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Weltpremiere: Neue Mercedes C-Klasse mit Diesel und Benziner – aber ohne Voll-Elektro

Die C-Klasse ist seit Jahrzehnten ein Verkaufsschlager. Die neue Mercedes Cklasse startet im Juni zeitgleich als Limousine und Kombi - Bildnachweis: Mercedes / Daimler

    

Ab Juni 2021 bei den Händlern

 

Das beherrschende Thema der Autoindustrie ist gegenwärtig – und dies bereits seit geraumer zeit –  die Elektrifizierung. Mit in diesem Transformationsprozess zur Elektromobilität geht Mercedes auf Lücke und bringt eine neue Generation seines Umsatzbringers C-Klasse mit allenfalls teilelektrifizierten Diesel- und Benzinmotoren auf den Markt. Dies gänzlich ohne BEV-Variante also reinen Elektroantrieb. Grundsätzlich sind alle Verbrennerantriebe der neuen C-Klasse auf die ein oder andere Art zum Zwecke größerer Sparsamkeit teilelektrifiziert. 

Der neuen C-Klasse kommt unverändert eine enorme wirtschaftliche Bedeutung für Mercedes zu. Seit Jahrzehnten ist sie ein Verkaufsschlager und dieses Pferd wird Daimler auch noch weiter reiten. Auch um aus dem Cashflow die neuen reinen E-Modelle finanzieren zu können. Oder zuumindest dazu beizutragen. Die aktuelle C-Klasse war im vergangenen Jahrzehnt das volumenstärkste Modell von Mercedes. Seit der Einführung der noch aktuellen Generation 2014 wurden über 2,5 Millionen Einheiten der Limousine und des T‑Modells verkauft. Insgesamt gelangten seit dem Jahr 1982 über 10,5 Millionen Mercedes dieser Klasse in Kundenhand.
 

Interieur Mercedes C-Klasse 2021 – Bildnachweis: Mercedes / Daimler

 

China ist seit 2016 der größte Absatzmarkt der C-Klasse Limousine. Daneben waren für die C-Klasse Limousine und das T-Modell in den vergangenen zehn Jahren die USA, Deutschland und Großbritannien die absatzstärksten Märkte. In Deutschland sind übrigens zwei von drei C-Klassen ein T-Modell.

Zu den technischen Finessen der neuen C-Klasse zählen darüber hinaus Sonderausstattungen wie Digital Light und Hinterachslenkung. Limousine und T-Modell feiern gemeinsam Premiere, können ab dem 30. März bestellt werden und kommen im Sommer 2021 zu den Vertriebspartnern. Als erste klassische Baureihe von Mercedes-Benz ist die neue C-Klasse dank Mildhybriden mit 48-Volt-Technik und integriertem Starter-Generaor sowie Plug-in-Hybriden durchgängig teilelektrifiziert. Die neue PHEV-Version schafft beachtliche 100 Kilometer elektrische Reichweite (gem. WLTP). Das ist in dieser Klasse bislang unerreicht. Viele Wettbewerber schaffen nur die Hälfte.

Dem neuen OM 654 M mit integriertem Starter-Generator (ISG) der zweiten Generation kommt die Rolle des Spitzenaggregats zu. Damit besitzt er ein 48-Volt-Teilbordnetz. Durch Rekuperation und die Möglichkeit, mit abgeschaltetem Motor zu „segeln“, wird der Motor noch effizienter. Neben der Elektrifizierung, die auch den Einsatz eines elektrischen Kältemittelverdichters für die Klimaanlage umfasst, sind dies die wichtigsten Änderungen, die eine Leistung bis 195 kW plus 15 kW Boost ermöglichen. Sowohl die Diesel- als auch die Ottomotoren verfügen neben der Aufladung mit Hilfe des Turboladers erstmals auch über eine intelligente Unterstützung im niedrigen Drehzahlbereich mit einem integrierten Starter-Generator (ISG) als Mild-Hybrid der zweiten Generation. Dies sorgt für eine hervorragende Leistungsentfaltung. Zum ISG gehören Funktionen wie Segeln, Boost oder Rekuperieren sicherstellt und deutliche Verbrauchseinsparungen ermöglicht. Außerdem starten die Motoren damit sehr schnell und komfortabel, sodass die Start-Stopp-Funktion für den Fahrer ebenso fast unmerklich erfolgt wie der Übergang vom Segeln mit stehendem Motor zum kraftvollen Vortrieb mit Motorkraft.

 

Mercedes C-Klasse - 2021 Weltpremiere Limousine und T-Modell

 

 

Das Design: Klarheit in sportlicher Ausprägung

 

Die neue C-Klasse schafft mit der Kombination aus einem kurzen vorderen Überhang, einem langen Radstand und dem hinteren Überhang dynamische Proportionen. Diesen Vorwärtsdrang unterstreicht die sportliche Motorhaube mit Powerdomes. Frontscheibe und Fahrgastzelle sind nach hinten gerückt. Im Innenraum machte in puncto Hochwertigkeit bereits der Vorgänger einen großen Schritt. Die neue C-Klasse geht bei Qualitätsanmutung und Ambiente noch einen Schritt weiter: Das Interieur übernimmt Highlights aus der neuen S-Klasse, setzt darauf aber sportliche Akzente. In den Kofferraum der Limousine passen 455 Liter, der Kombi fasst beachtliche 490 bis 1.510 Liter. Die neue C-Klasse bietet mit ihrem um 2,5 Zentimeter gewachsenen Radstand auf dem Papier Paltz für fünf Personen. Tatsächlich dürften sich sich aber besser nur vier auf gut konturierten Sitzen wohlfühlen. Für kurze Strecken mag der fünfte Platz durchaus eine Option sein.

Das Exterieurdesign: Silhouette mit viel Lichtspiel

In der Seitenansicht erzeugen aufwendig skulpturierte Flächen ein einzigartiges Lichtspiel. Die Linien hingegen haben die Designer auf ein Minimum reduziert. Umso stärker steht die sogenannte Catwalk-Line, also die Schulterlinie, im Mittelpunkt. Der markentypische Kühlergrill prägt die Front. Alle Modelle besitzen einen Zentralstern, Ausführung und Charakter des Grills unterscheiden sich im Detail. So trägt das Basismodell einen Zentralstern mit Lamellen. Beim Avantgarde kommen Schmuckelemente in den Lamellen sowie Chromrahmen um Kühlergrill und Schürze hinzu. Erkennungsmerkmal der AMG Line ist der Diamantgrill im Sterndesign in Chrom.

Fahrerorientiertes Cockpit

Die Instrumententafel ist in einen oberen und unteren Bereich gegliedert: in ein Flügelprofil mit neuen, abgeflachten Runddüsen, die an die Triebwerksgondeln eines Flugzeugs erinnern, und in eine opulente Zierteilfläche. Diese fließt ohne Unterbrechung aus der Mittelkonsole in die Instrumententafel. Zur Sportlichkeit trägt deren Fahrerorientierung bei: Instrumententafel und Zentral-Display sind leicht um sechs Grad zu diesem hin geneigt.

Den Fahrerbereich kennzeichnet ein hochauflösender LCD-Bildschirm. Er steht frei und scheint vor dem Flügelprofil und der Zierteilfläche zu schweben. Damit hebt sich das Fahrer-Display von traditionellen Cockpits mit klassischen Rundinstrumenten ab. Käufer haben die Wahl zwischen einer 10,25-Zoll-(26,0 cm) und einer 12,3-Zoll-(31,2 cm) Ausführung.

Auf das Zentral-Display sind die Sindelfinger besonders stolz. Die Fahrzeugfunktionen sind über den Touchscreen steuerbar. Sein Hochformat bietet insbesondere für die Navigation deutliche Vorteile. Während Testla sein Hochformat aufgibt fängt Mercedes hier erst damit an. Wie die Instrumententafel ist auch die Bildschirm­fläche leicht zum Fahrer hin orientiert. Das Zentral-Display verfügt serienmäßig über eine Bildschirmdiagonale von 9,5 Zoll (24,1 cm). Optional ist eine größere Version mit 11,9 Zoll bzw. 30,2 cm erhältlich.

Eine Chromspange gliedert die Mittelkonsole: in einen hinteren, weich unterfütterten Bereich für die Armauflage und in einen vorderen, tiefschwarz glänzenden Bereich. Aus dieser dreidimensionalen Fläche erhebt sich übergangslos und ohne Fugen das scheinbar schwebende Zentral-Display.

 

Fahrwerk

 

Im Gegensatz zur S-Klasse lenkt die Hinterachslenkung hier nur um 2,5 Grad mit. Dennoch reduziert diese Maßnahme den Wendekreis der C-Klasse immerhin um 40 Zentimeter und damit deutluich unter 11 Meter.

Preise folgen im März


   
Die Limousinen der C-Klasse werden in Bremen, East London/Südafrika und in Peking montiert. Die neue C-Klasse Limousine und Kombi (T-Modell) rollen beide zeitgleich  im Juni 2021 zu den Händlern. Über die Preise schweigt sich Mercedes noch aus und kündigt diese für Ende März an.

 

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