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Porsche 718 Cayman S im Test – Einstiegsdroge aus Zuffenhausen

Einstiegsdroge: Der Porsche 718 Cayman S - Typ 982 im ausführlichen Fahrbericht - Bildnachweis: MOTORMOBILES

Im Test ein waschechter Mittelmotorsportler

Porsche 718 Cayman S

Der Porsche 718 Cayman erhielt vor drei Jahren mit der Neuauflage, wie schon die offene Variante 718 Boxster, einen Vierzylinder-Turbomotor.  Nachdem Porsche in den neuen Modellen des 911 und Boxsters die Saugmotoren durch Turbomotoren ersetzt hat, gibt es nun auch die Basisvarianten des 718 Cayman ausschließlich mit Lader reduziert um zwei Zylinder. Seit der Cayman S zwei Brennkammern weniger und nur noch 2,5 Liter Hubraum, dafür aber einen Turbolader hat, ist seine Leistung auf 350 PS geklettert, die es hier mit einem Testwagenleergewicht von 1.385 kg zu tun haben. Wir sind der Frage nachgegangen, wie viel Fahrspaß in einem solchen Auto stecken mag!

Porsche hebt vor allem hervor, dass der Wagen „gemessen“ trotzdem über mehr Elan und Power verfüge. Achtzehn Sekunden ist der Mittelmotor-Sportler auf der Nordschleife schneller als sein direkter Vorgänger. Das eine sind die Messwerte – dass andere sind aber die Emotionen – und das fängt schon beim Sound an. Zwar sinken mit den neuen Vierzylinder-Turbomotoren die Emissionen auf dem Prüfstand. Gerade bei einem Sportwagen kommt es nicht nur auf die Messwerte an, sondern auf die Gesamtkomposition. Der Porsche 718 Cayman belegt eindrucksvoll wie wichtig das Sounddesign für den emotionale Eindruck des Sportwagencharakters ist. Letztlich ist der Cayman S konsequent sportlich ausgelegt und verlangt seinen Insassen eine hohe Kompromissfähigkeit in Bezug auf enge Sportsitze mit extrem tiefer Sitzposition , nicht vorhandenen Rücksitzen, wenig Ablageflächen sowie bretthartem Fahrwerkssetting ab. Aber das soll so sein und die Käufer eines Cayman wissen um diese Umstände.

Die jüngste Evolutionsstufe mit weiterentwickelter Formgebung als dritte Generation des Einstiegs-Porsche, mit breiterer Spur, dynamisch geduckter Karosse und größere Serienbereifung sorgten während unserer Testfahrten – auch über zwei Jahre nach der Markteinführung – für viele anerkennende Blicke im Straßenverkehr – Bildnachweis: MOTORMOBILES



Exterieur

Der Cayman bleibt schließlich auch in der Modellgeneration 718 ein waschechter Mittelmotorsportler. Der in Osnabrück gebaute Sportwagen hat es nicht nötig, mit profanem Auspuffdröhnen auf sich aufmerksam zu machen. Die jüngste Evolutionsstufe mit weiterentwickelter Formgebung als dritte Generation des Einstiegs-Porsche, mit breiterer Spur, dynamisch geduckter Karosse und größere Serienbereifung sorgten während unserer Testfahrten – auch über zwei Jahre nach der Markteinführung – für viele anerkennende Blicke im Straßenverkehr. Die neuen Schürzen und Schweller schärfen das Gesicht des Fahrzeugs deutlich und verleihen dem Auto einen maskulineren Ausdruck. Es sind viele Details die zu der hervorragenden Gesamtkomposition führen. Die Endrohre sind im Heck mittig positioniert. Die vier scheinbar frei schwebenden Bremslicht-Spots erinnern an die OLED-Lichter von Audi und BMW. Die Heck- sowie Nebelleuchten, sorgen hinter ihrer Glasabdeckung für Transparenz. Spoilerlippe, Diffusor und die seitlichen Lufteinlässe sind in schwarz ausgeführt.

Sportlicher Charakter auch im Interieur

Der Porsche zeigt im Innenraum keine gravierenden Schwächen, ist extrem hochwertig verarbeitet und zudem sehr übersichtlich gestaltet. Das Interieur besticht mit seiner dunklen Optik und ist in unserem Testwagen großflächig mit feinem Leder bezogen. Im Innenraum unterstreichen betont sportliche Akzente den Charakter des 718 Cayman S. Das Sportlenkrad mit neuen griffigen Dreispeichenlenkrad samt Mode-Schalter liegt sicher in der Hand und zitiert das Volant des 918 Spyder. „Cayman“-Schriftzüge schmücken die Zifferblätter der Instrumente.  Die Türeinstiegsleisten erinnern mit  „Cayman “-Schriftzügen in welches Fahrzeug man einsteigt. Gut gefallen hat uns auch die Gestaltung des Armaturenoberteil und die Luftausströmer. Platz für Kleinkram sucht man allerdings vergebens. Unter der Heck-Klappe sind – perfekt kaschiert – weiterhin nicht mehr als Öl- und Wassereinflüllstutzen vom Motor zugänglich. Neben der Heckablage hat der Cayman noch vorne eine Tiefe Gepäckmulde. Beide zusammen bieten ein kumuliertes Gepäckvolumen von 150 Litern. Mit umgeklappten Beifahrersitz erhöht sich das Stauvolumen auf 275 Liter. Die maximale Zuladung inkl. Passagiere beträgt 310 kg. Das Raumangebot für die beiden Passagiere ist streng limitiert, was den 718 Cayman S eher zum Wochenend-Spaß-Auto als zu einem volltauglichen Alltagsfahrzeug prädestiniert.

Technische Daten Porsche 718 Cayman S
Die jüngste Evolutionsstufe mit weiterentwickelter Formgebung als dritte Generation des Einstiegs-Porsche, mit breiterer Spur, dynamisch geduckter Karosse und größere Serienbereifung sorgten während unserer Testfahrten - auch über zwei Jahre nach der Markteinführung - für viele anerkennende Blicke im Straßenverkehr - Bildnachweis: MOTORMOBILES
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Infotainment und Konnektivität

Der 718 Cayman S verfügt über ein umfangreiches Infotainment namens Porsche Communication Management (PCM) samt performanten Navigationssystem und flüssiger Bedienung. Neben einer Sprachsteuerung und Porsche-eigenen Apps beherrscht PCM optional die Apple-Schnittstelle CarPlay, um das iPhone in das Infotainmentsystem zu integrieren. Eine Konnektivität zu Android Auto von Google bietet Porsche ausdrücklich (noch) nicht an. Aber immerhin ist eine Echtzeitverkehrserkennung optional möglich. Das System besteht unter anderem aus zwei Displays, einem Haupt-Screen in der Mittelkonsole und einem pfiffigen Zusatz-Display im Armaturenbrett. Was die Programmquellen betrifft, bestehen viele Auswahlmöglichkeiten. Neben USB-Anschluss für Smartphones oder USB-Sticks gibt es für den Cayman S tatsächlich noch ein Single-CD-/DVD-Laufwerk – und das ist wie die beiden SD-Kartenleser zur Wiedergabe von Audiodateien serienmäßig.

In unserem Testwagen war das Surroundsystem von Bose verbaut. Das Wichtigste beim Thema HiFi ist die Reduktion von Nebengeräuschen, was beim Auto – zumindest beim Sportwagen – relativ unmöglich ist. Wem das nicht genügt muss zur extrem teuren Burmester-Anlage greifen. Die Bose-Anlage ist zwar nicht überragend, sollte aber bereits die Grundbedürfnisse selbst anspruchsvoller Hifi-Puristen überzeugen können. Gut gefallen hat uns das Gesamtpaket des PCM. Die Connect-App sollte Porsche dennoch schleunigst weiterentwicke und hier kundenorientiert Android Auto nachreichen. BMW hat diese Rolle rückwärts übrigens gerade hinter sich, denn Konnektivität und Aspekte der Digitalisierung sind nicht selten kaufentscheidend.

Vierzylinder in Boxeranordnung mit 2,5 Liter Hubraum sorgt für neue Leistungscharakteristik

Nach dem der 3,4-Sechszylinder-Boxer der 981-Generation der Regulatorik samt CO2-Vorgaben geopfert wurde, gibt es sowohl 718 Boxster als auch 718 Cayman nur noch mit Vierzylinder-Boxermotoren. Damit bietet Porsche wieder Vierzylinder-Boxermotoren an und ist damit neben Subaru der derzeit einzige Hersteller eines solchen Motorentyps. Während der Basis-718 mit Zweiliter an den Start geht, arbeitet im S-Modell ein 2,5-Liter Boxer.  Und erst im angekündigten GTS kehrt der Sechszylinder wieder zurück.

Der Funkschlüssel und das Zündschloss links vom Lenkrad verheißen Porsche pur. Ein kurzer Dreh und ja es erklingt anders als bisher ein Standgas-Platzkonzert mit sonorig tiefen Bollern. Der zwangsbeatmete 2,5 Liter Boxer sorgt für gefälligen Schub – insbesondere bei höheren Drehzahlen schiebt er vehement voran. Das Kraft-mal-Weg-Duell gegen seine Vorläufer dürfte er deutlich gewinnen. Auf dem Papier wie auch auf der Straße. Der Vierzylinder im 718 hängt etwas direkter am Gas als der frühere Sechser-Boxermotor. Hierzu dürfte beitragen, dass der 718 kürzer übersetzt ist und sich stets auf etwas höherem Drehzahlniveau bewegt. Das satte Drehmoment steht dem Cayman S für Landstraßenausflüge ausgezeichnet. Vor allem auf kurvigen Berg- und Talstrecken beherrscht der Cayman S die komplette Bandbreite aus Gas, Bremse und Gangwechseln so herrlich wie man sich das für einen Sportwagen nur wünschen kann. Unserer Meinung nach, läßt sich die Abneigung gegen den neuen Vierzylinder-Boxer höchstens subjektiv begründen. Das maximale Drehmoment von 420 Nm in unserem Testwagen ist von 1.900 bis 4.500 Touren abrufbereit, die Kraft der 350 PS stehen stets präsent bereit.

Dem Porsche 718 Cayman S ein sehr guter Spagat zwischen Alltagskomfort und Rennstrecken-Performance – Bildnachweis: MOTORMOBILES



Der maximale Ladedruck des 2,5-Liter-Boxers beträgt  1,0 bar. Das Triebwerk wird von einem Lader mit variabler Turbinengeometrie (VTG) zwangsbeatmet. Die VTG-Technik war bisher dem 911 Turbo vorbehalten.  Satte 420 Nm stemmt der Boxermotor im Drehzahlbereich von 2.100 bis 4.500 Touren auf die Kurbelwelle. Das sollte reichen für einen vehementen Instant-Kick in fast jedem Gang bei fast jeder Drehzahl. Gleiches gilt für die aggressiv kalibrierte PDK-Box des Cayman S, die vor allem in Sport Plus den Gang noch länger hält und noch früher zurückschaltet. In Verbindung mit dem Sport Chrono-Paket hat Porsche dem 718 einen Sport Response Button spendiert, der für zwanzig Sekunden alle Systeme scharfstellt.

Ein Druck auf das Klappensymbol in der Mittelkonsole aktiviert den Sport(klappen)auspuff. Dann wird es etwas weniger kultivierter – aber vernehmbar lauter. Wir fanden die vermeintlich banale Klang-Komposition des neuen Boxer-Triebwerks übrigens durchaus spannend. Konstruktionsbedingt klingt er nicht mehr wie der herrlich unterkehlige Sechszylinder.  Sechs Zylinder klingen zwar besser als vier Zylinder, an dieser Tatsache scheinen auch die besten Sounddesigner nicht rütteln zu können. Der neue Vierzylinder boxert im Vierviertel-Takt, denn die Bauart gibt nun einmal den Klang vor. Das so geliebte erst heisere dann unbändige Kreischen bei Vollgas ersetzt nun soetwas ein Brüllen. Dass einem der zwangsbeatmete Vierzylinder als 2,5 Liter-Mittelmotor direkt im Rücken sitzt, verleiht der Sache durchaus eine gewisse Emotionalität. So heißblütig, wie sich der kleine Porsche trotz Turboaufladung und Downsizing aus seinen vier Töpfen geriert, haben wir die zwei Zylinder nicht so sehr vermisst, wie viele Kolleginnen und Kollegen in ihren Test- und Fahrberichten dem Sechszylinder-Boxer des Vorgänger nachtrauerten. Für alle jene mit dem nötigen Kleingeld könnte der neue Cayman GTS die Lösung darstellen. Unser  knapp einstelliger Testverbrauch von 10,1 l/100 km unter Alltagsbedingungen überhöht den Normverbrauch von 8,5 l/100 km um gut eineinhalb Liter. Das ist sparsam in Anbetracht der abgerufenen Fahrleistung und soweit okay.

Überragende Fahreigenschaften

Der 718 Cayman – auch als S – ist zwar nicht die sportliche Speerspitze bei Porsche. Aber gibt sich mindestens genauso beeindruckend und sportlich wie ein Elfer, der sich ob der fortschreitenden Digitalisierung, zusätzlichen Komfortmerkmalen und zunehmenden Fahrzeuggröße immer weiter von seiner sportlichen Kerndisziplin hin zu einem Gran Tourer entwickelt. Beim Cayman haben es (noch) mit einem richtigen, weitgehend kompromisslosen, durchaus ungestümen Sportgerät zu tun. Im Fahrbetrieb bietet der Cayman S trotz typisch straffer Sportwagenabstimmung einen feinen Federungskomfort, sofern die Schlaglöcher nicht zu tief und das adaptive Dämpfersystem PASM an Bord ist. In Sachen Handling, das zeigt sich einmal mehr, bewegt sich der Cayman trotz seiner sportlichen Ausrichtung auf einem extrem hohen Niveau.

Das Facelift innerhalb der Baureihe sorgte für einen extremen fahrdynamischen Sprung nach vorne. Dabei gelingt dem 718 Cayman S ein sehr guter Spagat zwischen Alltagskomfort und Rennstrecken-Performance. Der Mittelmotorsportler liegt wie ein Brett auf der Straße. Hier profitiert der Mittelmotorsportwagen stets von seiner ausgewogenen Gewichtsverteilung und lässt dank der optionalen Ceramic-Bremsanlage extrem späte Bremspunkte zu. Einhergehend mit einer extremen Verbundenheit zur Straße läßt der Wagen den Fahrer stets im Klaren, was er gerade tut.

Gewichtstechnisch rangiert der Caman S bei knapp 1.400 Kilogramm, was zwar nicht gewichtig, aber eben auch nicht sonderlich leicht erscheint. Bei Bedarf läßt sich der Wagen zum Übersteuern bewegen, bietet im Normalfall aber so viel Grip, dass man es bis dahin schon stark übertreiben muss. Beim PASM-Sportfahrwerk lassen sich zwei Härtegrade (Modi „Normal“ und „Sport“) wählen. Der Sport-Modus des PASM-Sportfahrwerks verfügt über eine nochmals straffere Abstimmung als der Sport-Modus des normalen PASM-Fahrwerks. Insgesamt haben die Ingenieure das Cayman-Fahrwerk mit dem Facelift vor zwei Jahren umfassend neu abgestimmt. Dank geänderten Dämpfern sowie höheren Stabilisator-und Federraten wirkt das ganze Fahrverhalten straffer, ohne dass der Komfort gravierend leidet. Außerdem wurde die Steifigkeit der Hinterachse erhöht. Das Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe arbeitet überaus zuverlässig, die Bremsen verzögern vehement und präzise und in der Kurve folgt der Mittelmotor-Sportwagen folgsam den Befehlen seines Fahrers. Der 718 Cayman hängt gierig am Gas und baut eine unglaubliche Querbeschleunigung in schnellen Kurven auf.

Zudem punktet der Caymen S mit einem makellosen Fahrwerks-Setting, dass zu einer sensationellen Straßenlage führt. Die in unserem Testwagen verbauten adaptiven Dämpfer sind perfekt abgestimmt. Wir hatten trotz schneller Fahrweise nie das Gefühl , die Kontrolle über das Auto zu verlieren.

Beim Cruisen legt das PDK (2.826 Euro) auch aus Effizienzgründen schnell untertourig den siebten Gang ein, im Dynamik-Programm sind hingegen nur die ersten sechs Gänge aktiv. Die Paddel am Lenkrad (GT-Sportlenkrad 273 Euro) liegen gut in der Hand, so dass sich Schalt- und Fahrspaß super ergänzen.

Bei scharfen Lenkmanövern zeigt sich der Cayman S mit einem leicht verzögertem Einlenkverhalten (Servolenkung Plus – 273 Euro) neutral bis leicht übersteuernd. Die neue Abstimmung der Lenkung hat das für viele Normalfahrer zu direkte Ansprechverhalten aus der Mittellage entschärft. Trotzdem: Präziser als ein Cayman lenkt wohl kaum ein Sportwagen ein, und dank seines geringeren Gewichts und der kompakteren Abmessungen lässt sich mit dem 718 Cayman S noch leichtfüßiger ums Eck zirkeln als seine großen Brüder der 911-Baureihe. Der Cayman präsentiert sich mit einer hervorragenden Führung an Vorder- und Hinterachse. Der Mittelmotor-Sportler verhält sich lange neutral. Ein überschreiten des Limit deutet sich angenehm weich über die Hinterräder an. Der drohende Gripverlust geht aber dank ESP ohne Ausbrechversuch einher. Den Cayman dürften „Normalfahrer“ allenfalls mutwillig aus der Ruhe bringen können. Die Hinterhand gewährleistet im Verbund mit dem Torque-Vectoring samt mechanischer Quersperre (für 1.309 Euro) zudem eine hervorragende Traktion.

Porsche liefert bereits in Erstausrüstung ab Basis eine Topqualität bei den Bremsen. Die vier innenbelüfteten Scheibenbremsen (Durchmesser 315 mm vorne, 299 mm hinten) des Porsche Cayman stoppen den sportlichen Zweisitzer aus Tempo 100 schon nach 34,2 Metern. Dank größerer Scheiben vorne (Durchmesser 330 mm) verzögert der Cayman S noch brachialer nach bereits maximal 33,2 Metern.

Aber es geht noch besser. Wem die Standardbremse noch nicht genügt offerieren die Zuffenhausener eine Keramik-Bremsanlage (für 7.319 Euro). Die bessere Verzögerung ohne Fading liefert sie allerdings erst bei Hochgeschwindigkeits-Bremsmanövern, die eine normale Bremse zumindest thermisch schnell an die Grenzen bringt.  

Technische Daten Porsche 718 Cayman S
Bauzeitraum:Seit 01/2019
Hersteller:Porsche
Karosserie:Mittelmotor-Sportwagen mit 2 Sitzplätzen
Motor:Vierzylinder Turbo-Boxermotor
Getriebe7-Gang Doppelkupplungsgetriebe (PDK) mit manueller Betätigung über Paddles am Lenkrad sowie Wählhebel; Automatikmodus inkl. Segelfunktion
AntriebHeckantrieb
Hubraum2.497 ccm
EmissionsklasseEuro 6d-TEMP-EVAP-ISC
ReinigungOttopartikelfilter
Leistung350 PS / 257 kW bei 6.500 U/min
Drehmoment420 Nm von 2.100 bis 4.500 U/min
Höchstgeschwindigkeit285 km/h
Beschleunigung (0-100 km/h) in s4,2 Sekunden mit Sport Chrono Paket
Kombinierter Normverbrauch (ECE)NEFZ: 8,5 Liter/100 km
WLPT: 9,2 Liter/100 km
CO2-Ausstoß193 g/km
EnergieeffizienzklasseF
Kraftstoff:Super Plus
Tankinhalt64 Liter
Leergewicht1.320 kg
Kofferraum VDA150 Liter
Kofferraum mit umgeklappten Beifahrersitz275 Liter
Zuladung310 kg
Länge/Breite/Höhe/Radstand4.379/1.801/1.295/2.475 mm
LenkungElektromechanischeDirektlenkung mit variabler Lenkübersetzung und Lenkimpuls
Wendekreis11,0 Meter
Leergewicht1.385 kg
Zul. Gesamtgewicht1.695 kg
Grundpreis Testwagenpreisab 68.003 Euro
Testwagenpreis97.788 Euro
Konfiguration Testwagen :Online-Konfigurator mit Porsche Code [Link]

  

Preise und Extras

Unser Testwagen 718 Caman S hat das Porsche Active Suspension Management (PASM) inkl. 10-mm-Tieferlegung (1.428 Euro) mit an Bord. Zudem hinaus finden sich in der Ausstattungsliste sämtliche der Querdynamik förderlichen Unterstützungen: PTV inklusive mechanischer Hinterachsquersperre (1.309 Euro), Sport-Chrono-Paket inklusive Mode-Schalter (2.225 Euro), 20-Zoll-Carrera-S Räder (1.499 Euro). Bestandteil des Serienumfangs im 718 Cayman S  ist das so genannte Porsche Communication Management (PCM) mit Handy-Vorbereitung, Audio-Schnittstellen und 150 Watt starkem Sound-Paket, die einzelnen Modulen für Navigation, Infotainment und Konnektivität kosten allerdings schon wieder extra. So steigt der Grundpreis von 68.003 Euro schnell auf den Testwagenpreis von 97.788 Euro. Saftig für einen Cayman und Perfektion muss man sich leisten können.

Fazit: Bella Macchina – aber der tolle Motorsound ist weg

Der Porsche 718 Cayman S trägt seine Ziffern zurecht. Er ist ein Porsche durch und durch. Auch das Fehlen des klassischen Sechszylinder-Boxer-Motors würde nicht weiter ins Gewicht fallen, wenn der 718 nicht ein entscheidendes Manko beim Sound hätte. Besser als ein Elfer ist der Cayman S nicht – allerdings auch nicht gravierend schlechter. Das zeigen nicht zuletzt die Rundenzeiten von Werksfahrern auf der Nordschleife. “ Beim 718 Cayman S steht das „S“ durchaus für „Spaß“, „Sport“ und „Schnelligkeit“. Kurzum: Ein Vierzylinder in einem Sportwagen kann durchaus funktionieren.

Porsche 718 Cayman S - Typ 982
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