Kantig: Auch der neue Suzuki Jimny bleibt ein echter Offroader

7. Juli 2018 21:45 Autor:

Kein Softroader: Suzuki launcht im Herbst 2018 die vielversprechende Neuauflage des Jimny – Bildnachweis Suzuki

 

Ohne Weichspüler

Zwei Jahrzehnte nach dem Debüt der ersten Generation und mit einer Expertise einer nahezu 50 jährigen Allraderfahrung des Herstellers Suzuki debütiert im Herbst dieses Jahres die Neuauflage des Jimny. Mit klarer Kante, einem funktionalem Innenraum und leistungsfähiger Allradtechnik verspricht auch die neue Generation ein authentischer Offroader zu werden. Seine klassisch-kantige Form signalisiert kompromisslose Geländetauglichkeit, der rechteckige Aufbau und die flache Motorhaube garantieren beste Übersicht in alle Richtungen.

Zum Außendesign des 3.645 mm kurzen Jimny passt das aufgeräumte Interieur: Nichts lenkt den Fahrer hier vom Fahren ab, alle Instrumente und Regler sind dort, wo sie im Sinne einer einfachen und schnellen Benutzung hingehören. Jedes Detail des durchdacht konstruierten Innenraums zeigt, dass der Jimny es ernst meint mit seiner Tauglichkeit fürs Gelände.

Auch technisch bleibt der neue Jimny seinem Vorgängers treu: Er baut weiterhin auf einem Leiterrahmen und  verfügt über Starrachsen vorne und hinten mit Längslenkern und Panhardstab sowie zuschaltbaren Allgrip Pro Allradantrieb mit Geländeuntersetzung. Die Leiterrahmenstruktur dient bei Geländefahrten als robuste Basis für die Fahrwerkskomponenten und stabilisiert das Fahrzeug auf unebener Fahrbahn. Ein neuer X-Träger und zwei zusätzliche Querträger erhöhen die Verwindungssteifigkeit des Leiterrahmens. Für das Überwinden von Hindernissen und das Bewältigen steiler Anstiege verfügt der Jimny über einen Böschungswinkel vorn von 36 Grad, einen Rampenwinkel von 27 Grad und einen Böschungswinkel hinten von 48 Grad. Bereits beim Vorgänger haben sich die Starrachsen vorn und hinten im anspruchsvollen Geländeeinsatz bewährt. Wird beispielsweise beim Überfahren eines Hindernisses das rechte Rad nach oben gehoben, drückt die feste Verbindung das linke Rad nach unten und verbessert damit den Grip.

Per von Hand betätigtem Wählhebel, der direkt mit dem Verteilergetriebe verbunden ist, kann der Fahrer ganz einfach zwischen Zweirad- (2H), Allradantrieb (4H) und Untersetzung (4L) wechseln. Bei aktivierter Geländeuntersetzung wird in allen Gängen zusätzliches Drehmoment an die Räder geschickt, um auf rauem Terrain und steilen Anstiegen ausreichend Antriebskraft sicherzustellen.

Bei Traktionsverlusten an diagonal gegenüberliegenden Rädern wird das Antriebsmoment über einen von der Traktionskontrolle ausgelösten gezielten Bremseneingriff am durchdrehenden Rad an die Räder mit der höheren Traktion geleitet. Dieses System erlaubt ein Weiterfahren auf glatter und unebener Fahrbahn mit unterschiedlicher Beschaffenheit links und rechts. In allen Versionen ist der Jimny zudem mit einer Berganfahrhilfe und einer Bergabfahrhilfe ausgerüstet.

Den Antrieb übernimmt ein 1,5-Liter-Benzinmotor mit vier Zylindern und Saugrohreinspritzung der 102 PS mobilisiert. Die Kraftübertragung erfolgt serienmäßig über ein manuelles Fünfganggetriebe, dessen optimierte Übersetzung zu einem niedrigeren Kraftstoffverbrauch beiträgt. Der Schalthebel wurde neugestaltet, um Vibrationen zu reduzieren, und bietet ein stabileres und direkteres Gefühl beim Gangwechsel. Optional ist ein ebenfalls modifiziertes Vierstufen-Automatikgetriebe verfügbar.

Drei Zweifarben-Lackierungen

Suzuki bietet den neuen Jimny in den beiden umfangreichen Ausstattungslinien Comfort und Comfort+ an. Zu den Komfort-Highlights der Comfort-Ausstattung zählen eine Klimaanlage, ein CD-Radio mit MP3-Wiedergabe, Digitalradio (DAB), Bluetooth®-Freisprecheinrichtung4 und Lenkradbedientasten, elektrische Fensterheber vorn, ein Tempomat mit Geschwindigkeitsbegrenzer, Sitzheizung vorn, ein höhenverstellbares Lenkrad, eine Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung, elektrisch einstellbare Außenspiegel, ein Lichtsensor und Nebelscheinwerfer.

Die höhere Ausstattungslinie Comfort+ umfasst zusätzlich unter anderem eine Klimaautomatik, ein Audiosystem mit Smartphone-Anbindung und Navigationssystem, eine Laderaumbox, ein Lederlenkrad, beheizbare Außenspiegel sowie LED-Scheinwerfer mit automatischer Leuchtweitenregulierung und Scheinwerferreinigungsanlage. Die Optik wird zusätzlich aufgewertet durch abgedunkelte hintere Fensterscheiben, 15-Zoll-Alufelgen, schwarz lackierte Außenspiegel und Türgriffe in Wagenfarbe.

Erstmals bei Suzuki ist dabei auch eine Verkehrszeichenerkennung im Programm. Sieben Außenlackierungen umfasst das Farbprogramm für den neuen Jimny, darunter drei Zweifarben-Lackierungen mit jeweils schwarzem Dach sowie zwei neu und exklusiv für den Jimny entwickelte Farbtöne: Das helle „Kinetic Yellow“ sorgt für maximale Sichtbarkeit bei schlechten Witterungsbedingungen oder auf der Baustelle, während „Jungle Green“ perfekt mit einer natürlichen Umgebung harmoniert.

Interieur

Der Innenraum des neuen Jimny ist in Schwarz gehalten. Der Verzicht auf überflüssige Farben und Dekors erlaubt es dem Fahrer, sich auf das Steuern des Fahrzeugs zu konzentrieren. Klare geometrische Formen fördern eine einfache Bedienung und Orientierung: Auf der horizontal gestalteten Armaturentafel helfen vertikale Linien an Instrumenteneinheit und Mittelkonsole dem Fahrer dabei, in rauem und steinigem Gelände eine Schräglage des Fahrzeugs zu erkennen.

Die Instrumenteneinheit und die daneben angeordneten Teile besitzen eine kratzfeste, angeraute Oberfläche, Griffe und Schalter können selbst bei Fahrten im Gelände sowie im Arbeitseinsatz mit Handschuhen einfach und sicher bedient werden. Die Instrumente sitzen in kubischen Gehäusen, sind stets beleuchtet und bieten auch bei schnell zwischen sonnig und schattig wechselnden äußeren Bedingungen eine gute Ablesbarkeit.

Das Gepäckabteil lässt sich durch Umklappen der im Verhältnis 50:50 geteilten Rücksitze auf 377 Liter  erweitern. Das sind 53 Liter mehr als beim Vorgänger. Der Ladeboden ist mit der in der Ausstattungslinie Comfort+ serienmäßigen Laderaumbox komplett flach, die Sitze und Innenverkleidung wurden so gestaltet, dass sich die Breite des Innenraums bestmöglich ausnutzen lässt.

Zu den Preisen für den neuen Jimny hält isch Suzuki noch bedeckt.

 

 

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