sich im Alltagsbetrieb bis zu 0,8 Liter pro 100 Kilometer Kraftstoff einsparen. Bei geringer bis mittlerer Last und Drehzahl deaktiviert es in den oberen Gängen die Zylinder 2, 3, 5 und 8, in dem es Einspritzung und Zündung abschaltet und die Ein- und Auslassventile schließt. Im Vierzylinderbetrieb verlagern sich in den aktiven Zylindern die Betriebspunkte zu höheren Lasten in Kennfeldbereiche mit höherem Wirkungsgrad, während die deaktivierten Zylinder wie Gasfedern weitestgehend verlustfrei mitlaufen. Beim Tritt auf das Gaspedal werden sie sofort wieder zugeschaltet. Der Umschaltvorgang dauert jeweils nur Millisekunden und ist für Fahrer und Mitfahrer praktisch nicht wahrnehmbar. Die Kraft überträgt eine serienmäßige 8-Stufen-Automatik (Tip-Tronic) per permanenten Allradantrieb quattro auf alle vier Räder. Die radselektive Momentensteuerung optimiert das agile und sichere Handling des neuen RS 7 Sportback. Das Sportdifferential im optionalen Dynamikpaket und Dynamikpaket plus verschiebt die Antriebsmomente bei dynamischer Kurvenfahrt bedarfsgerecht zwischen den Hinterrädern und verbessert so Traktion, Stabilität und Dynamik.

Die serienmäßige Luftfederung mit geregelter Dämpfung wurde RS-spezifisch abgestimmt und lässt den neuen RS 7 Sportback dank neuem Luftfedermodul mit einer um 50 Prozent höheren Federrate erstmals bis zu 305 km/h schnell werden. Das RS-Sportluftfederfahrwerk lässt sich in drei Modi einstellen und integriert einen automatischen Niveauausgleich.

In Deutschland und weiteren europäischen Ländern kommt der neue Audi RS 7 Sportback Ende 2019 in den Handel. Der Basispreis beträgt 121.000 Euro.

 

Audi RS 7 Sportback - IAA 2019
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