Volkswagen peilt Elektro-Rekord auf der Nürburgring-Nordschleife an

20. Januar 2019 00:31 Autor:
Der Elektro-Sportwagen ID. R von Volkswagen nimmt im Sommer 2019 eine weitere Bestmarke ins Visier: Die Nordschleife – Bildnachweis: Volkswagen

Ritterschlag für jedes Fahrzeug

Die Norschleife gilt immer noch als das Maß aller Dinge. Nach der Rekordfahrt beim berühmten Pikes-Peak-Bergrennen möchten die Wolfsburger ihren Elektro-Sportwagen ID. R im Sommer 2019 erneut in Stellung bringen. Geplant isdt nicht weniger als ein neuer Rundenrekord für Elektrofahrzeuge auf dem Nürburgring. Die Nordschleife des Nürburgrings, die als schwierigste Rennstrecke der Welt.

Grüne Hölle

Ein vergleichsweise schmales Asphaltband, 20,832 Kilometer lang, 75 Kurven, häufig steil bergauf oder bergab durch die Wälder der Eifel – die 1927 eröffnete Nordschleife des Nürburgrings ist weltweit einzigartig und bis heute herausragendes Prüffeld der Automobilindustrie. Der frühere Formel-1-Weltmeister Jackie Stewart nannte sie einst respektvoll „Grüne Hölle“. Trotz wiederholter Modernisierung der Traditionsstrecke fährt die Formel 1 dort seit 1978 nicht mehr. Heute ist die Nordschleife – zusammen mit dem modernen Grand-Prix-Kurs – vor allem als Austragungsort des 24-Stunden-Rennens bekannt. Auch die weltweit ausgetragene Tourenwagenserie FIA World Touring Car Cup (WTCR) gastiert dort. In beiden Serien ist Volkswagen mit dem Golf GTI TCR vertreten.

Der ID. R ist der sportliche Vorbote einer ganzen Baureihe rein elektrischer Fahrzeuge, die Volkswagen ab 2020 auf den Markt bringt. Nach dem Streckenrekord am Pikes Peak ist die beabsichtigte Bestzeit für Elektro-Fahrzeuge auf der Nordschleife des Nürburgrings eine große Herausforderung.  Volkswagen Motorsport Direktor Sven Smeets: „Ein Rundenrekord auf der Nordschleife gilt als Ritterschlag für jedes Fahrzeug, gleichermaßen für Rennfahrzeuge und Serienautos.“

Volkswagen ID. R erhält Feinschliff für die Nordschleifen-Charakteristik

Der für den Rekordversuch auf dem Nürburgring weiterentwickelte ID. R wird von zwei Elektro-Motoren mit einer Systemleistung von 500 kW (680 PS) angetrieben und wiegt inklusive Fahrer weniger als 1.100 Kilogramm. VW wird vor dem Rekordversuch die Aerodynamik des ID. R auf die im Vergleich zum Pikes-Peak-Bergrennen deutlich anderen Bedingungen der Nordschleife anpassen. Denn im Unterschied zum US-Klassiker am Pikes Peak mit dem Start auf 2.862 Metern und dem Ziel auf 4.302 Metern Höhe windet sich die Nordschleife lediglich zwischen 320 und 617 Metern über Meereshöhe durch die Eifel und hat nicht zuletzt durch die lange Gerade an der Döttinger Höhe eine ganz eigene Charakteristik. „Zur sorgfältigen Vorbereitung auf die Rekordfahrt werden wir mit dem ID. R im Frühjahr ein intensives Test- und Entwicklungsprogramm auf verschiedenen Rennstrecken durchführen“, so Demaison weiter. Die Rekordfahrt ist für den Sommer vorgesehen.

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